Ein Kriminalkommissar, der einen gnadenlosen Mörder jagt und nebenbei noch seine Tochter alleine erzieht, ein Serienmörder, der einen Auftrag zu erfüllen hat, die raue und mystische Atmosphäre Frieslands und eine Profilerin, die aus den hintergründigen und anscheinend wirren Zeichen, die der Täter hinterlässt, eine Struktur erkennt, bilden den Hintergrund in diesem spannend erzählten und handlungsreichen Kriminalroman.
Autor Ulrich Hefner erzählt atmosphärisch dicht und ist ein ausgezeichneter Beobachter. Ob der Brutplatz von Austernfischer, ein Fischkutter auf hoher See oder das Haus eines Kapitäns, detailgetreu nimmt Hefner den Leser mit in die Umgebung seiner Figuren ohne jedoch zu langweilen. Aber er schildert auch einfühlsam und mit einer bedrückenden Authentizität die Lebensrealität eines Serienmörders, ohne die Schicksale der Opfer vergessen zu lassen.
Kurzum, ein gelungenes Plot, das den Leser in eine Welt hinter der Welt entführt, in der die bekannte Realität von anderen Maßstäben beherrscht wird. Am Ende weiß der Leser, dass nicht alles ist, wie es scheint. Am Ende schließt sich der logische Kreis der Motivation und alle offenen Fragen finden ihre Antworten.
Schwarz-Lila ist Hefners erster Roman im Krimi-Genre. Doch es ist ein absolut gelungenes Debüt, das Laune auf mehr aus seiner Feder macht.