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Der Tote im Schnee [Gebundene Ausgabe]

Kjell Eriksson
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: Kiepenheuer (2003)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 337800651X
  • ISBN-13: 978-3378006515
  • Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 14,8 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.190.652 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Während der Vorweihnachtszeit wird in der mittelschwedischen Stadt Uppsala eine verstümmelte Leiche im Schnee gefunden. Kommissar Ola Haver und seinem Ermittlungsteam ist der Tote John Jonsson als früherer Kleinkrimineller bekannt, der allerdings im Gegensatz zu seinem zwielichtigen Bruder Lennart den Ausstieg geschafft hatte. Doch aus welchem Grund wurde der arbeitslose Schweißer und Zierfischzüchter derart brutal ermordet? Als die Ermittlungen ins Stocken kommen, sucht Haver bei seiner Kollegin Ann Lindell Rat. Trotz ihres Mutterschaftsurlaubs beginnt sich die allein stehende Ann mit dem Fall zu beschäftigen.

Zeitgleich streift der hasserfüllte Vincent Hahn durch die Straßen Uppsalas. Er will sich für alle in seinem Leben erlittenen Demütigungen rächen. Der Psychopath attackiert zunächst eine ehemalige Schulkameradin, muss aber flüchten. Als die Ermittler seine Spur aufnehmen, finden sie heraus, dass Hahn auch mit dem Toten im Schnee zur Schule gegangen war. Daraus schließen sie auf ein Tatmuster, nach dem sich der Psychopath an Peinigern aus seiner Schulzeit rächen will. Die Situation spitzt sich zu, als Lennart Jonsson, der Bruder des Ermordeten, sich ebenfalls auf einen Rachefeldzug begibt. Dabei macht er mit seinen Verdächtigungen nicht einmal vor der Frau und dem kleinen Sohn seines Bruders Halt.

Der Tote im Schnee ist ein atmosphärisch dichter Kriminalroman, der durch seine zahlreichen Perspektivwechsel und verwirrenden Personenkonstellationen jedoch nur langsam in Fahrt kommt. Erst mit der Zeit löst sich dieser Nebel. Danach gelingt Kjell Eriksson mit seinem zweiten in Deutschland erschienen Kriminalroman um Ann Lindell nicht nur eine psychologisch feinsinnige Darstellung der Ermittlungsarbeit Havers und seiner Kollegen, sondern auch eine schonungslose Schilderung der Abgründe zwischen den Träumen einfacher Menschen und den Demütigungen, die sie im Arbeitermilieu der alten Universitätsstadt Uppsala erdulden müssen. --Christian Koch


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachdenklich und spannend - ein erstklassiger Krimi 15. Dezember 2003
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinem zweiten in deutscher Übersetzung erschienenen Kriminalroman hat sich Kjell Eriksson noch einmal gesteigert. Der Plot ist clever ausgedacht und führt den Leser mehr als einmal in die Irre. Verschiedene Handlungsstränge werden kunstvoll zu einem atmosphärisch dichten Roman verflochten und so folgt man mit wachsendem Interesse den Ermittlern bei ihrer Arbeit, die wenig spektakulär, dafür aber sehr realistisch und glaubhaft dargestellt wird, und den in eine düstere Mordgeschichte verstrickten Protagonisten. Wie schon in "Das Steinbett" haben die Personen Tiefe und zwingen den Leser, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, denn alle Beteiligten werden mit Respekt geschildert - auch die einsamen, seelisch entgleisten, zu grausamen Taten gedrängten. Dabei gelingt es Eriksson, den Spannunsbogen konstant zu halten und dabei vollkommen ohne Effekte auszukommen. Nebenbei erfährt man viel darüber, wie sich der Winter anfühlen mag in den weniger lichtglänzenden Vierteln von Uppsala: kalt, trist und wenig weihnachtlich. Absolut lesenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Prinzessin aus Burundi 10. August 2004
Von zueribueb TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Tote im Schnee" ist bereits der vierte Krimi um die Kommissarin Ann Lindberg. In diesem Buch greift sie allerdings nur am Rande ins Geschehen ein, da sie sich eigentlich im Mutterschaftsurlaub befindet. Das Buch heisst eigentlich, wenn man den schwedischen Titel wortwörtlich übersetzt, etwas mysteriös "Prinzessin aus Burundi". Damit gibt Kjell Eriksson den Lesern einen wagen Hinweis, warum der Zierfischzüchter John Jonsson tot im Schnee geendet hat. Der Titel ist eine Metapher für einen Lebenstraum und den Wunsch nach einer anderen, besseren Zukunft, was in dieser Welt allerdings keinen Platz hat.
Kjell Eriksson liefert einen durchaus spannenden Krimi ab, wobei er atmosphärisch dicht die kleinbürgerlichen Verhältnisse mit all ihren persönlichen Demütigungen in der mittelschwedischen Stadt Uppsala und die speziellen familiären Verhältnisse der Protagonisten schildert, allerdings erreicht dieses Buch nicht die Klasse von Mankells Wallander-Romanen. Problematisch ist die Erzählperspektive, die ständig wechselt. Der Krimi wird also nicht einzig oder vor allem aus der Sicht eines ermittelnden Polizisten geschildert. Da die Serienheldin eigentlich gar nicht ermitteln dürfte, gibt es auch keine richtige Hauptfigur. Folglich braucht der Roman sehr lange, bis er richtig in Fahrt kommt.
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Auf einer Schneekippe in Uppsala wird die Leiche von John Jonsson gefunden. Der Mann wurde gefoltert und verstümmelt, während zu Hause seine Frau Berit und der Sohn Justus auf ihn warteten.
Jonsson, ein arbeitsloser Schweißer, war begeisterter Aquarianer und ein Experte für die Zucht von afrikanischen Buntbarschen. Sein Bruder Lennart, seit jungen Jahren ein kleiner Ganove, kann die Untat nicht fassen und will versuchen, auf eigene Faust den Täter zu finden, während gleichzeitig die schwedische Polizei das Umfeld des Verstorbenen unter die Lupe nimmt, um den Mörder dingfest zu machen.
Kommissarin Ann Lindell ist im Erziehungsurlaub und mit ihrem neun Monate alten Sohn Erik beschäftigt, den sie alleine groß zieht. Deshalb müssen die Beamten um Kommissar Ola Haver sich kurz vor Weihnachten mit dem Mord beschäftigen, dessen Motiv weitgehend unklar ist. Auf jeden Fall hat der kleine John beim Pokerspiel eine Menge Geld gewonnen, von dem niemand weiß, wo es hingekommen ist und zur gleichen Zeit beginnt ein ehemaliger Schulfreund seine verrückten Ideen in die Tat umzusetzen. Er versucht eine gemeinsame Schulfreundin zu vergewaltigen, er tötet seine Schwägerin und vielleicht ist er auch der Mörder John Jonssons? Aber erst muss die Polizei seiner habhaft werden. Und Ann Lindell bekommt schnurstracks Lagerkoller und beginnt auf eigene Faust zu schnüffeln.
Kjell Eriksson hat sich mit seinem dritten Kriminalroman um die Kommissarin Ann Lindell "Der Tote im Schnee" würdig in die aktuelle Riege der schwedischen Kriminalautoren um Henning Mankell und Hakan Nesser eingereiht.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Broschiert
Der Tote im Schnee, der zum besten Kriminalroman des Jahres 2002 in Schweden gewählt wurde, war meine erste Begegnung mit dem skandinavischen Autor Eriksson, aber sicher nicht meine letzte. Der Plot ist wohl durchdacht. Eriksson schafft eine unheimlich dichte, manchmal auch düstere Atmosphäre und bietet dem Leser geschickt immer mehrere Lösungen an. Dadurch besitzt das Buch einen tollen Spannungsbogen und das obwohl Erkisson sehr bedächtig, fast behutsam erzählt. Aber gerade dadurch fesselt der Autor den Leser mehr an das Buch als manche Autoren, aus deren Büchern das Blut tropft.
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3.0 von 5 Sternen ein Schwedenkrimi 9. Juni 2009
Von Jamse
Format:Broschiert
Der "Tote im Schnee" war mein erster Schwedenkrimi. Ich habe ihn mir auf Grund des Handlungsortes Uppsala ausgewählt, weil ich dort bald für ein halbes Jahr wohnen werde.

Der Untertitel verrät, dass es ein Fall für Ann Lindell ist. Allerdings taucht die "Hauptdarstellerin" erst in der Mitte des Buches auf.
Die anderen Darsteller haben zum Teil keine Verbindung miteinander. Zugegeben, dadurch wird man erst auf eine falsche Fährte gelockt, wer denn der Mörder des kleine Johns sein könnte. Der eigentliche Mörder kommt erst in den letzten 50 Seiten vor. Leider wird das eigentliche Motiv erst dann bekannt und dadurch ist alles sehr verwirrend. Auch das Ende mit dem Bruder des kleinen Johns ist sehr komisch...

Ich vergebe dennoch drei Sterne, weil sich das Buch sehr leicht lesen lässt und einen guten Schreibstil hat. Und auch, weil der Krimi in Schweden spielt...
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