Ich habe hier versehentlich mit dem vierten Band einer Serie gestartet, ohne es am Anfang wirklich zu wissen. Dadurch gab es für mich an manchen Stellen Ungereimtheiten, die ich sicherlich nicht gehabt hätte, wenn ich die drei Vorgänger bereits gelesen hätte. Daher will ich mich zum Inhalt möglichst kurz fassen, damit ich nicht unbewusst für die, die Teil 1 ' 3 schon gelesen habe, spoiler.
In dem kleinen, beschaulichen Ort Lafferton geht ein Hochzeitsmörder um. Er erschießt junge Frauen kurz vor oder nach ihrer Hochzeit und stellt die Polizei und besonders Chief Superintendent Simon Serrailler vor ein großes Rätsel. Denn bislang hat der Hochzeitsmörder keine Spur gelegt und auch kein wirkliches Motiv hinterlassen.
Während die Polizei weitere Morde verhindern will, ist Simon Serrailler nicht wirklich bei der Sache, weil sein Privatleben gerade in vielerlei Hinsicht auf den Kopf gestellt wird und ein wenig aus den Fugen gerät.
'Der Toten tiefes Schweigen' ist ein richtig guter Krimi, der einen auf fast 450 Seiten 'bei Laune' halten kann. Die Hauptprotagonisten haben mir gut gefallen und die Autorin hat genau das richtige Maß an Informationen an den Leser weitergegeben. Hier wurde man nicht mit unwichtigen Details gelangweilt, sondern mit dem Nötigsten versorgt, damit die Story rund und nicht zu langatmig wurde.
Neben der Geschichte mit dem Hochzeitsmörder, erhält der Leser auch einen Blick in das Leben von Chief Superintendent Simon Serrailler und seiner Familie, ich gehe davon aus, dass er auch in den Bänden davor eine Rolle gespielt hat. Auch lernen wir noch Helen mit ihren zwei Kindern kennen, die übers Internet einen neuen Mann findet. Auch ihre 'Geschichte' hat mir gefallen, jedoch hat sie für mich nicht wirklich eine Rolle gespielt und ich weiß nicht, in welchem Verhältnis sie zu dem Rest der Protagonisten in den Vorbänden steht.
Alles in allem war es ein guter Krimi, der mich nun neugierig auf seine Vorgänger gemacht hat.