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Der Tod in Venedig und andere Erzählungen [Unbekannter Einband]

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband
  • Verlag: Fischer Verlag (1987)
  • ASIN: B0028I6RF4
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (161 Kundenrezensionen)
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Kundenrezensionen

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24 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die anderen Erzählungen 30. April 2005
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Über die Haupterzählung dieses Bandes, "Der Tod in Venedig", ist von meinen Vorrezensenten schon viel geschrieben worden; ausreichend, um sich ein gutes Bild dieses Meisterwerks der Jahrhundertwende zu machen.
Allerdings beinhaltet dieses Buch auch andere Erzählungen, auf die ich kurz eingehen möchte, da sie in den vorigen Rezensionen zu kurz gekommen sind.
"Tristan" ist ein Frühwerk von Thomas Mann. Seine Leser werden den Schauplatz wiedererkennen, ein Sanatorium in den Schweizer Alpen. Der Protagonist: Ein Möchtegern-Schriftsteller, ein Einzelgänger und schwieriger Mensch. Die Frau eines Großkaufmanns taucht auf und die Szene für ein sehr problematisches, platonisches Liebesverhältnis ist gesetzt. Sehr gut zu lesen und mit der für Mann typische klare Psychologie ausgestattet.
Danach kommt meine Lieblingsgeschichte, "Die vertauschten Köpfe". Diese Erzählung ist in der indischen Märchenwelt angesiedelt, voller Wunder und farbenprächtig erzählt. Man könnte meinen, dass ein Inder diese Geschichte erzählt hätte. Eine ergreifende Handlung, wunderschön geschrieben und sehr weise. Eines der Spätwerke von Mann.
Dann geht es weiter mit einer sehr kurzen Erzählung, "Gladius Dei", in der es um die Unantastbarkeit der Heiligen Jungfrau Maria geht und um die Entfremdung von Religion und Heiligtum in der modernen Welt. Das Thema ist auch heute noch (mehr denn je) aktuell, allerdings habe ich mich mit dieser kleinen Geschichte nicht so richtig anfreunden können, da Mann hier zu sehr moralisierend den Finger hebt.
Anders sieht es wieder mit der kurzen Erzählung "Schwere Stunde" aus, eigentlich nichts mehr als eine Momentaufnahme im Schaffensprozess von Schiller.
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55 von 61 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nein, dieses Buch ist hochaktuell 14. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die armen Schüler, die sich an diesem Ort über die ihrer Meinung nach nicht mehr vorhandene Aktualität des Buches beklagen haben entweder zweifelhafte Lehrer oder schlichtweg eine unterentwickelte Fähigkeit zur Selbstreflektion. Es geht nicht um die Vergangenheit, es geht viel mehr um die Mechanismen und Automatismen in der Formung des Charakters eines Menschen unter immer wieder aktuellen Machtkonstellationen. Und es glaube bitte keiner, dass die dargestellten Verformungen eines Charakters nur in dieser Zeit geschehen sind, man schaue sich aufmerksam um und siehe da, die Heßlings von heute sehen anders aus, sind häufig seminargeschliffene Schönredner. Hinter der Fassade aber steckt leider oft genug der nahezu skrupellose Machtmensch. Das wird aktuell bleiben solange es Menschen gibt und schon deswegen ist es gut und wichtig, zu wissen was diese Menschen treibt und wie sie sich selbst gegenüber ihr Handeln, ihr Tun und Lassen zu rechtfertigen versuchen.
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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Herbarium eines gefolgsamen Menschentyps 3. Dezember 2001
Format:Taschenbuch
Der Roman von Heinrich Mann beschreibt die gesellschaftlichen Verhältnisse während der Jahrhundertwende des 19. Jahrhundert. Mann verdeutlicht diese Zustände anhand der Lebensgeschichte des Bürgers Heßlings, einem zweigeteilten Menschen, der zugleich Mächtiger und Untertan ist. Dieses Buch wurde 1918 veröffentlicht, hätte aber, abgesehen von einigen inhaltlich, typisch zeitgemäßen Gebundenheiten, zu jeder Zeit erscheinen können, denn es offenbart größtenteils die Biederkeit, die gesellschaftlichen Zwänge, die Obrigkeitstreue und die Befolgung moralischer ungerechter Strenge vieler Menschen unserer Tage. Kurt Tucholsky bezeichnete dieses Werk einmal als "Herbarium des deutschen Mannes", obwohl dergleichen Menschentypen m.A. nach allerorts zu finden sind. Ein erschreckendes Bild eines gehorsamen Menschentyps, der seine eigene, wertvolle Identität unbewusst für eine höhere, nicht fassbare, völlig fremde Idee (Kaisertreue) preisgibt und darüberhinaus glaubt für das Gute im Leben einzutreten. Ein Roman, der aufzeigt, wie die Individualität an ein abstraktes politische Ideologie, zu dem der Mensch niemals direkten Bezug aufbauen kann (wie z.B. zu einem Mitmenschen), verloren geht.
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44 von 49 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Habemus papam 8. April 2005
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einfach nur wunderbar! Die Kirche lief Sturm gegen dieses 1951 erschienene Spätwerk Thomas Manns. Wie könne man sich nur so an der Schöpfung vergehen. Wie auch immer, für alle Nichtdogmatiker ist dieser Roman ein köstlicher Spaß.
Erzähler ist der Mönch Clemens, der uns diese Geschichte "zur Unterhaltung" berichtet. Protagonist ist Gregorius, das Kind von Wiligis und Sibylla, einem Geschwisterpaar. Als diese das unerhörte Ausmaß ihres Aktes begreifen, legen sie das Baby in ein kleines Schiffchen und setzen dieses auf dem Meer aus, beigelegt ein Bericht über die schändliche Herkunft des Kindes. Ein Abt auf einer kleinen Insel findet das Schiffchen, nimmt den kleinen Gregorius auf, verheimlicht aber vor aller Welt die Geschichte seiner Herkunft und lässt dem Jungen eine theologische Erziehung angedeihen. Als junger Mann erfährt Gregorius jedoch von seinem Makel und beschließt auf Ritterfahrt zu gehen, um seine Sünden zu büßen. Dabei befreit er eine Stadt und heiratet dessen Herrin. Diese Herrin ist, man hält es nicht für möglich, seine Mutter. Nach mehreren Jahren erfahren die beiden durch Zufall von dieser Misslichleit und der gute Gregorius beschließt, den Rest seines erbärmlichen Lebens auf einem kahlen Felsen in Meer zu verbringen. 17 Jahre später, die Kirche ist durch ein Schisma gespalten, haben zwei Kirchenmänner eine Vision, dass der neue Papst seit 17 Jahren sein Dasein auf einem Felsen fristen soll. Sie begeben sich sofort auf die Suche und finden auch tatsächlich Gregorius, der auf wundersame Weise überlebt hat und zum neuen Papst ernannt wird.
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4.0 von 5 Sternen Leben im Kaiserreich
Diederich wächst in einem strengen Elternhaus im Kaiserreich auf. Schon früh erkennt er, dass man höher gestellten gehorchen muss und Unterliegene unterdrücken... Lesen Sie weiter...
Vor 3 Monaten von Curin veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Kindle-Editiom lieblos
Das Werk ist, was es ist, aber die Kindle-Edition ist zumindest technisch nicht einwandfrei: Sowohl auf Android wie auch auf iOS erscheinen regelmäßig Steuerzeichen... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Simon Berg veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Tod in Venedig durch Matthias Brandt
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, gelesen von Matthias Brandt.

Thomas Manns großartiges Werk in neuem Licht:

Matthias Brandt, dessen... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Robbespierre veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Ich hatte kein Problem, jederzeit wieder mit Amazon. Der Artikel entsprach meinen Vorstellungen. Die Bewertungen dürften etwas kürzer ausfallen, oder?
Vor 5 Monaten von Schedel, Uwe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top
Exemplar - obwohl als "gebraucht" ausgeschrieben fast wie neu. Sehr guter Einband, es macht Spaß, das Buch in die Hand zu nehmen.
Vor 7 Monaten von Deko37 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen War begeistert.
Sehr lesenswertes Buch, das mich doch gefesselt hat. Auch wenn es eigentlich nur Schullektüre für meine Tochter war. Ist halt so!
Vor 7 Monaten von Christian Jürgens veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Dopaminmangel
Das Werk handelt von einem „Grigorß“, der als Sohn von adeligem Bruder (!) und adeliger Schwester (!) gezeugt wird. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von Sprachtalent veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Tod in Venedig - HÖR CD / Matthias Brandt
In meiner Jugend habe ich (männlich) sie gespürt: die gierigen Blicke gärender alter und junger Männer auf mir, während mein Interesse völlig normal... Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Happyx veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Etwas verstaubt, teilweise lustig
Ich gebe gern zu, ich habe das Buch nur gelesen, um bei mir eine Bildungslücke zu schließen. Dementsprechend habe ich mich auch die meiste Zeit beim Lesen gelangweilt. Lesen Sie weiter...
Vor 10 Monaten von Karin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Ein wahres Erlebnis
Ein wunderbares Buch,mit sehr viel Einfühlungsvermögen für eine Liebe zu einem jungen Mann.
Venedig ensteht lebending vor den Augen des Lesers.
Vor 12 Monaten von Ulrich Guenthner veröffentlicht
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