Wer - so wie ich - einen Roman über Krankheit, Sterben, Lebenserkenntnisse erwartet (schließlich ist der Autor Philosophieprofessor...), braucht nicht zuzugreifen. Die Geschichte plätschert so vor sich hin, der Erzähler erinnert sich an seine Jugend, seine Ehe, das Boot müßte neu gestrichen werden... damit das Ganze noch ein bißchen ironisch oder intellektuell aufgewertet wird, setzt uns der Autor zu Beginn erstmal eine ganz andere Geschichte vor, um dann nochmal von vorne anzufangen. Der Sinn dieser lästigen Mätzchen erschließt sich mir leider nicht. Dann noch die Anspielungen wie z.B. "Wenn es Gott gibt, ist alles erlaubt" (darf sich für gewitzt halten, wer hier an Nietzsche denkt?)... Insgesamt fand ich es nicht halb so gehaltvoll, wie der Titel vermuten läßt. Und der Großdruck NERVT.