Ich habe die engl. Originalversion dieses Romans nie gelesen, bin aber im Gegensatz zu meinem Vorrezensenten von der deutschen Übersetzung sehr angetan. Das Büchlein hat in meinem Bücherschrank zusammen mit den anderen Werken von James Herriott einen leicht erreichbaren Ehrenplatz in der Abteilung "Tiere & Natur" erhalten.
Ich habe mich beim Lesen der warmherzigen Geschichten rund "ums liebe Vieh" bestens amüsiert und so manches Mal kam wehmütige Stimmung auf, weil die beschriebene Welt der Bauern und ihrer Tiere (Ende der 30er bis hin zu den 50er Jahren) nicht immer heil war. Die Zustände waren aber zumeist weitaus besser, als die heutzutage angesagte entseelte Massenproduktion von Schlachtvieh.
Wenn Menschen Tiere zum "Nutz- und Schlachtvieh oder Versuchstier" degradieren, wird damit generell der Grundstein für miserable und quälerische Behandlung gelegt, der zumeist darin gipfelt, dass jeglicher Respekt vor dem anderen Lebewesen vollends verlorengeht !!
Natürlich gab es auch in den Büchern schwarze Schafe unter den Farmern und Tierbesitzern, die ihre Tiere mit z.T. abenteuerlichen bzw. grausamen Methoden selbst behandeln wollten, um ein paar Cents Tierarztgebühr zu sparen. Dafür taucht aber ein paar Seiten weiter wieder eine Geschichte über die Affenliebe der unvermeidlichen Mrs. Pumphrey zu ihrem Pekinesen Tricki-Woo auf, die den Leser sofort wieder versöhnt und herzlich zum Lachen bringt.
Ich möchte Ihnen sowohl die Bücher von James Herriott als auch die TV-Serie "Der Doktor und das liebe Vieh" wärmstens ans Herz legen.
Ich kann die Veröffentlichung der erfolgreichen TV-Serie auf DVD kaum mehr erwarten, in einer Woche ist es endlich soweit - Halleluja!:)
Beiden Daumen nach oben - von mir gibt es eine klare Kaumempfehlung!