Alan Ladd war in den 50er Jahren regelmäßig in den Top 10 der amerikanischen Filmstars zu finden. Seinen Durchbruch erzielte er 1942 mit 'Die Narbenhand' (This Gun For Hire). Sein Genre waren Actionfilme wie OSS, Gauner und Gangster, In Ketten um Kap Horn u.a.
Eigenartigerweise drehte er seinen ersten Western und gleichzeitig seinen ersten Technicolorfilm erst 1948 mit 'Der Todesverächter' ('Whispering Smith'). Ladd, der Mitte der 40er Jahre eine Ranch in der Umgebung von LA baute, lernte dort das Reiten, was ihm in seinen Western zugute kam.
In 'Der Todesverächter' spielt Alan Ladd den Eisenbahndetektiv Luke 'Whispering' Smith, der eine Reihe von Eisenbahnüberfällen aufklärt, in die sein Freund Robert Preston verwickelt ist.
Der Film ist tempo-und actionreich inszeniert. Regisseur ist Leslie Fenton, ein ehemaliger Schauspieler, der in den Vierzigern einige Filme für Paramount drehte, so z. B. auch 'Saigon' mit Alan Ladd. Paramount hatte viel in 'Der Todesverächter' investiert, neben Technicolor ist eine Westernstadt zu erwähnen mit eigenem Railroadtrack, die später in vielen anderen Filmen und in der Fernsehserie Bonanza Verwendung fand.
Der Film war ein Box Office Knüller, fand aber leider nie die Wertschätzung von John Ford oder John Sturges Filmen.Es wird erzählt,das George Stevens, der Regisseur von Ladd's größtem Erfolg 'Shane', ihn aufgrund seiner Performance in 'Whispering Smith' engagierte.
Die DVD besticht mit Digitalbearbeitung und satten, leuchtenden Farben. Welch einen Unterschied dies ausmacht verdeutlicht ein Vergleich mit dem ebenfalls enthaltenen Originaltrailer, der nicht digitalisiert ist. Außerdem wurde der Film vor einigen Jahren von der ARD neu synchronisiert.
Auf jeden Fall ein 5 Sterne Film, insbesondere für Ladd-Fans.