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Der Tote im Schnee: Ein Fall für Ann Lindell
 
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Der Tote im Schnee: Ein Fall für Ann Lindell [Broschiert]

Kjell Eriksson , Paul Berf
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Broschiert: 336 Seiten
  • Verlag: Aufbau Tb; Auflage: 2., Aufl. (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746621550
  • ISBN-13: 978-3746621555
  • Originaltitel: Prinsessan av Burundi
  • Größe und/oder Gewicht: 19 x 11,4 x 2,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 233.264 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Kjell Eriksson
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Aus der Amazon.de-Redaktion

Während der Vorweihnachtszeit wird in der mittelschwedischen Stadt Uppsala eine verstümmelte Leiche im Schnee gefunden. Kommissar Ola Haver und seinem Ermittlungsteam ist der Tote John Jonsson als früherer Kleinkrimineller bekannt, der allerdings im Gegensatz zu seinem zwielichtigen Bruder Lennart den Ausstieg geschafft hatte. Doch aus welchem Grund wurde der arbeitslose Schweißer und Zierfischzüchter derart brutal ermordet? Als die Ermittlungen ins Stocken kommen, sucht Haver bei seiner Kollegin Ann Lindell Rat. Trotz ihres Mutterschaftsurlaubs beginnt sich die allein stehende Ann mit dem Fall zu beschäftigen.

Zeitgleich streift der hasserfüllte Vincent Hahn durch die Straßen Uppsalas. Er will sich für alle in seinem Leben erlittenen Demütigungen rächen. Der Psychopath attackiert zunächst eine ehemalige Schulkameradin, muss aber flüchten. Als die Ermittler seine Spur aufnehmen, finden sie heraus, dass Hahn auch mit dem Toten im Schnee zur Schule gegangen war. Daraus schließen sie auf ein Tatmuster, nach dem sich der Psychopath an Peinigern aus seiner Schulzeit rächen will. Die Situation spitzt sich zu, als Lennart Jonsson, der Bruder des Ermordeten, sich ebenfalls auf einen Rachefeldzug begibt. Dabei macht er mit seinen Verdächtigungen nicht einmal vor der Frau und dem kleinen Sohn seines Bruders Halt.

Der Tote im Schnee ist ein atmosphärisch dichter Kriminalroman, der durch seine zahlreichen Perspektivwechsel und verwirrenden Personenkonstellationen jedoch nur langsam in Fahrt kommt. Erst mit der Zeit löst sich dieser Nebel. Danach gelingt Kjell Eriksson mit seinem zweiten in Deutschland erschienen Kriminalroman um Ann Lindell nicht nur eine psychologisch feinsinnige Darstellung der Ermittlungsarbeit Havers und seiner Kollegen, sondern auch eine schonungslose Schilderung der Abgründe zwischen den Träumen einfacher Menschen und den Demütigungen, die sie im Arbeitermilieu der alten Universitätsstadt Uppsala erdulden müssen. --Christian Koch -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Kurzbeschreibung

Ann Lindell, die forsche und ein bißchen unkonventionelle Kommissarin, steckt mitten in den Weihnachtsvorbereitungen, als Ola Haver bei ihr vorbeischaut. Er leitet die Untersuchungen im Mordfall Jonsson und ho8t auf den Rat der erfahrenen Kollegin, die ihren Mutterschaftsurlaub genießt. Lindell mischt sich wider besseres Wissen ein: Sie ermittelt auf eigene Faust. Eine sympathische Kommissarin, atmosphärische Dichte, sozialkritische Töne und die rauhe nordische Landschaft verbinden sich zu einem packenden Krimivergnügen.

"So schnörkellos und treffend geschrieben, daß man einfach nur noch mehr lesen möchte von diesem neuen Schweden." Darmstädter Echo

"Kjell Eriksson schlägt Henning Mankell. Sein neuer Roman kommt düster daher, mit einem klirrend kalten Ton." Rheinischer Merkur Zweifacher Krimipreisträger in Schweden: "Kriminalroman des Jahres 2002" für Der Tote im Schnee "Krimipreis für Debütanten"


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Mit seinem zweiten in deutscher Übersetzung erschienenen Kriminalroman hat sich Kjell Eriksson noch einmal gesteigert. Der Plot ist clever ausgedacht und führt den Leser mehr als einmal in die Irre. Verschiedene Handlungsstränge werden kunstvoll zu einem atmosphärisch dichten Roman verflochten und so folgt man mit wachsendem Interesse den Ermittlern bei ihrer Arbeit, die wenig spektakulär, dafür aber sehr realistisch und glaubhaft dargestellt wird, und den in eine düstere Mordgeschichte verstrickten Protagonisten. Wie schon in "Das Steinbett" haben die Personen Tiefe und zwingen den Leser, sich mit ihnen auseinanderzusetzen, denn alle Beteiligten werden mit Respekt geschildert - auch die einsamen, seelisch entgleisten, zu grausamen Taten gedrängten. Dabei gelingt es Eriksson, den Spannunsbogen konstant zu halten und dabei vollkommen ohne Effekte auszukommen. Nebenbei erfährt man viel darüber, wie sich der Winter anfühlen mag in den weniger lichtglänzenden Vierteln von Uppsala: kalt, trist und wenig weihnachtlich. Absolut lesenswert.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Prinzessin aus Burundi 10. August 2004
Von zueribueb TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Tote im Schnee" ist bereits der vierte Krimi um die Kommissarin Ann Lindberg. In diesem Buch greift sie allerdings nur am Rande ins Geschehen ein, da sie sich eigentlich im Mutterschaftsurlaub befindet. Das Buch heisst eigentlich, wenn man den schwedischen Titel wortwörtlich übersetzt, etwas mysteriös "Prinzessin aus Burundi". Damit gibt Kjell Eriksson den Lesern einen wagen Hinweis, warum der Zierfischzüchter John Jonsson tot im Schnee geendet hat. Der Titel ist eine Metapher für einen Lebenstraum und den Wunsch nach einer anderen, besseren Zukunft, was in dieser Welt allerdings keinen Platz hat.
Kjell Eriksson liefert einen durchaus spannenden Krimi ab, wobei er atmosphärisch dicht die kleinbürgerlichen Verhältnisse mit all ihren persönlichen Demütigungen in der mittelschwedischen Stadt Uppsala und die speziellen familiären Verhältnisse der Protagonisten schildert, allerdings erreicht dieses Buch nicht die Klasse von Mankells Wallander-Romanen. Problematisch ist die Erzählperspektive, die ständig wechselt. Der Krimi wird also nicht einzig oder vor allem aus der Sicht eines ermittelnden Polizisten geschildert. Da die Serienheldin eigentlich gar nicht ermitteln dürfte, gibt es auch keine richtige Hauptfigur. Folglich braucht der Roman sehr lange, bis er richtig in Fahrt kommt.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Auf einer Schneekippe in Uppsala wird die Leiche von John Jonsson gefunden. Der Mann wurde gefoltert und verstümmelt, während zu Hause seine Frau Berit und der Sohn Justus auf ihn warteten.

Jonsson, ein arbeitsloser Schweißer, war begeisterter Aquarianer und ein Experte für die Zucht von afrikanischen Buntbarschen. Sein Bruder Lennart, seit jungen Jahren ein kleiner Ganove, kann die Untat nicht fassen und will versuchen, auf eigene Faust den Täter zu finden, während gleichzeitig die schwedische Polizei das Umfeld des Verstorbenen unter die Lupe nimmt, um den Mörder dingfest zu machen.

Kommissarin Ann Lindell ist im Erziehungsurlaub und mit ihrem neun Monate alten Sohn Erik beschäftigt, den sie alleine groß zieht. Deshalb müssen die Beamten um Kommissar Ola Haver sich kurz vor Weihnachten mit dem Mord beschäftigen, dessen Motiv weitgehend unklar ist. Auf jeden Fall hat der kleine John beim Pokerspiel eine Menge Geld gewonnen, von dem niemand weiß, wo es hingekommen ist und zur gleichen Zeit beginnt ein ehemaliger Schulfreund seine verrückten Ideen in die Tat umzusetzen. Er versucht eine gemeinsame Schulfreundin zu vergewaltigen, er tötet seine Schwägerin und vielleicht ist er auch der Mörder John Jonssons? Aber erst muss die Polizei seiner habhaft werden. Und Ann Lindell bekommt schnurstracks Lagerkoller und beginnt auf eigene Faust zu schnüffeln.

Kjell Eriksson hat sich mit seinem dritten Kriminalroman um die Kommissarin Ann Lindell "Der Tote im Schnee" würdig in die aktuelle Riege der schwedischen Kriminalautoren um Henning Mankell und Hakan Nesser eingereiht. Selbst die Stockholmer Polizei bescheinigt dem schreibenden Gärtner aus Uppsala, die Ermittlungsarbeit der Beamten mit höchster Authentizität beschrieben zu haben.

In der Übersetzung von Paul Berf erfährt man einen sehr leisen Krimi, der nicht von großem Spektakel und Action lebt, sondern die Menschen in ihren Situationen fast alltäglich beschreibt, dabei aber nie die düsterschwere Seelenpein eines Henning Mankell aufkommen lässt. Natürlich verzeichnen auch die Personen in Erikssons Geschichte Gefühle, aber diese machen nicht den Großteil der Erzählung aus und stören insbesondere in keiner Weise den Handlungsablauf. Einfühlsam zeichnet Eriksson die Menschen aus Uppsala, so dass man sich fast in jede Figur hinein versetzen kann, denn die Probleme sind so beschrieben, wie sie du und ich selbst erleben können.

Und obwohl dieses Buch nie in einen knallharten Thriller ausartet, beginnt die Spannung von Seite zu Seite zu steigen. Eriksson schlägt gekonnt einen Haken nach dem anderen und wer zu früh glaubt, den Täter zu kennen, der wird mehrmals eines Besseren belehrt. Zusätzlich zur Aufklärung des Verbrechens bereiten auch noch die zwischenmenschlichen Spannungen zwischen Ann Lindell und Ola Haver ein interessantes Beobachtungsfeld, bei dem man sich immer wieder fragt: kriegen sich die beiden nun, oder doch nicht? Ann Lindell ist in diesem Roman nicht die bestimmende Handlungsträgerin. Ihre Präsenz ist zwar folgerichtig integriert, doch der gesamte Ablauf dreht sich um mehrere Akteure.

Der Erzählstil Erikssons ist durchaus dazu angetan, den Leser bei der Stange zu halten. Seine Wortwahl und seine Sätze machen keine Schnörkel. Der Autor erzählt ungezwungen drauf los und die Dialoge sind genau so, wie unsereins zu sprechen pflegt. Auch die beschriebenen Familienzwistigkeiten sind Alltagssituationen, wie sie jeder erleben kann, so dass dem Leser eigentlich nichts fremd vorkommt, außer vielleicht die Situation um einen Mord und die Eigentümlichkeiten rund um den verdächtigen Schulkollegen.

Im Großen und Ganzen muss man diesem Krimi ein sehr positives Urteil aussprechen. Zum Einen weil er nicht in die mittlerweile übliche schwedische Pseudopsychologiekerbe schlägt, zum Anderen aber gekonnt das Lokalkolorit einer schwedischen Kleinstadt im Winter darstellt. Mit diesem Buch hat sich Eriksson eine hohe Bewertung in den oberen Krimi-Couch-Regionen sicherlich verdient und darf getrost allen Fans skandinavischer Literatur als Leseempfehlung ans Herz gelegt werden.

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