Was der Rezensent "robertrfh" hier von sich gegeben hat, ist absolut nicht nachvollziehbar. Ein typisches Beispiel für einen Menschen, der in keinster Weise die Autorin, ihr Buch und Tonga verstehen kann ... aber nun zum Buch:
Ich habe es dreimal gelesen und es hatte mir sehr geholfen als Vorbereitung auf meine Tongareise Okt / Nov 2004. Aneti beschreibt die Tonganer so wie sie sind, man bekommt einen Einblick, dass in Tonga doch alles anders ist. Es ist keine romantische Geschichte einer Auswanderin, die nur die schönen Seiten beschreibt, nein sie erzählt ehrlich, dass ein tonganischer Mann aufregend, aber nicht einfach ist, schon gar nicht die typischen Verhaltensweisen eines Deutschen an den Tag legt. Bei den Behördengängen in Tonga leidet man immer wieder mit ihr mit und so habe ich zumindest gelernt, geduldiger zu werden.
Ich glaube nicht, dass Aneti von ihrem Leben davongelaufen ist, ganz im Gegenteil, egal was sie noch erlebt ... sie hat gelebt!!! Sie ist zu ihrem Leben gelaufen, etwas was viele von uns, mitten in den "Anforderungen einer westlichen Industriegesellschaft" nicht mehr bewerkstelligen können.
Im Übrigen kommt in diesen Buch keinerlei Form von "Hass" vor (anders wie bei einer bestimmten Rezension hier), Aneti bereut ihre Entscheidung für Tonga nicht, sie beschreibt verständlich, warum sie sich für die Südsee und gegen das Leben als Maschine in einer kapitalistischen Gesellschaft entschieden hat.
Aneti hat ihr Leben herausgefordert ... für mich eine weitaus größere Herausforderung als das stupide Rumblödeln, und das Tag für Tag, in einer westlichen Industriegesellschaft.
Respekt und Kompliment für Leben und Buch!