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Außer diesem Mord beunruhigen nächtliche Überfälle auf ehrbare Bürger die Einwohnerschaft der Stadt. Die Recherchen bei der Suche nach der, dem oder den Schuldigen des ermittelnden Amtmannes Wagner erweisen sich als schwierig und oftmals ergebnislos. Zudem scheinen die sich offensichtlich ergebenen Erkenntnisse nicht automatisch als richtig. Falsche Spuren und Hinweise verhindern zudem eine schnelle Aufklärung, eher korrumptiv begleitet von der Familie Herrmanns.
Petra Oelker schafft es ausgezeichnet, authentische Stimmungen zu erzeugen, realistische Situationen gut recherchiert und Empathie erzeugend zu erzählen. Die handelnden Figuren sind ausgesprochen plastisch und individuell wahrnehmbar, Orte, Landschaften und Situationen tauchen schier real vor einer und einem auf. Das macht die Geschichten plausibel, gut lesbar und spannend. Auch wenn bisweilen der Plot etwas nachlässt und sich die Vorgänge etwas gemächlich vor sich hin entwickeln, bleibt der Roman stets interessant und stimmig.
„Der Tote im Eiskeller" ist ein atmosphärisches Buch, ein guter historischer Einblick in die Lebenswirklichkeit des 18. Jahrhunderts in einer Großstadt und ein einfach guter Krimi. © 11/2005, Uli Geißler, Freier Journalist, Fürth/Bay.
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