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Der Tod von Sweet Mister: Roman [Gebundene Ausgabe]

Daniel Woodrell , Peter Torberg
3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

25. Juni 2012
Eine aufwühlende Familiengeschichte und zugleich ein dunkles Märchen über das Erwachsenwerden. Daniel Woodrell schildert eindrucksvoll das Schicksal eines Jungen, der zu früh die Nachtseiten des Lebens kennenlernt und hierüber seine Unschuld verliert.Ein Sommer wie ein schleichender Übergang ins Verhängnis. Der dreizehnjährige Shug Akins wächst auf dem weiten Ozark-Plateau im Süden Missouris heran, ein Außenseiter inmitten der maroden Sehnsüchte des amerikanischen Hinterlands. Seine Mutter Glenda, eine verblühende Schönheit, hängt an der Flasche, während sein Vater Red die Familie mit unberechenbarer Gewalt tyrannisiert. Als Red beginnt, Shug zu Einbrüchen anzustiften, gerät das labile Gleichgewicht ins Schwanken. Shug lernt zu stehlen, zu lügen und aufzubegehren. Gerade da taucht Jimmy Vin Pearce auf, mit seinem grünen Ford Thunderbird und der Verheißung auf eine andere, bessere Welt. Doch als Glenda sich mit ihm einlässt, entlädt sich ein lange unterdrücktes Gemisch aus Eifersucht und Hass, und der Traum von der Lebensflucht wird zur tödlichen Falle Mit der Unausweichlichkeit einer antiken Tragödie beschreibt Daniel Woodrell die Eskalation menschlicher Passion in urwüchsige Gewalt. Mit jeder neuen Seite verwischt er die Grenzen zwischen Notwehr und Mord, Rache und Befreiung und nähert sich jenem unheilvollen Scheidepunkt, an dem das letzte Opfer auf dem Weg zur Erlösung die eigene Unschuld ist.

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Der Tod von Sweet Mister: Roman + Die Stadt der Toten: Ein Fall für die beste Ermittlerin der Welt
Preis für beide: EUR 31,89

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 192 Seiten
  • Verlag: Liebeskind; Auflage: 1., Deutsche Erstausgabe (25. Juni 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3935890958
  • ISBN-13: 978-3935890953
  • Originaltitel: The Death of Sweet Mister
  • Größe und/oder Gewicht: 19,4 x 13 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 100.146 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Woodrells Schreibkunst kommt der Perfektion nahe. Sprache, Handlung, die Figuren – alles greift ineinander, makellos und kraftvoll.« THE NEW YORK TIMES

Über den Autor

Daniel Woodrell, 1953 geboren, wächst in St. Louis und Kansas City auf. Mit siebzehn verlässt er die Highschool und meldet sich bei den Marines. Nach dem College nimmt er am renommierten Iowa Writers’ Workshop teil. Sein Romandebüt »Cajun-Blues« erscheint 1986. Für den Roman »Tomato Red« erhält er 1999 den Preis des amerikanischen P.E.N., im selben Jahr verfilmt Ang Lee seinen Roman »Wer mit dem Teufel reitet«. 2010 wird die Verfilmung von »Winters Knochen« beim Sundance Film Festival als bester Film ausgezeichnet und für vier Oscars nominiert. Daniel Woodrell lebt mit seiner Frau in Missouri.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man wird geboren und fällt unter die Menschen. 14. Juli 2012
Von Helga Kurz TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Der 13-jährige Shug wird von dem Mann, der entweder sein Vater ist oder auch nicht, nur Fettsack genannt. Red hat keine beiläufige Präsenz; wenn er da ist, setzt es meist Prügel für den Jungen und für seine verhängnisvoll attraktive Mutter Glenda, die wie ein getretener Straßenköter ihren Herrn zwar hasst, aber ihn vorläufig, mangels Alternative, die nur aus einem anderen Mann bestehen kann, nicht verlassen will. Shug, der von seinem auf Bewährung freien, drogenabhängigen Vater auf Diebestouren gezwungen wird und Schwerkranken ihre Medikamente vor der Nase entwenden muss, ist emotional völlig auf sich alleine gestellt. Zwar ist er der 'Sweet Mister' seiner gurrenden Mutter, aber er steht an der Schwelle zur Pubertät, und als er sich auch von ihr im Stich gelassen fühlt, "zerbarst die Flasche, in der ich mein Leben lang all die Schreie verkorkt hatte" und das Verhängnis nimmt seinen vom Leser mit Grausen erwarteten Verlauf. In dieser Story kommt niemand ungeschoren davon.

Wie in "Winter's Bone" siedelt Woodrell seine Geschichte im Hinterland und Hinterhof des amerikanischen Traums an, im ländlichen Süden Missouris. Wieder steht ein sehr junger Mensch im Mittelpunkt, der mehr ertragen und schultern muss, als er psychisch ertragen kann. In tiefer Armut lebend, bleibt nur der Fernseher mit seinen trivialen Shows und Serien, einer Glitzerwelt, die nichts mit der verwahrlosten Umgebung des Jungen zu tun hat. Als der Koch Jimmy Vin Pearce, "ein Mann, der sich so kleidet, wie einer, der immer Arbeit gehabt hat", in seinem grünen Thunderbird mit makelloser weißer Innenausstattung auftaucht, bringt er die Verheißungen einer Welt mit sich, die Mutter und Sohn nur aus dem Fernseher kennen. Glenda, deren Sexappeal noch nicht allzu sehr vom übermäßigen Alkoholkonsum angegriffen ist, wirkt stark auf Männer. Sex und Gewalt ist das Gemisch, das immer um sie ist und das ihr Sohn täglich einatmet. Als der gewalttätige Red eines Tages verschwunden bleibt und der Junge die letzten fürchterlichen Spuren von ihm im Haus getilgt hat, wittert Glenda einen Ausweg, in der Shug am Ende aber auf der Strecke bleiben muss. Aber der Junge ist schon viel zu lange Opfer seiner Lebensumstände und will nicht alleine untergehen.

Erzählt wird diese Geschichte menschlicher Verrohung aus der oft flapsigen Sicht des Jungen. Zuweilen, vielleicht eine Spur zu häufig, nehmen seine Vergleiche etwas Gekünsteltes, leicht Verstiegenes an: "Dabei handelte es sich um die Art von Spaß, der sich von der Leine riss und allen anderen in die Quere kam." Oder: "Seine Stimme schien für mich immer voll von diesen Würmern zu sein, die einen fressen, wenn man tot ist." Hier schlägt die Stimme des längst erwachsenen, fabulierfreudigen Autors allzu deutlich durch, es ist fraglich, ob ein ungebildeter Dreizehnjähriger seine Gedanken so ungewöhnlich auf den Punkt bringen kann. Der Wucht des sich anbahnenden Verhängnisses tut das aber keinen Abbruch. Als Leser leidet man mit diesem Jungen, der schon so sehr in den dicken Mauern seiner radikalen Einsamkeit gefangen ist, dass die Hoffnung auf Befreiung und ein völlig anderes Leben nur sehr schwach flackert. Die Wahrscheinlichkeit, dass er als erwachsener Mann seiner Umgebung ebenfalls gewaltigen Schaden zufügen wird, ist groß und dass sein Leben nicht gut verlaufen wird, ebenfalls. Das aber bleibt Spekulation. Zwar existiert am Ende des Buches "Sweet Mister" nicht mehr, Shug aber, an der Schwelle zum Jugendlichen, der die Opferrolle gründlich satt hat, ist immer noch da. Künftig sollen seine Regeln gelten. Sein erstes Opfer ist seine Unschuld, die sich in diesem Milieu erstaunlich lange gehalten hat.

Ob Daniel Woodrell eigene Jugenderlebnisse in diese Geschichte einfließen ließ, weiß ich nicht. Eine von mehreren Widmungen in diesem Buch, die erste, deutet darauf hin: '"Zur Erinnerung an Billy M. und jene 2nd-Street-Küche voller Diebesgut.'"

Eine Variation von Winter's Bone, eine mir fremde Welt, die ich außerhalb von Buchdeckeln nicht kennenlernen möchte und von deren Existenz ich dennoch schon vorher gewusst habe. Woher, wie lange, das kann ich gar nicht benennen. Puzzleteile zu solchen Leben hat wohl jeder von uns schon gesehen. Gut, wenn sie nicht ins eigene passen.

Helga Kurz
14. Juli 2012

Winters Knochen: Roman

Winter's Bone
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Herausragend 7. September 2012
Von Eleda
Format:Gebundene Ausgabe
Ein ganz besonderes Buch, das die extrem gewaltvolle Jugend eines Jungen im ländlichen Amerika beschreibt. Es gibt einen Einblick in die Lebenweise der armen Bevölkerung, die wenig Chancen auf Bild hat.
Körperliche Gewalt, Alkohol, Drogen, Armut und keine Bildung - ein trostloses Amerika in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Manches wird nur angedeutet, aber man es versteht zwischen den Zeilen.
Sprache und Stil sind perfekt. Man hat das Buch noch lange nach dem Lesen weiterbeschäftigt. Absolut empfehlenswert
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Buch, das wehtut ... 23. Oktober 2012
Von Hamlet TOP 1000 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Erzählt wird die Geschichte aus der Perspektive des heranwachsenden Shug, geschrieben in der Sprache, die dem Slang der ungebildeten Hinterwäldler angelehnt ist. Der Junge hat keine Freunde, geht nicht zur Schule und ist damit beschäftigt, das alltägliche Leben der Erwachsenen zu organisieren.

Von einer Familie kann man hier kaum sprechen: Glenda, die Mutter, ist lebensuntüchtig, alkoholabhängig und schwelgt in Erinnerungen an alte Zeiten, als sie noch jung, sexy und begehrenswert war. Red, ihr Lebensgefährte, ist ein zu Gewaltexzessen neigender Krimineller, der nur damit beschäftigt ist, den nächsten Bruch auszubaldowern, bei dem ihn Shug unterstützen muss. Glenda nennt den Jungen Sweet Mister" in Erinnerung an ihre große Liebe, aber sie verhält sich ihm gegenüber nicht wie eine Mutter, sondern kokett und provozierend. Sie geizt nicht mit ihren Reizen und ist sich zu keinem Zeitpunkt der Konsequenzen ihres Verhaltens bewusst. Und so nimmt dann auch eine verhängnisvolle Ödipus-Geschichte ihren Lauf.

Die Erwachsenen bieten dem Heranwachsenden keine Werte und keine Orientierung, sondern leben lediglich ihren Trieben und ihren Süchten, ohne Reflexion und Gewissen. Ein mieses Leben, geprägt durch Mangel und Gewalt, in dem es keine Liebe sondern nur Begehren gibt, das unausweichlich in die Katastrophe führt.

Der Autor Daniel Woodrell, von der Kritik als White Trash Poet" und der Erfinder des Hillbilly Noir" bezeichnet, hat eine Geschichte vom Erwachsenwerden unter den widrigsten Umständen, die man sich nur vorstellen kann, geschrieben. Ein Junge, der in ein Leben hineingeworfen wurde, aus dem es für ihn kein Entkommen mit heiler Haut gibt.

Ein erschütterndes Buch, das ich während des Lesens immer wieder zur Seite legen musste, weil die Beschreibung dieser unheilvollen Beziehungen fast nicht auszuhalten war.

Mich hat Der Tod von Sweet Mister" (im Original 2001 erschienen) wesentlich stärker beeindruckt als Woodrells Winters Knochen" (im Original "Winter's Bone", 2006 erschienen), der literarischen Vorlage für den Oscar nominierten Hollywood-Film.
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4.0 von 5 Sternen Trostlos aber gut
Ein merkwürdiges, raues, ungeschliffenes Buch, dass es einen nicht gerade leicht macht – vor allem das Fehlen eines wirklichen Sympathieträgers, abgesehen vom... Lesen Sie weiter...
Vor 20 Tagen von Apendix3000 veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen gutes Buch
Das ist ein wirklich nettes kleines Buch, nichts ganz Großes aber interessant und gut geschrieben.Es lohnt sich auf jeden Fall.UDK
Vor 1 Monat von Ulf Krüger veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Gut gemeint
Hochgelobt wird dieser Roman insbesondere vom US-Feuilleton. dahinter stehen wohl nationale Befindlichkeiten. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Sl.Winston veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Gewalt beherrscht den Alltag
Der Roman von Daniel Woodrell ist nichts für zarte Gemüter. Die Figur des Red ist gezeichnet von Hass und Gewalt, die er fast an jedem auslässt und Woodrell... Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Uwe Ditzen veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Die besten Beeren stecken zwischen den Dornen
Die gebirgige Landschaft der Ozarks im südlichen Missouri hat etwas idyllisches, die weiten grünen Felder und das Gebirge das sich am Horizont abzeichnet stechen als... Lesen Sie weiter...
Vor 9 Monaten von Jürgen Zeller veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Schade
Hatte einen Roman a la Charles Bukowski erwartet. Leider war es dann doch ein eher oberflächlich geschriebenes Buch, welches sich zwar recht flüssig liest, aber den... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Christian Arens veröffentlicht
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