Zum Klappentext: Lest ihn nicht! (Das gilt für die Ausgabe des PortoBello/Goldmann-Verlags in der einmaligen Sonderauflage 2003)
Also wirklich! Der Mensch, der diesen Klappentext verbrochen hat, der hat mindestens eine Abmahnung verdient. Wer diesen Klappentext (sowohl der auf der zweiten Seite im Buch, als auch der auf der Rückseite) vorher liest, der kann sich im Prinzip das ganze Buch schenken, denn es wird die komplette Spannung gnadenlos gekillt. Da konnte sich Clive Cussler noch so viel Mühe mit den diversen Spannungsbögen geben, der Verlagsmitarbeiter hat jeden einzelnen verraten! Also, wer das Buch kaufen will, Augen weg von den Klappentexten!
Ok, nun zum Buch. Man merkt auf den ersten Blick, das dieser Dirk-Pitt-Roman schon über 20 Jahre alt ist. Aber das ist nicht negativ gemeint, ganz im Gegenteil. Wie ich zum Roman "Akte Atlantis" schon geschrieben habe, nach 30 Jahren "Dirk Pitt" muss er sich immer was neues einfallen lassen, immer spektakulärere und vielfach unglaubwürdigere Sachen. "Der Todesflug von Cargo 03" stammt aus dem Jahr 1978 und der Roman ist erfrischend unbelastet. Dirk Pitt ist noch nicht der Übersupermann, Al Giordinio spielt eher nur eine Nebenrolle und nicht den heldenhaften Retter in der Not und dieser Roman strotzt nicht vor Werbung für Firmen, die Tauchausrüstungen herstellen. Der Roman ist sehr spannend, es gibt wie bei Cussler üblich zwei Handlungsstränge, die sich am Ende zu einem unerwarteten Finale zusammenfinden. Man sollte beim Lesen allerdings im Auge behalten, das Cussler seinen Roman zehn Jahre in der Zukunft spielen lässt, also von Standpunkt der Erstveröffentlichung an gesehen 1988. Jetzt im Nachhinein kommen dem Leser einige Sachen recht seltsam vor, aber das liegt in der Natur der Dinge. Clive Cussler ist schließlich kein Hellseher. Oder doch? Jedenfalls hat die NUMA ein Gerät anscheinend im täglichen Gebrauch, das erst ein Jahr später nach der Erstveröffentlichung des Romans in "Krieg der Sterne" im Kino zu sehen war.
Fazit: Diese einmalige Sonderauflage sollte man sich nicht entgehen lassen. Es ist ein Dirk-Pitt-Roman der wesentlich besseren Art.