Pressestimmen
"Obwohl es vom Tod handelt ist es ein Buch über das Leben geworden." (TZ)
Kurzbeschreibung
Seit ihrem literarischen Debüt weiß man, wie sehr es Marta Brandner versteht, uns mit ihrer klaren, prägnanten Prosa zu berühren. In ihrer wunderbaren präzisen Sprache gelingt es ihr das Leben und den Tod von verschiedenen Aspekten her zu beleuchten, und sie hat dabei eine Literatur geschaffen, die in uns, auch wenn wir die Buchdeckel schon lange geschlossen haben, noch lange nachhallen wird. Es sind nicht immer die dramatischen Ereignisse, oft ist es das scheinbar Banale und Alltägliche, in dem die Autorin uns den Tod erkennen läßt. Die Grabredenschreiberin zum Beispiel, die schmerzlich erfahren muß, daß es nicht immer die Wahrheit ist, die die Menschen hören wollen oder Colombine, die durch eine alte Handschrift auf einem verblichenen Zettel an eine längst vergangene Liebe erinnert wird. Krankheit und Tod wird in einer Geschichte zu dem langersehnten Inhalt, mit dem das Leben nun endlich einen Sinn erhält, und in einer anderen erfährt die Protagonistin, daß es nichts weiter bedarf als sich im Leben fallen lassen zu können, wie bei einem Fallschirmsprung aus höchster Meter Höhe. Mit ihrem klaren prägnanten Stil gelingt es ihr diese schwierige Thematik, die allgegenwärtige Scheu vor dem uns sicheren Tod, in 18 höchst literarische Geschichten aufzulösen und dabei den Blick auf das Leben nie zu verlieren.
Umschlagtext
»Zweimal habe ich in meinem bisherigen Leben den Schnittpunkt von Leben und Tod erlebt. Das erste Mal war ich vier Jahre alt und glitt von einer Holzplattform, die im tiefen Teil des Chiemsees verankert war ins Wasser, ohne schwimmen zu können ...«
Über den Autor
Marta Brandner wurde 1943 in Prag in einem deutsch-slawischen Elternhaus geboren. Schul- und Studienjahre in München. 1973 Übersiedelung nach Südamerika. Lehraufträge an Universitäten und Goethe Instituten u.a. in Bolivien, Honduras und Peru. Seit 1989 lebt sie in einem kleinen Ort in Oberbayern.