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Der Tod des Teemeisters: Roman (suhrkamp taschenbuch) [Taschenbuch]

Yasushi Inoue , Ursula Gräfe
4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
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Kurzbeschreibung

22. September 2008 suhrkamp taschenbuch
Japan im Zeitalter der Samurai. Auf Befehl des Kriegsherrn Hideyoshi begeht der berühmte Teemeister Sen no Rikyu Selbstmord. Sein Schüler, der Mönch Honkaku, forscht nach den Gründen für den geheimnisumwitterten Tod und deckt Intrigen und geheime Machenschaften auf.

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 168 Seiten
  • Verlag: Suhrkamp Verlag; Auflage: 5 (22. September 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3518460250
  • ISBN-13: 978-3518460252
  • Originaltitel: Honkakubo ibun
  • Größe und/oder Gewicht: 17,6 x 10,8 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 36.868 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Ursula Gräfe, geboren 1956 in Frankfurt am Main, studierte Japanologie und Anglistik und arbeitet seit 1988 als Literaturübersetzerin. Sie hat u.a. Werke von R.K. Narayan, Haruki Murakami, Yasushi Inoue und Kenzaburo Oe ins Deutsche übertragen, ist Autorin einer Buddha-Biographie und Herausgeberin mehrerer Anthologien. Jedes Jahr verbringt sie einige Zeit in Asien, vor allem in Indien. Ursula Gräfe lebt in Frankfurt am Main. 


Yasushi Inoue wurde am 6. Mai 1907 in Asahikawa im Norden der japanischen Insel Hokkaido geboren und starb am 29. Januar 1991 in Tôkyô. Mit sechs Jahren kam er zu seiner Großmutter, einer früheren Geisha, nach Shizuoka auf der Halbinsel Izu südlich von Tôkyô und ging dort auf die Mittelschule. 1926 wechselte er auf die höhere Schule. Während dieser Zeit trainierte er Judo und schrieb nebenher Gedichte. Zur Enttäuschung seiner Familie durchbrach er die Familientradition, nach der die Söhne seit sieben Generationen Ärzte geworden waren, und studierte zunächst Jura, später Kunstgeschichte und machte 1936 seinen Abschluss. Nach seinem Examen veröffentlichte er einige Gedichte und Kurzgeschichten in Zeitschriften, arbeitete dann aber erst als Journalist für die große japanische Tageszeitung Mainichi-shimbun in Osaka. Erst um 1950 etablierte er sich als freier Schriftsteller.


»Wie wohl kein anderer lebender Schriftsteller vereint Inoue auf sich und sein Werk die Sympathie und Zuneigung seiner Landsleute. Als großer Meister der japanischen Gegenwartsliteratur, als Botschafter und Brückenbauer zu den Kulturen des asiatischen Festlandes, als verständnisvoller Förderer der Künste im eigenen Land und als lebendiges Beispiel einer zugleich traditionsverwurzelten wie lebensoffenen Lebensform fällt ihm die Rolle eines Vorbilds zu, die ihn fast schon wieder entrückt. Doch die Herzlichkeit und Würde, die der Mensch Inoue ausstrahlt, seine Aufrichtigkeit und Humanität sind dazu angetan, jede Distanz zu überwinden.« Irmela Hijiya-Kirschnereit

 


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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
29 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Selbstmord für die reine Tee-Lehre 29. August 2009
Format:Taschenbuch
Nein, dies ist kein Krimi. Auch ich finde es ärgerlich, dass deutsche Verlage stets den Hingucker "Tod" im Titel verwenden, um Leser zu locken. Gleichwohl geht es im "Tod des Teemeisters" um den Tod. In diesem Fall um den Tod des Begründers des sog. Wabisuki.

Dieser "reine und schlichte Weg des Tees" wurde von Rikyu, in Umkehr zur einstmals sehr prächtigen, teils dekadenten Auslegung der Teezeremonie, begründet. Im Jahr 1591 wird Rikyu, 70-jährig, vom Taiko Hideyoshi, erst verbannt und dann gezwungen, rituell Selbstmord (Seppuku) zu begehen.

Der vorliegende Text beruht auf den Aufzeichnungen von Honkakabu, dem damals 40-jährigen Lehrling Rikyus. Wer in diesem Buch eine Rahmenhandlung mit Anfang und Ende sucht, wird enttäuscht. Vielmehr geht es um die Ästhetik und die Ausübung der Teezeremonie. Und während die Zeit voranschreitet und von 1591 bis 1622 einen Bogen spannt, so wird die Spannung eher durch die, der Teezeremonie entsprechende, Kargheit und Reinheit des Teeweges bestimmt.Im Laufe der Jahrzehnte lernt Honkakabu aus Gesprächen mit großen Teemenschen (Cha-Jin), wie die Teemeister auch genannt wurden, das Schicksal seines ehemaligen Lehrmeisters besser kennen, als in den zehn Jahren an seiner Seite.Nicht nur uns Europäern, sondern auch seinem ehemaligen Lehrling ist unverständlich, warum der große Einiger Japans Taiko Hideyoshi, dem großen Wegbereiter der Teezeremonie, den Selbstmord befiehlt. Am Ende dieses Buches wissen wir dann allerdings, dass Rikyus Weg in den Selbstmord aus seiner Sicht nur konsequent und nicht fremdbestimmt war.

Mein Fazit: Dieses wunderbare kleine Buch beweist uns, wie stark der Tee und seine Zubereitung den Weg des alten und des neuen Japans verbinden. Ein Klassiker, der - ohne zu langweilen - große Lust auf eine Schale reinen Matcha macht.
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26 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gehaltvolle Lektüre für einsame Stunden 8. Dezember 2008
Von aakaashá
Format:Gebundene Ausgabe
"Der Tod des Teemeisters" (Originaltitel "Honkakubô ibun"/"Honkakubô's Vermächtnis) von Yasushi Inoue gilt allgemein als künstlerisches Vermächtnis des mehrfach ausgezeichneten Autors. Der 1981 erschienene Roman, dessen deutsche Übersetzung von Ursula Gräfe erst 2007 im Suhrkamp Verlag erschienen ist, beruht auf Aufzeichnungen des Mönchs Honkaku, der sich nach dem unerklärlichen Selbstmord seines Meisters Sen no Rikyû (1522 - 1591) in eine Klause zurückzieht. Verschiedene Ereignisse veranlassen ihn über den Tod des Meisters, der die Teezeremonie revolutionierte, nachzudenken und gelangt so dem Wesen der Teezeremonie unbewußt noch ein gutes Stück näher.

Inoue schreibt im Epilog, daß er Honkakubôs Aufzeichnungen nur etwas verändert und historische Erläuterungen eingefügt hat. Das Büchlein vermittelt mit seiner klaren einfachen Sprache einen guten Eindruck in das Leben dieser interessanten Person im historischen Japan. Die Traumsequenzen verleihen der Geschichte noch zusätzlich eine surreale mystische Note. Ein Personenregister und Glossar runden diese gelungene Ausgabe ab, auch wenn ich persönlich manche Glossareinträge anders gewählt hätte.

Fazit: Ein gehaltvolles Büchlein für drei, vier Stunden Eintauchen in eine andere Welt.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wer sich auskennt, 8. September 2009
Von merlin
Format:Taschenbuch
für den bietet das Buch einen Lesegenuss. Soweit stimme ich den anderen Buchbesprechungen zu.
Wer keine Kenntnisse über Zen und Teezeremonien hat,erwartet sicherlich etwas anderes. Vorallem: die hier gegebene Kurzbeschreibung ist dann sehr sehr missverständlich. Es ist kein spannender Roman (!),in dem mit grosser Handlung und viel Action Machenschaften und Intrigen aufgedeckt werden. Wer so etwas sucht,wird enttäuscht sein. Und sollte dann lieber den Shogun oder ähnliches lesen.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Der Tod des Teemeisters 12. Januar 2010
Format:Taschenbuch
Dieses Buch handelt vom Tod des berühmten Teemeisters Sen no Rikyu, der in der Samurai-Zeit Selbstmord verübt. Sein Schüler, ein Mönch, erforscht die Gründe und stößt auf Intrigen und Machenschaften.

Ein nicht leicht zu lesendes Buch von Yasushi Inoue, das aber jenen, die gern Japan mit seinen alten Sitten und Gebräuchen verstehen möchten, einen Einblick in diese für uns fremde Welt verschafft.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Kulturstück für Fortgeschrittene 28. Juni 2009
Von Sir Vival
Format:Taschenbuch
Inoues "Der Tod des Teemeisters" ist für mich ein Paradebeispiel
japanischer Literatur, da es gekonnt versteht dem Leser die japanische Kultur und vor allem die Teezeremonie näher zu bringen. Jedoch wäre es empfehlenswert, wenn der Leser sich zumindest etwas mit der fernöstlichen Kultur auskennte, denn Unwissenden mögen bestimmte kulturelle Phänomene fremd oder gar absurd erscheinen. Wer aber etwas mit Japan, jenseits seiner Bestsellerautoren wie z.B. Murakami anfangen kann, dem kann ich diese Buch nur empfehlen, da es den Leser in eine äußerst faszinierende Welt entführt. Das wichtigste jedoch: dieses Buch ist keine Krimminalgeschichte, wie man evtl. nach der Inhaltsangabe vermuten könnte. Der Selbstmord des Teemeisters dient lediglich als "McGuffin", um dem Leser eine Welt voll von Zeremonien und Ehrenkodizes zu präsentieren, die für Japanfreunde eine unvergessene Erinnerung bleiben werden.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der wahre Geist des Tees ... 14. Mai 2007
Format:Gebundene Ausgabe
Selten habe ich ein Buch gelesen, das derart den wahren Geist der Teezeremonie atmet. Welch eine Klarheit, Kühle und Stille von diesem Buch ausgeht ... Wer als Leser allerdings keine Erfahrung und Kenntnisse über Zen, Meditation, Teezeremonie und das alte Japan mitbringt, dürfte sich mit diesem Buch reichlich schwer tun. Für Kenner jedoch ein echter Genuss!
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1.0 von 5 Sternen Tour de Force durch den unverständlichen Dschungel des Teewegs
1592 begeht der berühmte Teemeister Rikyu auf Befehl des japanischen Reichseinigers Taiko Hideyoshi Selbstmord. Lesen Sie weiter...
Vor 8 Monaten von schmechi veröffentlicht
4.0 von 5 Sternen Der Klappentext führt in die Irre!
Der Buchklappentext (der nicht der Grund für Kaufen&Lesen des Buches war) spricht von "sein Schüler, der Mönch Honaku, forscht nach den Gründen für den... Lesen Sie weiter...
Vor 15 Monaten von Beatrice Berger veröffentlicht
5.0 von 5 Sternen Spannend, rein, einfach gut
Der Roman ist einer der besten, den ich die letzten Jahre gelesen habe.
Spannend erzählt ist er, ein einzelner, ungeklärter Abend zieht sich durch fast die gesamte... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 25. Juli 2012 von G. H.
5.0 von 5 Sternen Wer sich auf Inoue einlässt, wird belohnt!
Ende des 16. Jahrhunderts. In Europa ist das barbarische Mittelalter noch nicht überwunden. Zeitgleich blüht im weit entfernten Japan die Teekultur und die Philosophie. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 26. März 2012 von Manfred Küper
3.0 von 5 Sternen Interessante Lektüre - doch kein Krimi o. ä.
Gut an dem Buch finde ich die schlichte Erzählweise, man kann es also gut lesen. Wer sich für die Teezeremonie interessiert, wird "Der Tod des Teemeisters" wahrscheinlich... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 15. Juli 2011 von R. Beer
4.0 von 5 Sternen Japanfreunde
Ein gutes Buch. Liest sich sehr flüssig und angenehm weg. Es spiegelt wunderbar die Denkweise des alten Japans und gibt interessante Einblicke in die Geschichte der... Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 5. Juni 2009 von Kaiskn
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