"Der Tote im Fels" (detebe 23130 - Erstauflage Haymon-Verlag Innsbruck 1993) ist der erste Tschonnie Tschenett-Roman. Bei Bauarbeiten für einen Eisenbahntunnel auf der Südtiroler Seite des Brenners wird eine Leiche aus dem massiven Fels freigesprengt. Keinem ist klar, wie er dort hingekommen ist. Der neben dem Toten liegende Aktenkoffer wird - aus nicht ganz plausiblem Grund - von Tschonnie Tschenett, einem umtriebigen Lkw-Fahrer, an sich genommen. Der einzige Schluß, den der Leser daraus ziehen kann, ist, daß den Lkw-Fahrer Tschonnie Tschenett das Aufklären merkwürdiger Vorkommnisse mehr interessiert, als das Herumfahren mit seinem Lkw. Auf der Suche nach dem Tathergang, dem Tatmotiv und der Identität des Toten macht er die Bekanntschaft übler Existenzen: von Grundstücksspekulanten, alten Nazis, Neonazis und dubiosen Geheimdienstleuten. Dabei stellt er fest, daß die Tat nicht im Zusammenhang mit der Begradigung der Brenner-Eisenbahnstrecke erfolgt ist, sondern mit dem Jahrhundertprojekt des Brenner-Basistunnels zusammenhängt. Tschonnie Tschenett klärt mit seinem merkwürdigen Charme und seiner Unverfrorenheit den Tathergang, findet das Tatmotiv und die Täter. Unklar bleibt nur, wieso ein derartig cleverer Ermittler dies nicht hauptberuflich tut.