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Der Totmacher
 
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Der Totmacher

Götz George , Jürgen Hentsch , Romuald Karmakar    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 49,89 Kostenlose Lieferung. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Götz George, Jürgen Hentsch, Pierre Franckh
  • Regisseur(e): Romuald Karmakar
  • Format: Dolby, PAL, Surround Sound
  • Sprache: Deutsch (Stereo)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Warner Home Video - DVD
  • Erscheinungstermin: 12. Juli 2001
  • Produktionsjahr: 1995
  • Spieldauer: 110 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (22 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00005LAYT
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 30.649 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Aus der Amazon.de-Redaktion

Ein Raum und drei Männer (der Mörder Fritz Haarmann, der Psychologe Professor Ernst Schultze und ein namenlos bleibender Stenograf)-- das ist schon fast alles; und mehr braucht Romuald Karmakar eigentlich auch gar nicht. Der Totmacher ist ein Film der äußersten Konzentration, der vollkommenen Verdichtung. Er verlässt diesen einen Raum sogar mal, und es treten auch einige Nebenfiguren auf, doch das alles vergisst man beinahe sofort wieder. Die Welt, das ist hier der nüchterne Verhörraum eines Gefängnisses. Und die Menschen, das sind diese drei Männer, die zusammengekommen sind, um ungeheure, noch heute, mehr als 75 Jahre später, berühmte Verbrechen zu Protokoll zu nehmen.

Romuald Karmakar hat begonnen als Dokumentarfilmer und ist bekannt geworden mit Warheads, einem Film, in dem er Legionäre und Söldner so lange reden lässt, bis sich ihr Innerstes hinter all den Lügen und den Posen offenbart. Dem berüchtigten Mörder Haarmann (Götz George), seiner Person wie seinen Taten, nähert er sich über das Protokoll des psychiatrischen Gutachters Dr. Ernst Schultze (Jürgen Hentsch). Er hat den Worten dieser beiden nichts hinzugefügt, er hat die Gespräche nur gekürzt und ihnen damit eine Dramaturgie verliehen, die uns immer tiefer in die Welt des Fritz Haarmanns hineinzieht.

Die Morde des Metzgers und Polizeispitzels, der kleine Jungen zu sich nach Hause mitnahm, sie tötete und Teile ihrer Leichen zu Wurst verarbeitete, waren damals, 1924/25, mehr als nur Verbrechen, die die Öffentlichkeit in Aufruhr versetzten, sie waren ein Politikum. Diese politische, über den triebgestörten Täter und seine Opfer hinausweisende Dimension ist allgegenwärtig in Der Totmacher. Romuald Karmakar zeichnet das Psychogramm eines Mannes und seiner Zeit. Selten hat ein Film die Unsicherheit und den mehr als nur latenten Hang zur Selbstzerstörung eines ganzen Staates -- eben der Weimarer Republik -- mit einer solchen Genauigkeit und Schärfe in seinen Bildern eingefangen.

Wie Götz George im Verlauf der Gespräche zwischen dem Mörder und dem Psychologen (dessen klares Weltbild sich weiter und weiter trübt, bis ihm schließlich keine seiner Gewissheiten bleibt) immer mehr zu Haarmann wird, ist schon gespenstisch. Da gibt es keine schützende Distanz zwischen ihm und der Rolle. Er taucht so tief ein in Haarmann, in diese verstörte und verstörende Kreatur, dass man vergisst, einen Schauspieler zu sehen. Das ist nicht das Porträt eines Monsters, eines Schlächters, der in einem Kinderlied zur Inkarnation des schwarzen Mannes wurde. Götz George erschafft hier einen Menschen, eine tragische Gestalt, die nach Liebe gierte und doch nur Tod und Zerstörung kannte. Das Monströse wird kenntlich als ein Teil des Menschlichen, mit dem wir alle umgehen müssen. --Sascha Westphal

Produktbeschreibungen

e planen den dreistesten Raubzug aller Zeiten. Ein Ex-Sträfling, der nach 10-jähriger Haft entlassen wurde, und eine Bande ausgekochter Gangster aus New York. Sie wollen ein Luxus-Apartmenthaus voll Millionärs-Wohnungen ausrauben, in dem auch seine Ex-Freundin lebt. Die Spannung steigert sich dramatisch, als die Gangster ihre Operation starten, denn die Polizei hat den Plan entdeckt und beobachtet die Ba

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
18 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Alex
Format:DVD
Zehn Jahre ist jetzt mittlerweile Romuald Karmakar's Klassiker "Der Totmacher" alt. Zehn Jahre, die dem Film aber keinerlei Abbruch tun oder gar an seiner extremen Intensität verlieren lässt.

"Der Totmacher" beruht auf den original protokollierten Aufzeichnungen während der polizeilichen-psychologischen Untersuchung und der Gespräche die mit Fritz Haarmann (genial und meisterhaft verkörpert von Götz George) während dieser ganzen 6 Wochen im Jahre 1924 von statten gingen.

Aufgebaut ist der Film als ein reines "Kammerspiel", da zu 98% des Filmes lediglich nur der Verhörraum zu sehen ist, in welchem sich (bis auf wenige Ausnahmen) zumeist nur Fritz Haarmann, der Psychologe und der psychologische Assistent (welcher die ganzen Gespräche protokolliert) darin befinden. Lediglich noch vier weitere Darsteller wird man in diesen insgesamt 110 packenden und spannenden Minuten noch zusätzlich zu Gesicht bekommen... aber jeweils nur für eine sehr, sehr kurze Zeit bis eben wieder lediglich die oben erwähnten "drei Hauptakteure" wieder von der Kamera eingefangen werden.

Trotz des "martialischen" Titels werden keine Mordopfer oder Gewaltakte dargestellt... alles findet lediglich "nur" in diesen intensiven und sehr detaillierten Gesprächen (und letztendlich somit auch in der Fantasie des Zuschauers!) statt. Vor allem Götz Georges herrausragendes Schauspiel ist von solch einer Intensität durchtränkt, das man ihm den geistig-gestörten Fritz Haarmann zu jeder einzelnen dieser spannenden und dicht-atmosphärischen Minuten abnimmt! Wahrlich eine ganz, ganz grosse Schauspielkunst, die hier geboten wird.

"Der Totmacher" gilt heute als modernes Meisterwerk des deutschen Films... und dies wahrlich zu recht. Denn DIESEN Götz George in Hochform und eine Kamera die immer nahe am Geschehen dran ist und den Zuschauer in seinen Bann reist, darf man sich definitiv NICHT entgehen lassen!

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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Dann habe ich geweint 16. April 2005
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
In Hannover wird am 23. Juni 1924 der Massenmörder Fritz Haarmann gefasst. Er gesteht 24 Morde an jungen Männern und gibt zu, die Leichenteile verzehrt zu haben. Der Polizeispitzel war den Behörden als aggressiver Triebtäter bekannt, wegen seiner Informantentätigkeit wurde aber von einer Überwachung abgesehen. 1925 wird Haarmann zum Tode verurteilt und hingerichtet. Mit Götz George in der Hauptrolle kommt der Fall 1995 unter dem Titel "Der Totmacher" unter der Regie von Romuald Karmakar, der ausschließlich Originalprotokolle benutzte, ins Kino.
Dieser Film, der nur von der Schauspielerei von Götz George lebt, der exzellent den Fritz Haarmann gibt, der von einem Professor (Jürgen Hentsch) auf seinen Geisteszustand untersucht und befragt wird, ist um einiges härter, als moderne Splattermovies.
Götz George spielt den Fritz Haarmann so überzeugend einfältig und grausam real, dass es einen schaudert.
Für knapp zwei Stunden ist man in einer anderen, in einer ziemlich kaputten Welt. George spielt so meisterhaft Sachen in die Nebensächlichkeit des Fritz Haarmann, das dem Professor und seinem jungen Schreiber (Pierre Franckh) mehr als einmal sichtlich übel wird. Absolut nebenbei redet Fritz Haarmann vom "lutschen", vom "totmachen", vom "aufschneiden" und vom "kleinschneiden". Es waren alles nur "Puppenjungs", die er da totgemacht hat. Nur wenn er damit fertig war, dann hat er immer geweint.
Fritz Haarmann gibt so freimütig Auskunft über seine Morde und sein Geschlechtsleben, das man gewillt ist abzuschalten, wäre da nicht dieser großartige Götz George. Ausstattung und Kulissen sind denkbar sparsam gehalten, was trotzdem dem Film zugute kommt. Es ist eigentlich ein Kammerspiel, nur ist diese Kammer eben eine Zelle.
Das wirklich Gruslige an diesem Film ist die Tatsache, dass Fritz Haarmann keine fiktive Figur ist, sondern eben eine historische.
Bei diesem Hintergrund verblassen Filme, wie High Tension und alle anderen, die auf reiner Fiction beruhen und nur menschlicher Phantasie entsprungen sind. Denn die Realität kann um Längen grausamer sein.
Trotz seiner Radikalität wurde "Der Totmacher" ein respektabler Kinoerfolg. Das liegt sicherlich auch an den herausragenden Darstellerleistungen, wobei Jürgen Hentsch immer zu Unrecht im Schatten des mächtig aufdrehenden Götz George stand. Ihm gelingt als zwischen Hass, Abscheu und Mitleid hin- und hergerissenem Psychologen die unauffälligere, aber mit Sicherheit nicht schlechtere Leistung.
Der Film erhielt drei Filmbänder in Gold, den Coppa Volpi bei den Filmfestspielen in Venedig für Götz Georges Darstellung des Fritz Haarmann, und wurde für den Oscar nominiert. Diese 85 Minuten menschliche Bosheit bekommen von mir jedenfalls volle 10/10 Punkten.
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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:DVD
Meiner Meinung nach und obwohl ich ungern übertreibe, ist "Der Totmacher" von Romuald Karmakar mit der beste deutsche Film aller Zeiten. Ich muss gestehen, ich habe ihn jetzt schon mindestens 30mal gesehen (zum ersten mal vor 2 Jahren). Dieser Film stellt alles in den Schatten was ich bis dato gesehen habe. Das Gespräch zwischen dem Mörder Fritz Haarmann und dem Professor Dr. Ernst Schultze ist spannungsgeladen von der ersten bis zur letzten Minute, man kann einfach gar nicht den Film irgendwann in der Mitte abbrechen, denn man kommt nicht mehr los - bis dann der Vorhang fällt. Der ganze Film spielt nur in diesem einen tristen Gesprächsraum, in dem Haarmann mal träumerisch über Himmel und Hölle, mal erschreckend emotionslos von der Ausweidung seiner Opfer berichtet. Die dritte Person im Zimmer, ein Stenograph, schreibt das Gespräch mit. Das Protokoll von damals (1924) diente diesem Film als Vorlage.
Ich muss nochmals betonen, dass der Spannungsfaden nie abreißt. Zu keiner Zeit. Grund dafür ist sicherlich auch die Darstellung Jürgen Hentsch's als Professor, der immer wieder hinter die dunkle Fassade des Haarmann blicken muss, aber nur Götz George ist zu verdanken, dass dieser Film obere Spitzenqualität erreicht. Seine Gestik und Mimik, seine mal ruhige, dann wieder fahrige und zornige, und dann wieder uns wahnsinnig erscheinende Darstellung, seine eindrückliche Spielweise sorgt für Spannung, Nervenkitzel und auch dafür, dass dem Zuschauer in so mancher Szene das Blut in den Adern gefriert. Dass der Film nur in einem Raum spielt und als eine Art Kammerspiel inszeniert ist, tut der knisternden Spannung keinen Abbruch, ist sogar zweckmäßig um sich voll und ganz der Psyche des Fritz Haarmann zuwenden zu können. Wäre es eine 08/15-Hollywoodproduktion würde man wohl mit Rückblenden und blutigen Effekten arbeiten. So aber nicht in diesem Film. Götz George erhielt für seine Darstellung den Goldenen Löwen und den Coppa Volpi bei den Biennale Filmfestspielen in Venedig und drei Filmbänder in Gold. Der Film wurde außerdem 1995 als Bester Auslandsfilm für den Oscar nominiert. Das alles zu Recht!
Jeder kann, ja muss diesen Film sehen. Er ist eine aussterbende Art in der deutschen Filmkultur, wo man sich leider fast nur noch mit flachgeistigem Popcorn-Kino berieseln lässt. Auch jene, die die Handlung nicht so interessiert oder Götz George nicht mögen, können zuschlagen. Sie werden es nicht bereuen und vielleicht sogar eines besseren belehrt.
Auf der DVD ist übrigens auch ein ziemlich "unterhaltsamer" Trailer drauf... Genial!
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Eine Sternstunde des deutschen Films
Wer sollte sich diesen Film anschauen?
a.) wer großartige Schauspielerische Leistung sehen möchte.
b. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Melanie Pohl veröffentlicht
Immer wieder beeindruckend
Absolut empfehlenswert. Minimalistische Ausstattung auf dem Punkt. Großartige Besetzung und Umsetzung. Lesen Sie weiter...
Vor 19 Monaten von J.H.Tiefenau veröffentlicht
Götz George - der Schauspieler - hier zeigt er sein Talent
In diesem Film zeigt George wirklich, was er kann. Das Szenario besteht nur aus einem Verhörraum und - 3 Akteuren. George beweißt in diesem Film seine ganze Klasse. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 23. Mai 2008 von Goldberg
Düsteres Kammerspiel
Als "Der Totmacher" seine Kino-Premiere feierte wollte Ich die Gelegenheit nutzten und sah mir damals die Spätvorstellung an. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2007 von mike nero
Der helle Wahnsinn
Der helle Wahnsinn - sowohl der Inhalt als auch die Umsetzung. Das polizeiliche Verhörprotokoll mit einem Massenmörder fast 1:1 in einen Film umzusetzen grenzt eigentlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. August 2007 von Manfred Dempf
Top Film - aber man muss es mögen
Der Film wäre stinklanweilig, wenn die Rollen nicht mit den Schauspielern besetzt wären, mit denen sie es sind. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 3. September 2006 von Hanz
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Veröffentlicht am 4. August 2006 von Xiquiripat
Oscarnominierung u.tolles Schauspiel!
Diese schauspielerische Leistung hätte den Oscar verdient. Götz George und Jürgen Hentsch sind ein Traumteam. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 12. Februar 2006 von Philipp R.
Schauspielkunst pur
Diesen Film, kann man in wenigen Worten beschreiben: Kalt, sachlich, formell, und tabulos.
In Zeiten, wo Spezialeffekte und berstende Action den Markt beherrschen, und es... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 27. März 2005 von "guinea16"
Gespenstisch gut...
Was für ein herausragender Film. Was für eine grandiose schauspielerische Leistung, die Götz George in diesem Film verbringt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Februar 2005 von Ray
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