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am 13. April 2010
Ernesto Mallo hat mit der "Der Tote von der Plaza Once" einen Kriminalroman mit großer Sogwirkung geschrieben. Er katapultiert den Leser in das Argentinien Ende der 70er Jahre; zu einer Zeit, in der die Militärdiktatur ihre eigenen Gesetze schreibt und die Grenzen zwischen Recht und Unrecht verschwimmen. Unter diesen Bedingungen ist es nicht leicht, als rechtschaffener Polizist zu arbeiten. Comisario Lascano schlägt sich dennoch auf die Seite der Gerechtigkeit - eine ehrenvolle Sache, die ihn und die Frau, die er liebt (Eva, eine Frau im Widerstand), in große Gefahr bringt...
Begeistert hat mich ganz besonders die Vielschichtigkeit der Ermittlerfigur. Lascano wird als Typ dargestellt, der gutes Essen und Trinken liebt, raucht wie ein Schlot und mit seinem feinen Riecher (deshalb auch der Spitzname El Perro, der Hund) die typischen Kriterien für einen sympathischen Ermittler à la Pepe Carvalho oder Jules Maigret erfüllt. Darüber hinaus ist es dem Autor aber auch gelungen, mit seinem Comisario einen in sich gespaltenen Melancholiker zu schaffen. Lascano ist in seinem privaten Leben ausgesprochen verletzlich. Er hat seine Frau verloren, die noch dazu im zweiten Monat schwanger war und die Lascano sich in seiner Phantasie immer noch Abend für Abend herbeiruft. So viel zur "schwachen" Seite des Ermittlers, der sich dadurch als Figur nur umso stärker dem Leser präsentiert. Stark und mutig zeigt sich Lascano, wenn es darum geht, einen Fall zu lösen, dann ist er wieder hellwach und geht vor nichts in die Knie! Eine spannende Mischung aus tiefer Verletzlichkeit und knallharter Polizeiarbeit, was die Figurenzeichnung angeht; eine hervorragende Mischung außerdem aus argentinischer Zeitgeschichte und schlau konstruiertem Plot. Ein atmosphärisch dichter, großartiger Krimi. Man kann nur auf weitere Mallo-Krimis hoffen! Absolute Lektüreempfehlung!
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am 14. Mai 2010
"Nachts, wenn alles dunkel ist und ruhig, wenn du entspannt bist, kommen ihre Strahlen bei dir an wie das Licht der toten Sterne. Das sind die Gespenster."

Als couragierter Polizist, der sich im von der Willkür der Militärherrschaft gebeutelten Argentinien für Gerechtigkeit einsetzt, ist Lascano einigen Ärger gewohnt. Doch in "Der Tote von der Plaza Once" wird der Comisario auf die Probe gestellt. Denn als ihn die Ermittlungen im Mord an dem Geldverleiher Biterman im Zentrum der jüdischen Gemeinde von Buenos Aires auf eine Spur bringen, die in die Abgründe der argentinischen Staatsstrukturen führt, sind nicht nur seine kriminalistischen Fähigkeiten gefragt. Schnell wird klar, dass die Regimeverfechter vor nichts zurückschrecken, um den Nachforschungen des scharfzüngigen Comisario ein Ende zu setzen. Lascano muss sich entscheiden: Will er weiterhin verbotene Fragen stellen und das Risiko eingehen, im Kampf gegen das System sein Leben zu verlieren? Oder ist er bereit, Moralvorstellungen und Gerechtigkeitssinn über Bord zu werfen, um die Menschen in seinem Umfeld zu schützen? Denn mit seinen Ermittlungen gefährdet er nicht nur sich selbst, sondern auch seinen besten Freund, den Gerichtsmediziner Fuseli, der ihm beruflich und privat zur Seite steht, und die Widerstandkämpferin Eva, dank derer er sich endlich von den Gespenstern befreien kann, die ihn seit dem Tod seiner Frau Marisa verfolgen...

Die Stärken des Romans liegen für mich vor allem in der geschickten Verknüpfung der unterschiedlichen Handlungsstränge, durch die der Leser trotz der häufigen Perspektivwechsel nicht den Überblick verliert. Neben der Krimihandlung, die einen eindrucksvollen Einblick in die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Buenos Aires zu Zeiten der Militärdiktatur liefert, schildert Mallo Lascanos besondere Freundschaft mit Fuseli und seine Beziehung zu Eva, die ihm die Möglichkeit gibt, endlich mit der Vergangenheit abzuschließen und wieder in die Zukunft zu blicken. Fasziniert haben mich auch die nachdenkliche Stimmung und die schonungslose Erzählweise, die auf eine Mischung aus düsterer Spannung und leisen, poetischen Tönen setzt, und den Leser immer wieder schaudern lässt. Ein Roman, den man nicht mehr aus der Hand legt, und von dem ich gerne noch ein paar Seiten mehr gelesen hätte!
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TOP 500 REZENSENTam 5. August 2011
Inhalt:
Argentinien zur Zeit der Militärdiktatur Jorge Videlas: Seit dem Tod seiner Frau lebt Comisario Lascano ein trostloses und freudloses Leben. Dann wird er zu einem Fall bestellt: am Riachuelo wurden zwei Leichen gefunden. Am Fundort findet Lascano jedoch drei Tote - eine junge Frau und einen jungen Mann, die die typischen Zeichen politischer Morde tragen, sowie einen älteren Mann, der nicht recht in diese Konstellation passt. Während Lascano nach der Identität des dritten Toten und nach einem Täter sucht, verliebt er sich in die Widerstandskämpferin Eva und begibt sich damit selbst in Gefahr.

Mein Eindruck:
Ernesto Mallo erzählt eine Geschichte, die in den 70er Jahren des 20. Jahrhunderts in Buenos Aires spielt und neben einem Mordfall die politische Situation, Verhaftungen, Erschießungen, Angst, Folter und Traumata thematisiert. Hierbei lässt er zahlreiche Personen auftreten, weswegen man anfangs ein wenig den Überblick verlieren kann. Dem Autor gelingt es, die Stimmung unter der Diktatur Videlas einzufangen, die Protagonisten glaubwürdig und realistisch zu charakterisieren und den Leser von der ersten bis zur letzten Seite zu fesseln.

Mein Resümee:
Für mich weniger ein Kriminalroman, sondern ein spannender und authentischer Roman, der dem Leser Einblicke in die argentinische Militärdiktatur bietet und bei dem die eigentliche Auflösung des Falles eher Nebensache ist.
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am 29. Dezember 2013
Comisario Lascano muß nicht nur einen dubiosen Mord aufklären, sondern sich gleichzeitig gegen die Monströsitäten der argentinischen Diktatur wehren.

DIE STORY:

Buenos Aires in Zeiten der Diktatur, Ende der 1970er Jahre. Comisario Lascano erhält einen Anruf, in dem ihm mitgeteilt wird, dass am Riachuelo zwei Leichen liegen. Lascano macht sich auf den Weg. Doch statt der zwei gemeldeten findet er gleich drei Leichen vor. Merkwürdig nur, dass zwei von Ihnen ins Gesicht geschossen worden ist – die typische Handschrift der Junta – und dass der dritte „nur“ einen Bauchschuß hat. Gegen die Mordlust der staatlichen Herrschaft ist er machtlos, weshalb Lascano beginnt im Fall des dritten - „normalen“ - Toten zu ermitteln. Schnell ist die Identität klar; der dritte Tote ist Elías Biterman, ein jüdischer Geldverleiher aus dem Once-Viertel. Je weiter Lascano jedoch ermittelt und je näher er dem Täter kommt, desto mehr muß er sich auch der Schikanen und Gewalt der Militärherrschaft erwehren. Er scheint geradezu in einem Wespennest herumzustochern und befindet sich urplötzlich in höchster Lebensgefahr...

FAZIT:

Ein sehr gelungenes Krimidebüt von Ernesto Mallo. Mallo zeichnet eine äußerst düste und bedrohliche Atmosphäre. Ständig läuft man Gefahr „aus heiterem Himmel heraus“ von den Schergen der Junta überfallen, verschleppt oder ermordet zu werden. Mallo gelingt es diese permanente Bedrohung sehr authentisch `rüberzubringen. Die Gewalt und damit einhergehend die Furcht vor dem Regime ist allgegenwärtig. Normale Polizeiarbeit ist so gut wie gar nicht möglich. Jeden Tag geht es augenscheinlich um das nackte Überleben. Dennoch versucht Comisario Lascano seinen Weg zu gehen; sich treu zu bleiben. Er ermittelt stur als Polizist in dem Mordfall immer weiter, gleichzeitig gewährt er Eva, die dem Widerstand angehört, Zuflucht und verliebt sich auch noch unsterblich in sie. Lascano ist im Grunde genommen von vornherein zum Scheitern verurteilt. Es handelt sich hier nicht um einen Krimi im eigentlichen Sinne. Vielmehr bedient sich Ernesto Mallo sehr geschickt der Versatzstücke des Krimis, um die unsäglichen Zustände in Argentinien zu Zeiten der Militärdiktatur aufzuzeigen. Dabei ist die Handlung durchgehend spannend und die sehr präsent geschilderten Lebensumstände gehen einfach unter die Haut. Ein wohltuend anderer, aber auch sehr pessimistischer, Kriminalroman, nach dessen Lektüre ich mich bereits auf Teil 2 freue.

Viel Spaß beim Nacherleben.
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am 18. August 2012
Argentinien, 1979: Das Militär hat das Land im Würgegriff. Verhaftungen, Folter, brutale Morde sind an der Tagesordnung, wenige glauben noch an die Existenz von Hoffnung und Gerechtigkeit. Einer dieser wenigen ist Comisario Lascano, der in der korrupten Welt von Polizei und Justiz versucht, seinen Job zu machen und zumindest innerhalb seiner Möglichkeiten für Recht zu sorgen.
Eines Morgens im August wird er per Funk zum Riachuelo geordert, wo zwei Leichen abgelegt wurden. Bei seinem Eintreffen findet er jedoch drei, ein offensichtlich vom Militär hingerichtetes junges Pärchen sowie einen älteren Toten, der nicht dem Muster der Junta entspricht.
Lascano und der Gerichtsmediziner Fuseli beginnen mit ihren Ermittlungen, doch mit den ersten Hinweisen auf den Mörder wird auch das Militär aufmerksam. Aber auch Lascano hat ein Geheimnis, eine junge Frau aus dem Widerstand namens Eva, die sich in seiner Wohnung versteckt und deren Tod es bedeuten würde, sollte sie ins Visier der Junta geraten.

Mein Fazit:
DER TOTE VON DER PLAZA ONCE ist ein Roman über die Zeit der Militärjunta, viel mehr als ein Krimi. Der Fall um den dritten Toten vom Richchuelo ist zwar der Aufhänger, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle, denn nach dem Auffinden der Leiche nimmt sich Ernesto Mallo mehr als die Hälfte des Romans Zeit, die handelnden Personen einzuführen und damit die damalige Situation Argentiniens zu spiegeln.
Das ist ihm meiner Meinung nach hervorragend gelungen; in einer sehr bildhaften Sprache schildert er die Atmosphäre, Gedanken und Emotionen und lässt einen damit tief eintauchen in ein zerrissenes Land.

Zwei kurze Ausschnitte:

"Je näher er der Straßenecke kam, desto schärfer stachen die Konturen hervor: Zwei olivgrüne Bedfords der Armee, die so standen, dass sie die Kreuzung abriegelten, Soldaten mit FAL-Sturmgewehren und Maschinenpistolen, ein Linienbus mit offenen Türen. Hinter den Soldaten warteten stumm und mit erhobenen Händen die Fahrgäste darauf, abgetastet und von einem noch milchgesichtigen Leutnant mit grausamen Gesichtszügen verhört zu werden.
Lascano ging achtlos vorüber. Einer der Rekruten sah dienstbeflissen zu seinem Leutnant hinüber, er wartete offenbar auf eine Anweisung, die jedoch ausblieb. Also beschränkte der Soldat sich darauf, Lascano zu beobachten. Grimmig schaute der Kommissar zurück, der Rekrut senkte die Augen. Es dämmerte allmählich." (S. 8)

"Ein Uhr. Calle Florida, Fußgängerzone. Hektik. Die galoppierende Inflation, die 1979 ausbrach und alle erfasste: Büroangestellte wie Spekulanten, selbst die Bettler waren Gefangene dieser Hektik. Wer im Besitz von Pesos war, beeilte sich, sie auszugeben, denn binnen kürzester Zeit waren sie das Papier nicht mehr wert, auf dem sie gedruckt wurden. Wer keine Pesos hatte, hatte nichts.
Es war August, und die Winterkälte raffte viele alte Menschen dahin. Auch Amancio fühlte sich am Ende: Er versank in Schulden, und die Schulden, die ihm am meisten zu schaffen machten, waren die bei Biterman. Der Jude konnte ihm jederzeit den Todesstoß versetzen und den Deckel von dem Topf nehmen, in dem seine Zukunft kochte." (S. 72)

Einen zweiten Teil um Comisario Lascano gibt es schon:
Der barfüßige Polizist von der Calle San Martín: Roman (Lascano ermittelt)
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TOP 500 REZENSENTam 16. April 2010
in kleiner Vogel - von einem Flüchtenden aus seinem Käfig befreit, fliegt hinaus in die Freiheit, die ihm vielleicht während all der Jahre in seiner Gefangenschaft so verheißungsvoll erschienen war. Er lässt sich auf einem Zaun nieder und wie aus dem Nichts schießt eine Katze hervor und zerknackt sein Köpfchen mit einem Biss, wie eine Nuss.
Diese Schilderung nach bereits weit fortgeschrittener Handlung ist für mich, als habe der Autor damit die gesamte Essenz des Buches erfasst, denn dieses Schicksal ereilt nicht nur den Vogel...
Dies ist gewiss nicht der spannende Thriller mit der perfekten Mischung aus Mord, Ermittlung und eingebetteter Liebesgeschichte. Es ist vielmehr ein leises Buch, das allein aufgrund der Schilderung des "ganz normalen Alltags" die düstere Stimmung wieder gibt, in der Argentinien versunken war. Erschießungen und Folter waren an der Tagesordnung, Menschen verschwanden einfach so, und mitten in all dem, ein Kommissar, der in einem "legalen" Mordfall versucht, den Mörder zu ermitteln.
Die Absurdität des Ganzen zeigt sich sehr bald, denn der Tote liegt zwischen zwei anderen Leichen, die offensichtlich Opfer der Militärs geworden sind, doch das sind Morde, nach denen niemand fragen darf.

Auf seiner Suche nach den Schuldigen stößt Lascano auf Eva, die sich vor den Militärs verstecken muss und deren Leben er mit aller Macht schützen will, denn sie bewahrt ihn vor den Gespenstern seiner Vergangenheit, die ihn allabendlich heimsuchen. Auch hier sind es wieder eher die leisen Töne, die diese Liebe mit einer ganz besonderen Sprachmagie schildern und die am Ende des Buches noch eine ganze Zeit nachklingen, gestattet man den Geschehnissen noch eine Weile im Gedächtnis zu verweilen...

Fazit: Für Freunde eher ruhiger und nachdenklicher Lektüre, für Fans leiser Töne, die es verstehen, genau hinzuhören.
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am 18. Februar 2011
Nun, was weiß man schon über die Geschichte Argentiniens? Eher wenig, insofern ist das Buch nicht nur ein Krimi, sondern beschreibt auch die Situation, in der sich das Land befindet. Die Diktaturen sind noch nicht lange vorbei und es gibt viel aufzuarbeiten. Wer sich für ein paar Hintergründe und mehr als das übliche "Detektiv-sucht-Täter-Spiel" interessiert, sei dieses Werk empfohlen.
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am 10. März 2012
Militärdiktatur in Argentinien, die Menschenrechte werden mit Füßen getreten, es herrschen Angst und Misstrauen, Weggucken und die Erleichterung, wenn es einen selber nicht erwischt hat. Was so ein Unrechtsstaat aus Menschen macht und wie schwer es ist, anständig zu bleiben, sich nicht korrumpieren zu lassen, davon erzählt die Geschichte.
Der Held, Kommissa Lascano, ist einer von denen, die unbeirrbar ihrem Gewissen folgen. Er muss in diesem korrupten Land einen Mord aufdecken, den das System zugedeckt halten will. Wir erfahren von einer wichtigen Freundschaft, von der tiefen Trauer über den Tod seiner Ehefrau und von einer beginnenden neuen Liebe zu Eva, einer Widerstandskämpferin.
Die vielen Stränge der Handlung sind gut angelegt und werden sorgsam aufgebaut. Die Protagonisten sind glaubwürdig und realistisch charakterisiert, sie binden sofort das Interesse des Lesers, man will mehr von ihnen erfahren, wird das Buch schon deshalb nicht aus der Hand legen.
Mich hat die Sprache begeistert, die an keiner Stelle plump oder flach wird. Mit ihr gelingt es Mallo, die Düsternis und Tragik dieses Landes und seiner Menschen herauf zu beschwören. Aber er ist auch jemand, der mit leisten poetischen Tönen umgehen kann.
Hier wird wieder einmal deutlich, dass auch ein Krimi Literatur sein kann. Und die Geschichte selber? Von einer Relevanz, die bleibt, weil Unrechtsstaaten nie der Vergangenheit angehören werden.
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am 26. Januar 2014
Ich habe diesen Krimi regelrecht verschlungen. Ein Kollege welcher keine Beziehung zu Argentinien hat, war auch begeistert vom Buch. Auch war er geschockt, über die Umstände während der Diktatur. Ernesto Mallo hat seinen Krimi perfekt in die Diktatur eingebettet. Man erfährt auch interessante Details aus dieser Zeit, wie das Entsorgen der Leichen aus dem Flugzeug in den Rio de la Plata.
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am 28. März 2010
"Der Tote von der Plaza Once" von Ernesto Mallo ist ein atmosphärisch ebenso dichtes wie düsteres Buch über einen lakonischen, aber im Herzen aufrichtigen Kommissar, der nach seiner verlorenen Liebe sucht. Und er tut dies zu einer Zeit, in der in Argentinien die Willkür und die Brutalität einer Militärdiktatur herrschen. Mallo fängt nicht nur hervorragend die bedrückte Stimmung im Lande ein, er beschreibt auch seine Protagonisten auf eine überzeugend authentische, lebendige Art. Dabei wechselt er geschickt die Erzählperspektiven, so dass man als Leser stets den Überblick über das Geschehen behält ' und seine Helden doch nicht vor drohendem Unheil warnen kann.
Mit knapp über 200 Seiten ist Mallos spannender Thriller leider etwas kurz geraten. Dennoch ist "Der Tote von der Plaza Once" eine ebenso eindrucksvolle wie nachdenkliche Geschichte über das dunkle Kapitel Argentiniens.
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