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Der Tod ist mein Beruf: Roman
 
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Der Tod ist mein Beruf: Roman [Taschenbuch]

Robert Merle
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 293 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (29. August 2011)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746627869
  • ISBN-13: 978-3746627861
  • Originaltitel: La mort est mon métier
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,4 x 2,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.275 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Von der Banalität des Bösen Inspiriert vom Tagebuch des Lagerkommandanten Rudolf Höß schrieb Merle diesen ersten Holocaust-Roman aus Tätersicht, der ihn weltberühmt machte. Die einzigartige Psychostudie eines Massenmörders aus Gründlichkeit und Gehorsam erschüttert selbst ein halbes Jahrhundert nach ihrem Erscheinen noch in ihrer schonungslosen, banalen Logik. „Wann endlich wird man den Mut haben, diesen Roman als unverzichtbare Ergänzung zu Hannah Arendts ›Bericht von der Banalität de Bösen‹ zu sehen?“ Le Monde "Dieser Roman ist genau das, was an Littell gerühmt wird: groß und kalt." Die Welt „Ein grausiges Buch, das man gelesen haben muss." Stuttgarter Zeitung

Über den Autor

Robert Merle wurde 1908 in Tébessa in Algerien geboren. Nach Schule und Studium in Frankreich war er von 1940 bis 1943 in deutscher Kriegsgefangenschaft. 1949 erhielt er den Prix Goncourt für seinen ersten Roman "Wochenende in Zuydcoote", 1952 gelang ihm ein weltweiter Erfolg mit "Der Tod ist mein Beruf". Robert Merle starb im März 2004 in seinem Haus in Montfort-l"Amaury in der Nähe von Paris.

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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Die Banalität des Bösen 16. Februar 2012
Von Gospelsinger TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Wie muss ein Mensch ticken, um ein Konzentrationslager zu führen, um seine Tage damit zu verbringen, die Tötungsmaschinerie immer weiter zu optimieren? Wie wird aus einem niedlichen Baby ein Massenmörder?
Robert Merle hat in einer hervorragend gelungenen Mischung aus fiktiven und historischen Elementen die Geschichte des Lagerkommandanten Rudolf Höß, im Buch Rudolf Lang genannt, nachgezeichnet.
Gleich die erste Szene ist beklemmend und macht die Angst, die Rudolf vor seinem offensichtlich psychisch kranken Vater hat, fast greifbar. Der Vater ist einmal fremdgegangen, deshalb vor Schuldgefühlen völlig durchgedreht und terrorisiert seine Familie auf unfassbare Weise.
Mit dem Jungen Rudolf kann man noch Mitleid haben, er hat ja noch keine Verbrechen begangen. Und dass er es später tut, hängt sicherlich auch damit zusammen, wie er von seinem Vater behandelt, ja, geradezu gefoltert wurde.
Von klein auf an ist Rudolf fasziniert vom Militär, was sicherlich nicht nur mit der Familientradition zusammenhängt, sondern auch mit dem extremen Gehorsam und dem zwanghaften Ordnungssinn, von den Eigenschaften, die ihm von seinem Vater abverlangt wurden, und die ihm ein Gefühl der Sicherheit vermitteln.
Sein Vater allerdings hat andere Pläne. Sein Sohn soll Priester werden, um die Sünden des Vaters zu sühnen. Als der Vater stirbt, ist das auf den ersten Blick eine Befreiung für Rudolf, der nun von zu Hause wegläuft und sich trotz seines zu geringen Alters freiwillig zum Militär meldet, um in den Ersten Weltkrieg zu ziehen.
Das Militär ist allerdings nicht gerade der richtige Ort, um die Folgen der Erziehungsmethoden des Vaters zu überwinden, im Gegenteil, sie werden noch verstärkt.
So entsteht eine Persönlichkeitsstruktur, die leider nur allzu oft fatale Konsequenzen zeitigt. Denn eine solch angstvolle, duckmäuserische, gehorsame Person ist in Behörden und beim Militär nur allzu gut aufgehoben. Gehorchen, sich einordnen, nicht hinterfragen, das sind die Eigenschaften, mit denen man in hochhierarchischen Strukturen Karriere machen kann. Übrigens nicht nur im Nationalsozialismus.
Dass Rudolf Lang, i.e. Höß, in der Hierarchie der Nationalsozialisten schnell aufsteigt, ist daher nicht verwunderlich. Auch die Aufgabe, das Konzentrationslager Auschwitz zu leiten und die Tötungsfabrik zu perfektionieren, erfüllt er vorbildlich. Er steigert die Tötungsrate durch den Einsatz von Zyklon B und baut riesige Öfen, um die vielen Toten effektiv beseitigen zu können.
Dabei hat er nicht das geringste Unrechtsbewusstsein, fehlen ihm doch jegliche Empathie, jegliche Fähigkeit zu menschlicher Wärme und Zuneigung. Seine Kälte und Distanz lassen einen frösteln. Lediglich für seine Pferde entwickelt er Gefühle, mehr jedenfalls als für seine Frau.
Höß fühlte sich bis zuletzt nicht schuldig, er hatte doch nur seine Pflicht getan und die Befehle seiner Vorgesetzten ausgeführt. Er machte eben nur so gründlich wie möglich seine Arbeit. Wie so viele seiner Zeitgenossen.
Dieses Buch beschreibt auf sehr eindringliche und lange nachwirkende Weise die Banalität des Bösen. Unbedingt lesen!
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Erschreckend 11. März 2012
Von Lexi
Ich habe die letzte Seite dieses Buches umgeblättert und brauchte eine Weile, um die Fassung wieder zu erlangen.

Dieses Buch, das ich bewusst gewählt und gelesen habe, ist ein 'Buch der Geschichte'. Der Protagonist Rudolf Lang hat tatsächlich existiert. Er hieß in Wirklichkeit Rudolf Höß und war Lagerkommandant von Auschwitz. Der Autor selber schreibt im Nachwort: 'Es übersteigt jedes Vorstellungsvermögen, dass Menschen des 20. Jahrhunderts, die in einem zivilisierten Land Europas lebten, soviel Methode, Findigkeit und schöpferische Gaben eingesetzt haben sollen, um einen riesigen industriellen Komplex zu errichten mit dem Ziel, ihresgleichen MASSENWEISE zu ermorden.' Und ich gebe ihm recht. Wohl wissend, worauf ich mich mit der Wahl dieses Buches einlasse, wollte ich der notwendigen Konfrontation mit diesem Thema nicht aus dem Weg gehen. Die Geschichte des Rudolf Lang, der einen teuflischen Plan zur massenhaften Ermordung von Juden ersann ' und wir sprechen hier von 2,5 Millionen jüdischen Bürgern, die Lang ermordete, wie er selber im Verhör zugegeben hatte ' jene Geschichte ist eiskalt und Lang handelt ohne die kleinste menschliche Regung. Man muss Robert Merle zugute halten, dass er sich um Sachlichkeit bemüht ' trotz allem entsteht eine derartige Fassungslosigkeit beim Lesen der vielen Details, der Brutalität, Gewissen- und Skrupellosigkeit von Lang und seinen Mordgesellen. Dieses 'Geschöpf' (Menschlichkeit kann man Lang nach der Lektüre dieses Buches nicht mehr zusprechen) erstickte jede menschliche Regung in seinem gesamten Umkreis sofort im Keim und es wird einem übel beim Lesen der Verleumdungen und Aussagen der SS-Mitglieder über Juden. Das gesamte Leben des Rudolf Lang ist ein 'Handeln nach Befehl'. Kein Hinterfragen der Befehle. Niemals Emotionen. Nur das sture und völlig skrupellose Befolgen dieser Befehle. Als er seiner Frau Elsie gegenüber aussagt, er würde aufgrund eines Befehles seines direkten Vorgesetzten, des Reichsführers Himmler, 'natürlich' auch seinen eigenen kleinen Sohn Franz erschießen, stockte mir als Leser der Atem. Gewalttätigkeit, Rassismus und Fanatismus, Brutalität und Skrupellosigkeit, gepaart mit dem völligen Fehlen jeglicher menschlicher Regungen und selbstverständlich auch keinerlei Gewissensbisse oder Reue ' der Stoff, aus dem Monster geschaffen sind.

Möge Gott uns davor bewahren, dass sich die Geschichte in irgendeiner Form wiederholen könnte und Menschen zulassen, dass sie zu Marionetten und Befehlsempfängern werden, die foltern und morden.
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