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Der Tod ist ein Meister aus Wien: Leben und Taten des Amon Leopold Göth
 
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Der Tod ist ein Meister aus Wien: Leben und Taten des Amon Leopold Göth [Gebundene Ausgabe]

Johannes Sachslehner
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (9 Kundenrezensionen)
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Hochgewachsen, elegant ist er, ein wahrer Wiener Gentleman, interessiert an Literatur und Musik ein Traum von einem Mann schwärmt später seine Geliebte Ruth Irene Kalder. Geboren 1908 und von der Familie nur zärtlich Mony gerufen, will der Verlegersohn Amon Leopold Göth Großes erreichen, doch es fehlen die Voraussetzungen: Die Oberrealschule hat er abgebrochen, nicht die Matura interessiert ihn, sondern der neue Geist, der ihm aus den Reihen der Hakenkreuzler entgegenweht. Bereits 1925, als 17-jähriger, tritt er einer Jugendgruppe der NSDAP in Waidhofen an der Thaya bei und von da an wird ihn die Begeisterung für die braune Revolution Adolf Hitlers nicht mehr verlassen. Seine erste Ehe ist nach kurzer Zeit am Ende, allein bei den Kameraden von der SS, der er 1930 beigetreten ist, fühlt er das richtige Leben. Nach dem Anschluss 1938 heiratet er noch einmal, als sein erstes Kind, ein Sohn, im Alter von wenigen Monaten stirbt, verlässt er im Frühjahr 1940 die Familie und bricht auf ins Generalgouvernement. Hier, im Gangster Gau des großmäuligen Hans Frank, winken Abenteuer und Karriere: Im Stab des Kärntners Odilo Globocnik, dem Drahtzieher der Aktion Reinhardt, lernt er rasch Gefallen zu finden am Massenmord an den Juden, aus dem man, wenn man es nur geschickt anfängt, auch entsprechenden Profit ziehen kann eine echte Herausforderung für seine verbrecherische Intelligenz. Erfolge als Organisator in einigen kleinen Lagern ebnen ihm den Weg: Im Februar 1943 wird er zum Kommandanten des neu eröffneten Zwangsarbeitslagers Plaszów bei Krakau ernannt. 500 Tage wird er als König von Plaszów herrschen, Herr über Leben und Tod sein, gefürchtet von Zehntausenden, die schutz- und rechtlos seiner sadistischen Willkür ausgesetzt sind.

Über den Autor

Johannes Sachslehner, geboren 1957 in Scheibbs, studierte an der Universität Wien Germanistik und Geschichte (Dr. phil.) und unterrichtete von 1982 bis 1985 an der Jagiellonen-Universität Krakau als Gastlektor für deutsche Sprache und Literatur, danach im Archiv- und Verlagswesen tätig, seit 1989 Verlagslektor; Lehrbeauftragter der Universität Wien mit Schwerpunkt österreichische Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Betrachtet man den eigentlichen Buchtitel "Der Tod ist ein Meister aus Wien", so kann dieser direkt Mehrdeutig ausgelegt werden.
Im Vergleich zu den wirklichen und auch definitv belegbaren Taten des Lagerchefs Göth, ist das nicht machbar.

Grausamkeit, Kaltblütigkeit und unerbittlicher Hass, den Amon Göth ausstrahlt und verkörpert, bereiten während der Lektüre des Buches gar "dem Wissenden Leser", bzw. dem geschichtlich Bewanderten ein Neues fast kaum messbares Maß an Schrecken.
Die geschilderten Taten, die sich während des 2. Weltkrieges in Plaszow zugetragen haben, belaufen sich fernab jeder Menschlichkeit.

Natürlich sind die schrecklichen Taten einiger Nazi Massenmörder schon länger bekannt, doch das Buch von Sachslehner schlägt im wahrsten Sinne ein neues Kapitel auf.
Die tragische Darstellung der bewegenden Einzelschicksale der Lagerhäftlinge, die berührenden Familiengeschichten, Erzählungen von Trennung und ewigem Abschied werden hier ebenso erwähnt wie jene Personen, die sich im direkten Umfeld von Göth aufhielten.
Die empathische Verbindung zwischen Leser und "Opfer" scheint zwar direkt zu Beginn ein grauenvolles Limit zu erreichen, das im Laufe der Biographie jedoch wieder durch unvorstellbare Taten und Handlungen sprichwörtlich niedergerissen wird.

In anderen Worten: Man kann sich die mentalen, sowie die physischen Leiden der vorkommenden Menschen wohl nicht ansatzweise vorstellen, obgleich einen während des Lesens eine unglaubliche Wut, gepaart mit einer fast paralysierenden Hilflosigkeit, die wiederum schnell in Verachtung den Tätern gegenüber mündet.
Die Person Amon Leopold Göth war leider nicht nur skruppelloser Vollstrecker von willkürlichen Todesurteilen, viel mehr besaß er die zweifelhafte Fähigkeit jene zu beanspruchen, die ähnlich herzlos auf die gleiche Weise töteten.

Göth, der durchschnittliche Schüler, unauffällig im Wesen, fast schon zu normal wurde im Laufe der Jahre, mit Anstieg seiner politischen Macht, mit Wachstum seiner persönlichen Reputation zu dem Monster, der eine komplette jüdische Generation auf ewig prädigen sollte.
Seinen widerlichen Anspruch über das Leben und den Tod von unschuldigen entscheiden zu wollen, lässt ihn im Nachhinein noch berechnender und unmenschlicher erscheinen.

Die Biographie von Johannes Sachslehner macht genau diesen Prozess deutlich, den doch so viele Vor- als auch während seiner Zeit durchmachten. Unterstützt, begünstigt und gefördert von der SS Maschinerie, konnte er seinen Weg zum grausamen Lager Kommandanten fast ohne Hindernisse bewältigen.
Das Leid und den ständigen Druck seiner Nähe ausgesetzt zu seinen, haben vor allem seine Frau und seine unzähligen Geliebten erfahren müssen.
Ein Leben an der Seite eines unberechenbaren Killers prägte auch deren Leben entscheidend.

Erschreckendes Fazit, betreffend des Menschen Amon Göth: Töten kann zur Routine, wenn nicht gar zur Befriedigung der eigenen "Gelüste" werden. In diesem Buch wird deutlich, in welch einen Strudel der damalige Lagerchef geraten ist. Ein Strudel aus willkürlichem töten, sadistischen quälereien und perverser Freude an der Grausamkeit.

Fazit zur Lektüre: Eine detaillierte Biographie über eine im negativen Sinne interessante Persönlichkeit. Realistisch dargestellt, brilliant geschrieben und recherchiert. Ein Paradebeispiel zu was Menschen im Umgang mit anderen Menschen fähig sein können. Erschreckend, trauigerweise faszinierend.
Absolut empfehlenswert!
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22 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Ein großartig geschriebenes und recherchiertes Buch über eine Bestie. Amon Leopold Göth war ein Massenmörder, der aus Vergnügen tötete und quälte. Wann immer die Diskussion um den Holocaust zu erlöschen droht, sollte man sich ein Buch wie dieses zur Hand nehmen. Sachslehner zeigt auf erschreckende Art und Weise, wie töten und quälen zu einer Banalität werden. Er zeigt aber auch welcher Kleingeist und perfider Sentimentalist sich hinter dem Täter verbirgt. Höchst empfehlenswerte Lektüre!
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26 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Helga König #1 HALL OF FAME REZENSENT TOP 10 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Das vorliegende Buch thematisiert das Leben des Kommandanten des Konzentrationslagers Plaszow bei Krakau: Amon Leopold Göth ( 1908- 1946), der von seinen Freunden " Mony " genannt wurde. Wer den Film " Schindlers Liste " gesehen hat, konnte sich bereits einen Eindruck von diesem Schurken verschaffen, wobei die Realität die Darstellung im Film an Schlechtigkeit bei Weitem übertrifft.

Einige Wochen habe ich benötigt um dieses Buch zu Ende zu lesen, obgleich es sehr gut recherchiert und geschrieben ist. Sich mit den Handlungen eines Sadisten auseinanderzusetzen, der allein eigenhändig 500 Menschen umgebracht hat, ist kein Lesevergnügen.Was macht einem Menschen so grausam und seelenlos?

Nach dem Krieg wurde Göth des Völkermordes im Rahmen des NS-Vernichtungsfeldzuges gegen Juden und Polen angeklagt. Dabei wurden fünf Anlagepunkte wurden formuliert: 1) Göth wurde beschuldigt als Kommandant des Zwangsarbeiterlagers Plaszow den Tod von etwa 8.000 Menschen verursacht und dabei immer wieder auch eigenhändig getötet zu haben. 2) Vorgeworfen wurde ihm des Weiteren während der von SS-Obersturmbandführer Willy Haase durchgeführten " Liquidierung " des Krakauer Ghettos den Tod von etwa 2.000 Menschen verschuldet zu haben. 3) Beschuldigt wurde er ebenfalls , während der "Liquidierung" des Ghettos in Tarnow die Deportation von etwa 8.000 Menschen angeordnet zu haben und während dieser Aktion" eine unbestimmte Anzahl von ihnen ermordet zu haben 4) Auch bei der schrittweisen Auflösung des Lagers in Szebnie zwischen September 1943 und dem 3.2.1944 trat Göth als Killer auf. Man klagt ihn an den Befehl zu Ermordung zahlreicher Lagerinsassen bzw. zur Deportation von Häftlingen in andere Lager gegeben. 5) Schließlich wurde Göth angeklagt sich Wertsachen der im Lager inhaftierten Juden angeeignet zu haben: Gold und Geld, aber auch Kleidung, Möbel und andere bewegliche Habe. Man beabsichtigte ihm dabei nachzuweisen, dass er diese Gegenstände ins "Reich" verschoben hatte. Der Wert der Schätze betrug mehrere Millionen Zloty.

Der Prozess gegen Göth fand in Krakau statt. Man konnte dem Nazi-Schurken alle Verbrechen nachweisen, deshalb auch wurde er vom Gericht zum Tode verurteilt und am 13.9.1946 in Plaszow erhängt. ( vgl. S. 372-374)

" Der Tod ist ein Meister aus Wien " berichtet zunächst von der Kindheit und Jugend dieses kaltblütigen Killers, der kein Musterschüler war, die höhere Schule nicht schaffte und schon früh mit nationalsozialistischem Gedankengut liebäugelte. In Wien geboren und dort in bürgerlichen Verhältnissen aufgewachsen, trat er 1931 in die NSDAP ein. Johannes Sachslehner berichtet detailliert von Göths Werdegang, insbesondere seinen Erfahrungen in Vernichtungslagern, um schließlich den Alltag in Plazow zu thematisieren.

Der Autor beschreibt den jungen Göth als intelligenten, sportlichen "Macher", der bis zur Selbstaufgabe ehrgeizig, aggressiv und skrupellos war, wenn es um die Erreichung eines Ziels ging. Göth war bereit zu töten, nicht weil er die Juden, Polen oder " Zigeuner " hasste, so der Autor, sondern " weil das Töten in der Welt der SS-Männerelite an sich zu einem neuen Wert geworden ist: Wer nicht " hart " genug ist , um zu töten, kann im Kreis der Kameraden keine Führungsaufgaben übernehmen. Mony zeigt es allen: Auch ein Wiener Gentleman hat diese Härte, ja, er übertrumpft sie alle. " (Zitat: S.42)

Göth und seine Killer waren berauscht von der Effizienz mit der sie ihr Mordgeschäft betrieben. Man ist bestürzt von den Fakten, die der Autor darstellt. Ich erspare mir die Gräueltaten an dieser Stelle detailliert zu beschreiben. Lesen Sie bitte selbst. Zur Sprache kommt selbstverständlich auch die Beziehung zwischen Göth und Oscar Schindler , der 1939 in Krakau eine Emaillefabrik errichte, in der er vor allem jüdischen Arbeitern aus dem Arbeitslager und späteren Konzentrationslager Plaszow beschäftigte, von denen er 1944/1945über 1200 vor dem Holocaust bewahrte. Nach 1945 erhielt er den Ehrentitel " Gerechter unter den Völkern ".

Wie selbstbezogen muss ein Mensch sein, der so handelt wie Göth?

Ein hervorragend geschriebenes Buch, das verdeutlicht, dass es nur einen Weg zwischen den Menschen geben kann. Es ist der Weg der Liebe.

Empfehlenswert!
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Lob
Ich habe schon einige gute und weniger gute Bücher aus dem Bereich gelesen und muss dieses hier ausdrücklich loben. Lesen Sie weiter...
Vor 6 Monaten von Jonny Crue veröffentlicht
Ein super Werk für jeden der über die Zeit des Holocaust,...
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Veröffentlicht am 1. März 2009 von Tsukasa
Unbegreiflich
Spätestens seit Steven Spielbergs Film "Schindlers Liste" aus dem Jahre 1993 (gedreht nach dem gleichnamigen Roman von Thomas Keneally) ist der Name Amon (Leopold) Göth... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Februar 2009 von Mag Wolfgang Neubacher
Die 2 Seiten des Amon Göth - was ging in diesem Menschen vor ?
auf der einen Seite war Amon Göth ein liebevoller Onkel der auf Tischmanieren achtet und sich um seine Familie in Wien kümmert und Interesse am Verlag des Vaters zeigt. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 9. Oktober 2008 von Jack779
Überfällig
Obwohl der Name Amon Göth seit dem Verfilmung von "Schindlers Liste" als Synonym für Menschenverachtung steht, ist es erst Johannes Sachlehner zu verdanken, dass uns nun... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 1. Oktober 2008 von Udo Kaube
Leben und Taten des Schlächters von Plaszow
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Veröffentlicht am 19. März 2008 von Mario Pf.
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Niemals vergessen... 0 25.03.2008
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