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Der Totenwald
 
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Der Totenwald [Taschenbuch]

Ernst Wiechert
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)

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Taschenbuch --  
Taschenbuch, 1. Oktober 1996 --  
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 144 Seiten
  • Verlag: Ullstein Taschenbuch (1. Oktober 1996)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3548240380
  • ISBN-13: 978-3548240381
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,5 x 1,3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (6 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 857.226 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Ernst Wiechert
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Produktbeschreibungen

Über den Autor

Ernst Wiechert, geboren am 18.05.1887 (Kreis Sensburg, Ostpreußen) und gestorben am 24.08.1950 (Rütihof am Zürichsee), studierte in Königsberg, war bis 1933 im höheren Schuldienst tätig und ließ sich danach als freier Schriftsteller in Bayern nieder. Sein dichterisches Werk ist geprägt durch die Schwermut seiner ostpreußischen Heimat und das Erlebnis des Ersten Weltkriegs, an dem er als Offizier teilnahm. Wegen Widerstands gegen den Nationalsozialismus wurde er 1938 verhaftet und für einige Monate ins KZ Buchenwald gebracht. Nach dem Krieg siedelte er in die Schweiz über und hielt Gastvorlesungen in den USA.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
21 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Melodie des Todes 23. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Taschenbuch
"Dieser Bericht will nichts sein als die Einleitung zu der großen Symphonie des Todes, die einmal von berufeneren Händen geschrieben werden wird. Ich habe nur am Tor gestanden und auf die dunkle Bühne geblickt, und ich habe aufgeschrieben, nicht so sehr, was meine Augen gesehen haben, sondern was die Seele gesehen hat. Der Vorhang hatte sich erst zum Teil gehoben, die Lampen brannten noch matt, die großen Schauspieler standen noch im Dunklen. Aber die Speichen des schrecklichen Rades begannen sich schon zu drehen, und Blut und Grauen tropften schon aus ihrem düster blitzenden Kreis. Meine Stimme wurde aufgerufen, und sie erzählt. Andere werden aufgerufen werden und erzählen, und hinter ihnen wird die große, jenseitige Stimme sich erheben und sprechen: "Es werde Nacht!"

Was soll man angesichts dieser einleitenden Worte Ernst Wiecherts noch sagen über ein Buch, welches so einzigartig das Unaussprechliche, das Grauen und das Unmenschliche zu beschreiben versteht, das Menschen Menschen anzutun vermögen? Ernst Wiechert, geboren 1887, war als Schriftsteller und bis 1933 als Pädagoge tätig. Aufgrund seiner Solidarisierung mit Pfarrer Martin Niemöller, der in das Konzentrationslager Sachsenhausen eingewiesen wurde, verhafteten die "Nationalsozialisten" auch Wiechert und brachten ihn in das Lager Buchenwald - den "TOTENWALD". Seine Erlebnisse dort mit der Grausamkeit von Menschen gegen Menschen, davon handelt dieser Bericht in einer geradezu einzigartig tiefsinnigen und zugleich erstaunlich humanen Weise, selbst gegen die ehemaligen Peiniger. "Im zweiten Kriegsmonat schreibe ich den Bericht über den Totenwald nieder, wir vergraben ihn nachts im Garten zwischen Johannisbeerbüschen, die ihre Ernte schon getragen haben. Er liegt sechs Jahre in der Erde..." Davon, von all den Eindrücken, dem Leid und dem Unrecht, das ihm und anderen von anderen angetan worden ist, lebt sein ergreifender Tatsachenbericht, der ohne Polemik oder nur zu verständlichen Haß auskommt, und deshalb noch mehr den Leser zu beteiligen vermag, fassungslos vor dem Schicksal eines Einzelnen - der jeder von uns sein könnte. So ist es auch ein Buch wider das Vergessen, ein Mahnmal gegen jede Art der Unmenschlichkeit, auch gegen die Wiederholung. Dennoch hebt es sich ab von manch anderen Erzählungen, die ähnliches beschreiben, vor allem durch den wundervoll poetischen Stil und die überwiegend doch sachliche Erzählform, und beides zusammen vermag es, den Leser erzittern zu lassen, ihm Tränen in die Augen zu treiben angesichts des unfaßbaren Unrechts, das wir einander anzutun fähig sind. Ein Buch, das nicht nur aufgrund der Vorkommnisse in Ex-Jugoslawien vielleicht aktueller denn je ist. Ein Buch, das jeder gelesen haben sollte.

[Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.] (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)

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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Sehr lesenswert 21. Oktober 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Wiechert beschreibt seinen Werdegang seit seiner Festnahme und während der 3 Monate Haft in Birkenwald im Herbst 1938, die Gräuel, die vor allem seine Mitgefangenen ertragen mussten, die Bestialität und der abgrundtiefe Hass, die aus den Peinigern geboren wurden. Wiechert sieht auch einen Zusammenhang mit der jüngsten deutschen Geschichte, der des ersten Weltkrieges, und der daraus resultierenden Reaktion des Menschen.
Selbst wenn man die ewige Wiederholung der sogenannten Schuld des deutschen Volkes über hat, ist dieses Buch unbedingt zu empfehlen. Es zeigt wozu der Mensch fähig sein kann, wenn man ihn nur lässt. Als Leser ist man zunächst schockiert über das Geschehen, man ertappt sich darin, gleich den Gefangenen, gefahr zu laufen abzustumpfen, das Geschehen hinzunehmen und zu ertragen. Das Buch ist keine Anklage gegen den Deutschen, es ist keine verkommerzialisierte Darstellung des "Holocaust", es ist ein Tatsachenbericht eines Deutschen, eine Mahnung an die Menschheit.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Dieses Buch sollte jeder kennen, es ist ein besonders beeindruckendes Zeugnis unserer deutschen Vergangenheit : Wiechert, ein in den 30iger Jahren deutschlandweit gut bekannter, unpolitischer Dichter/Literat (Ein Menschentyp wie z.B. Siegfried Lenz) von besonnenem, aufrechtem Charakter wagt es, im Dritten Reich öffentlich für Meinungsvielfalt und Gleichheit vor dem Gesetz einzutreten und wird nach einigen Verwarnungen ohne Gerichtsurteil im Frühjahr 1938 ins KZ Buchenwald gesteckt , zur Vernichtung durch harte Arbeit im Steinbruch . Er überlebt mit Mühe, und kommt durch Fürsprache hoher Freunde im Herbst 38 wieder frei, aber mit der Ermahnung von Himmler, er solle zukünftig nicht an die Öffentlichkeit treten, sonst würde er wirklich getötet. Seine Erlebnisse im KZ , niedergeschrieben im "Totenwald" , (Im Krieg im Weckglas unterm Johannesbeerbusch vergraben) übersteigen jedes Maß an Leid und Grausamkeit, was man sich vorstellen kann.
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