... ich bin mit dem Traumzauberbaum nicht groß geworden, ich habe im anderen Teil Deutschlands gelebt; aber seitdem eine Kollegin mir die CD empfohlen hat, hören meine Kinder ihn. Nun der zweite Teil - und er steht dem erstem in keinem Deut nach. Ganz im Gegenteil, die Geschichte die sich um den Baum spinnt hat noch etwas mehr Tiefgang als im ersten Teil. Warum sollen Kinder nicht auch schon in jungem Alter mit Betrügern und Lügnern in Kontakt kommen? Keine Angst, die Geschichte ist nett und lässt die Kinder gut schlafen. Agga Knack hilft den Waldwichteln den Traumzauberbaum vor den Bösewichtern Tarn und Kappe zu retten.
Die Musik ist, wie man es von der ersten CD kennt, sehr abwechslungsreich; mal schnell, mal langsam und besinnlich, mal laut, mal leise. Lakomy ist der Fredrik Vahle der Ostkindermusik!!! Ich kann gut auf die Bohlens der Kindermusik verzichten, die nur heiter eitel Sonnenschein besingen, Backlieder zum Besten geben und bei denen jedes Lied gleich klingt. Das kommt bei Lakomy nicht vor. Lakomy ist auch was für die Eltern, die sich ja schließlich diese Musik auch ständig im Auto anhören müssen und da ist es einfach unglaublich, wenn man beim Hören der CD jedesmal was Neues entdeckt.
Etwas wild geht die Geschichte schon einher, insbesondere wenn Agga Knack mit ihrer Schar an Traumläusen durcheinander redet. Aber man bekommt trotz alledem den Gang der Geschichte mit. Und die Stimmen sind fantastisch ausgewählt: Tim Fischer, Christian Brückner und Jürgen Thormann; Sie kennen sie alle, als Synchronsprecher für Michael Caine und viele mehr.
Beide Daumen hoch für eine unheimlich packende und abwechslungsreiche Musik-CD. Und machen Sie bitte nicht den Fehler ihre Kindheitserinnerungen an den Traumzauberbaum auf die neue CD und Ihre Kinder übertragen zu wollen; das kann durchaus schief gehen. Unsere Kinder mögen doch ab und zu mal andere Musik als wir...