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Der Tod in Venedig und andere Erzählungen [Unbekannter Einband]

Thomas Mann
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (166 Kundenrezensionen)

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Kurzbeschreibung

1956
Eine der wichtigsten Novellen der literarischen ModerneThomas Mann selbst bezeichnete Der Tod in Venedig als eine "Novelle gewagten, wenn nicht unmöglichen Gegenstandes", vom plötzlichen "Einbruch der Leidenschaft" in das Leben eines Menschen. Der nicht mehr junge Schriftsteller Gustav Aschenbach entdeckt am Lido des schwülwarmen Venedig die Gestalt des apollinisch schönen Knaben Tadzio und strebt in seinen Gedanken zu ihm, steigert sich in eine unerfüllbare Liebe und verspielt damit, nach einem Wort von Heinrich Mann, "was ihm das wünschenswerteste schien". Die Faszination, die von dem Knaben ausgeht, lässt Aschenbach seine Umgebung, sein bisheriges Leben vergessen, und er erkennt die herannahende Gefahr nicht ? oder will sie nicht erkennen.
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-- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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Produktinformation

  • Unbekannter Einband: 364 Seiten
  • Verlag: Büchergilde Gutenberg (1956)
  • ASIN: B0000BLAQF
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (166 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 2.538.227 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

'Thomas Mann hat die schönsten, die klügsten, die tiefsten und wichtigsten Bücher geschrieben.' (Marcel Reich-Ranicki) -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Tod in Venedig
OA 1912 Form Novelle Epoche Moderne
Thomas Mann hat die Novelle, tragisches Gegenstück zum späteren, mit eher humoristischen Zügen versehenen Zauberbergroman, stets zu seinen Hauptwerken gezählt. Zum Erfolg beigetragen haben vermutlich auch der pittoreske Schauplatz und die dem klassischen Drama angenäherte Form, in der auf kleinem Raum, dramaturgisch konsequent und stimmungsvoll-bedrohlich, eine Untergangsgeschichte gezeigt wird, die an einem Ausnahmefall einmal mehr Manns Auseinandersetzung mit der Künstlerthema vorstellt.
Inhalt: Der 50-jährige, in München lebende Schriftsteller Gustav von Aschenbach, der pflichtbewusst und diszipliniert arbeitend, sich auf der Höhe seines öffentlichen Ruhms befindet, reist, von plötzlichem Fernweh und Reiselust erfasst, nach Venedig. In der schwül-fiebrigen Atmosphäre der Lagunenstadt verbringt er eine Reihe von Tagen in einem Zustand zunehmend aufgelöster innerer Ordnung und Disziplin, in sinnlicher Zuneigung entflammt zu dem im gleichen Hotel logierenden polnischen Jüngling Tadzio, bis er sich, nach einer Verlängerung seines Aufenthaltes, in dem beginnenden Ausbruch einer Cholera-Epidemie an frischem Obst infiziert und in der Schlussszene am Meeresstrand sitzend stirbt.
Aufbau: Die Novelle ist wie im klassischen Drama in fünf Abschnitte gegliedert. Die steigende Handlung gipfelt im dritten Teil mit der verschobenen Abreise aus Venedig, die den Untergang besiegelt. Für den ›Tod in Venedig‹ vor allem charakteristisch ist die von Mann erstmals ausführlich verwendete Leitmotivtechnik, ein poetisch-allegorisches Verfahren, das darin besteht, durch eine Reihe von in die Novelle eingestreuter scheinbar realistischer Details eine zweite mythologische Ebene zu etablieren. So treten von Beginn an Figuren auf, die in der griechischen Mythologie, im Gott Hermes bzw. in der Figur des Charon, der nach dem Mythos die Toten über den Grenzfluss der Unterwelt fährt, ihren allegorischen Bezugspunkt besitzen: im Eingangsteil ein merkwürdiger Fremder am Nordfriedhof, auf dem Schiff nach Venedig der Fahrscheinverkäufer, ein alter Stutzer während der Überfahrt, ein Gondoliere, der Straßensänger und schließlich die Figur des Jünglings Tadzio selbst, der am Ende mit seiner Hand »ins Verheißungsvoll-Ungeheure« weist. Schon die erste Zeile der Novelle mit dem Namen des Helden Aschenbach intoniert den Zusammenhang.
Das Thema einer durch den Eros gefährdeten bürgerlichen Ethik sowie die durch Leitmotive eingeführte Todesthematik haben unter anderem als Quelle das Werk Die Geburt der Tragödie aus dem Geist der Musik von Friedrich R Nietzsche. Die dortige Unterscheidung zwischen dem Apollinischen und Dionysischen, dem Gott der Erkenntnis und des Maßes, und dem Gott des Rausches, dient zur Kennzeichnung der beiden Pole, zwischen denen der Künstler steht. Ihm ist es in seiner Tätigkeit wesentlich um die Vermittlung beider zu tun. An Achenbach, der in seinem Schreiben eine reife Klassizität erreicht zu haben meint, die beide Pole umfasst, wird als exemplarischem Fall die Gefährdung durch das Dionysische offenbar (»Achenbachs Seele kostete Unzucht und Raserei des Untergangs«), dessen der Künstler gleichwohl bedarf.
Wirkung: Innerhalb des Gesamtwerks von Mann nimmt Der Tod in Venedig hinsichtlich der zentralen Künstlerproblematik, die inhaltlich hier noch keiner Lösung zugeführt wird, eine wichtige Stellung ein. Mann festigte durch die Novelle und ihren der Neuklassik nahe stehenden Stil ferner seinen Ruf als klassischer Schriftsteller. Ihre Popularität verdankt die Erzählung nicht zuletzt auch der homoerotischen Thematik, die einen autobiografischen Bezug nahe legte. Nicht zuletzt dank Lucio Viscontis Verfilmung von 1970 mit Dirk Bogarde in der Hauptrolle gehört sie auch zu den international erfolgreichsten Werken des Autors. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Das macht nachdenklich 23. August 1999
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Hier handelt es sich um ein Buch ,das trotz seines Alters immer noch sehr aktuell ist. Die Geschichte des Diederich Heßling führt den Leser in die Tiefen der menschlichen Schwächen. Diser Diederich ist ein zweigeteilter Mensch, auf der einen Seite weich wie Butter gegenüber Vorgesetzten und Mächtigeren, auf der anderen Seite hart wie Stahl all denen gegenüber, denen er sich überlegen fühlt. Man ist angewidert von seinem Auftreten nach beiden Seiten und hofft, nie auf dieses Handeln abzugleiten. Die leichten bis schweren Übertreibungen in dem Auftreten des Helden, die Gemeinheitet seiner Handlungen sensibilisiert den Leser für die gezeigten menschlichen Schwächen. Gleichzeitig erfährt man viel über die Zwänge und die strengen moralischen Regeln dieser Zeit, der man aufgrund der Beschreibungen kaum nachtrauern wird. Hier wird eine gern glorifizierter Zeitraum so entzaubert, daß man einen wahrscheinlich realistischeren Eindruck bekommt als aus diversen anderen Heldenromanen. Dieses Buch kann man auf jeden Fall als Standardliteratur weiterempfehlen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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24 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die anderen Erzählungen 30. April 2005
Format:Taschenbuch|Verifizierter Kauf
Über die Haupterzählung dieses Bandes, "Der Tod in Venedig", ist von meinen Vorrezensenten schon viel geschrieben worden; ausreichend, um sich ein gutes Bild dieses Meisterwerks der Jahrhundertwende zu machen.
Allerdings beinhaltet dieses Buch auch andere Erzählungen, auf die ich kurz eingehen möchte, da sie in den vorigen Rezensionen zu kurz gekommen sind.
"Tristan" ist ein Frühwerk von Thomas Mann. Seine Leser werden den Schauplatz wiedererkennen, ein Sanatorium in den Schweizer Alpen. Der Protagonist: Ein Möchtegern-Schriftsteller, ein Einzelgänger und schwieriger Mensch. Die Frau eines Großkaufmanns taucht auf und die Szene für ein sehr problematisches, platonisches Liebesverhältnis ist gesetzt. Sehr gut zu lesen und mit der für Mann typische klare Psychologie ausgestattet.
Danach kommt meine Lieblingsgeschichte, "Die vertauschten Köpfe". Diese Erzählung ist in der indischen Märchenwelt angesiedelt, voller Wunder und farbenprächtig erzählt. Man könnte meinen, dass ein Inder diese Geschichte erzählt hätte. Eine ergreifende Handlung, wunderschön geschrieben und sehr weise. Eines der Spätwerke von Mann.
Dann geht es weiter mit einer sehr kurzen Erzählung, "Gladius Dei", in der es um die Unantastbarkeit der Heiligen Jungfrau Maria geht und um die Entfremdung von Religion und Heiligtum in der modernen Welt. Das Thema ist auch heute noch (mehr denn je) aktuell, allerdings habe ich mich mit dieser kleinen Geschichte nicht so richtig anfreunden können, da Mann hier zu sehr moralisierend den Finger hebt.
Anders sieht es wieder mit der kurzen Erzählung "Schwere Stunde" aus, eigentlich nichts mehr als eine Momentaufnahme im Schaffensprozess von Schiller.
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44 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Habemus papam 8. April 2005
Von Michael Dienstbier TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Einfach nur wunderbar! Die Kirche lief Sturm gegen dieses 1951 erschienene Spätwerk Thomas Manns. Wie könne man sich nur so an der Schöpfung vergehen. Wie auch immer, für alle Nichtdogmatiker ist dieser Roman ein köstlicher Spaß.
Erzähler ist der Mönch Clemens, der uns diese Geschichte "zur Unterhaltung" berichtet. Protagonist ist Gregorius, das Kind von Wiligis und Sibylla, einem Geschwisterpaar. Als diese das unerhörte Ausmaß ihres Aktes begreifen, legen sie das Baby in ein kleines Schiffchen und setzen dieses auf dem Meer aus, beigelegt ein Bericht über die schändliche Herkunft des Kindes. Ein Abt auf einer kleinen Insel findet das Schiffchen, nimmt den kleinen Gregorius auf, verheimlicht aber vor aller Welt die Geschichte seiner Herkunft und lässt dem Jungen eine theologische Erziehung angedeihen. Als junger Mann erfährt Gregorius jedoch von seinem Makel und beschließt auf Ritterfahrt zu gehen, um seine Sünden zu büßen. Dabei befreit er eine Stadt und heiratet dessen Herrin. Diese Herrin ist, man hält es nicht für möglich, seine Mutter. Nach mehreren Jahren erfahren die beiden durch Zufall von dieser Misslichleit und der gute Gregorius beschließt, den Rest seines erbärmlichen Lebens auf einem kahlen Felsen in Meer zu verbringen. 17 Jahre später, die Kirche ist durch ein Schisma gespalten, haben zwei Kirchenmänner eine Vision, dass der neue Papst seit 17 Jahren sein Dasein auf einem Felsen fristen soll. Sie begeben sich sofort auf die Suche und finden auch tatsächlich Gregorius, der auf wundersame Weise überlebt hat und zum neuen Papst ernannt wird.
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56 von 64 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nein, dieses Buch ist hochaktuell 14. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
Die armen Schüler, die sich an diesem Ort über die ihrer Meinung nach nicht mehr vorhandene Aktualität des Buches beklagen haben entweder zweifelhafte Lehrer oder schlichtweg eine unterentwickelte Fähigkeit zur Selbstreflektion. Es geht nicht um die Vergangenheit, es geht viel mehr um die Mechanismen und Automatismen in der Formung des Charakters eines Menschen unter immer wieder aktuellen Machtkonstellationen. Und es glaube bitte keiner, dass die dargestellten Verformungen eines Charakters nur in dieser Zeit geschehen sind, man schaue sich aufmerksam um und siehe da, die Heßlings von heute sehen anders aus, sind häufig seminargeschliffene Schönredner. Hinter der Fassade aber steckt leider oft genug der nahezu skrupellose Machtmensch. Das wird aktuell bleiben solange es Menschen gibt und schon deswegen ist es gut und wichtig, zu wissen was diese Menschen treibt und wie sie sich selbst gegenüber ihr Handeln, ihr Tun und Lassen zu rechtfertigen versuchen.
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Die neuesten Kundenrezensionen
5.0 von 5 Sternen Der Artikel entspricht seiner Beschreibung und hat meine Erwartungen...
Da es sich hier um ein einfach gestricktes Produkt handelt, spare ich mir größere Ausschweifungen. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Thomas veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Geniale Weitsicht
H Mann zeigt ein Scenario auf, das sich Jahre später als grausame Wirklichkeit entpuppt. Dieser genau beschriebene Untertan ist genau der spätere Untertan Hitlers und ein... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Miller Martin veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Hans Korte als idealer Vorleser für diese Polit-Satire
Ich war sehr gespannt auf das Hörbuch „Der Untertan“ - aus zweierlei Gründen: gehört doch dieser Roman von Heinrich Mann (trotz quälender Pflichtlektüre in... Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von Manfred Orlick veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Der preußische Charakter?
Der Untertan von Heinrich Mann ist eines meiner absoluten Lieblingsbücher. Eines der Bücher, bei denen man sich wünscht, dass sie niemals aufhören. Lesen Sie weiter...
Vor 1 Monat von MSeif veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Leben im Kaiserreich
Diederich wächst in einem strengen Elternhaus im Kaiserreich auf. Schon früh erkennt er, dass man höher gestellten gehorchen muss und Unterliegene unterdrücken... Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von Curin veröffentlicht
3.0 von 5 Sternen Kindle-Editiom lieblos
Das Werk ist, was es ist, aber die Kindle-Edition ist zumindest technisch nicht einwandfrei: Sowohl auf Android wie auch auf iOS erscheinen regelmäßig Steuerzeichen... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Simon Berg veröffentlicht
2.0 von 5 Sternen Tod in Venedig durch Matthias Brandt
Diese Rezension bezieht sich auf das Hörbuch, gelesen von Matthias Brandt.

Thomas Manns großartiges Werk in neuem Licht:

Matthias Brandt, dessen... Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Robbespierre veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Klassiker
Ich hatte kein Problem, jederzeit wieder mit Amazon. Der Artikel entsprach meinen Vorstellungen. Die Bewertungen dürften etwas kürzer ausfallen, oder?
Vor 7 Monaten von Schedel, Uwe veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Top
Exemplar - obwohl als "gebraucht" ausgeschrieben fast wie neu. Sehr guter Einband, es macht Spaß, das Buch in die Hand zu nehmen.
Vor 10 Monaten von Deko37 veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen War begeistert.
Sehr lesenswertes Buch, das mich doch gefesselt hat. Auch wenn es eigentlich nur Schullektüre für meine Tochter war. Ist halt so!
Vor 10 Monaten von Christian Jürgens veröffentlicht
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