Amazon.de-Hörbuchrezension
Da staunt Mr. Tipps nicht schlecht: In seiner Badewanne liegt ein Fremder! Noch dazu ein Nackter, bekleidet alleine mit einem Zwicker. Und tot ist er obendrein! Lord Peter Wimsey dagegen ist von der Nachricht über den skurrilen Fund sofort angetan -- schließlich interessiert sich der Hobbykriminalist brennend für alles Absonderliche. Außerdem ähnelt der Tote einem Börsenmakler, der vor kurzem verschwunden ist. Ist er der mysteriöse Nackedei?
Mit Der Tote in der Badewanne startete die britische Autorin Dorothy Leigh Sayers 1923 ihre Krimireihe um den eleganten Hobbydetektiv Lord Peter Wimsey. Dass es einmal so etwas wie Hörbücher geben wird, hätte Sayers sich sicher nicht träumen lassen. Doch wenn, hätte sie wohl für jemanden wie Christian Brückner als Vorleser plädiert. Der Schauspieler und Synchronsprecher (unter anderen von Robert de Niro, Marlon Brando) schafft es alleine durch den leicht nasalen, snobistischen Klang seiner Stimme und ohne helfende Hintergrundgeräusche, Musik etc. britisches Flair ins heimische Wohnzimmer zu zaubern. Der hintergründige Humor der Autorin, ihre nuancierten Gesellschaftsbeschreibungen sind bei Brückner in besten Händen, nichts geht verloren auf dem Weg vom geschriebenen zum gesprochenen Wort. Ein Grund mehr, Dorothy L. Sayers, eine der großen alten Damen der britischen Kriminalliteratur, (wieder) zu entdecken. --Beate Strobel
Lesung, Spieldauer: 370 Minuten, 5 CDs; erhältlich als MC (3933199573) oder CD.
-- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe:
Hörkassette
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Kurzbeschreibung
Ein Fremder liegt tot in der Badewanne des arglosen Mr. Thipps. Todesursache ist ein Schlag auf den Kopf. Gleichzeitig verschwindet in London spurlos der berhmte Bankier Reuben Levy. Lord Peter Wimsey nimmt sich der beiden Flle an und wittert sogleich, dass hier eine Verbindung besteht. Er beweist, dass ein Toter aus dem Krankenhaus entfliehen kann. Damit allerdings hat der eiskalte Mrder nicht gerechnet.
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Autorenporträt
Dorothy Leigh Sayers, geboren am 13. Juni 1893 als Tochter eines Pfarrers und Schuldirektors aus altem englischem Landadel, war eine der ersten Frauen, die an der Universität ihres Geburtsorts Oxford Examen machte. Sie wurde Lehrerin in Hull, wechselte dann aber für zehn Jahre zu einer Werbeagentur. 1926 heiratete sie den Hauptmann Oswald Atherton Fleming. Als Schriftstellerin begann sie mit religiösen Gedichten und Geschichten. Auch ihre späteren Kriminalromane schrieb sie in der christlichen Grundanschauung von Schuld und Sühne. Ihre über zwanzig Detektivromane, die sich durch psychologische Grundierung, eine Fülle bestechender Charakterstudien und eine ethische Haltung auszeichnen, sind inzwischen in die Literaturgeschichte eingegangen.