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Der Thronfolger - Die harten Jugendjahre von Friedrich dem Großen von Preußen (2 DVDs) (Fernsehjuwelen)
 
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Der Thronfolger - Die harten Jugendjahre von Friedrich dem Großen von Preußen (2 DVDs) (Fernsehjuwelen)

Jan Niklas , Günter Strack , Oswald Döpke    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 17,37 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
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Produktinformation

  • Darsteller: Jan Niklas, Günter Strack, Maria Schell, Peter Pasetti, Siegfried Wischnewski
  • Regisseur(e): Oswald Döpke
  • Format: PAL
  • Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0)
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 2
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: Fernsehjuwelen (AL!VE)
  • Erscheinungstermin: 5. November 2010
  • Produktionsjahr: 1980
  • Spieldauer: 215 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00415Z9YC
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 17.602 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

VideoMarkt

Preußen 1730: "Soldatenkönig" Friedrich Wilhelm I. regiert sein Land mit unerbittlicher Strenge, die er auch seine eigene Familie spüren lässt. Sein schöngeistiger Sohn, Kronprinz Friedrich, empfindet deshalb nur noch Hass gegen den Vater und plant gemeinsam mit seinem besten Freund Leutnant von Katte die Flucht nach Frankreich. Doch die Flucht scheitert. Katte wird zum Tode verurteilt und Friedrich muss die Hinrichtung seines Freundes mitansehen. Er selbst entgeht nur knapp dem Todesurteil und wird in der Festung Küstrin inhaftiert.

Produktbeschreibungen

Preußen 1730: Kronprinz Friedrich, der spätere Friedrich II., will nach Frankreich fliehen, um der unerbittlichen Strenge seines Vaters, des "Soldatenkönigs" Friedrich Wilhelm I., zu entgehen. Doch der Fluchtplan misslingt und Friedrichs Freund, der Leutnant Hans Hermann von Katte (Jan Niklas), wird vom Preußen-König zum Tode verurteilt. Allen Gnadengesuchen zum Trotz wird auch Friedrich von seinem Vater zu Einzelhaft in der Festung Küstrin verurteilt und entrinnt dadurch nur knapp dem Todesurteil. In der Festung Küstrin erinnert sich Friedrich an die bisherigen Stationen seines Lebens zurück.

Nach einem Abstecher Friedrichs zum Dresdner Karneval, bei dem der 16jährige Kronprinz sein erstes Liebesabenteuer bestanden hat, verliert der Thronfolger jeden Sinn für Politik und Kriegsführung. Er widmet sich ausschließlich der Literatur, Gedichten und den schönen Dingen des Lebens und steigert dadurch die Wut seines Vaters immer mehr. Angeheizt durch ständige Bestrafung verspürt Friedrich schließlich nur noch Hassgefühle gegen seinen Vater und hegt Fluchtpläne

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Kundenrezensionen

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42 von 42 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ulf Marek
Mit dieser DVD-Veröffentlichung ist es gelungen, ein nahezu vergessenes Juwel der deutschen Fernsehgeschichte wieder zu beleben und es Interessierten in durchweg guter Bild- und Tonqualität endlich zugänglich zu machen. Das ZDF zeigte den Thronfolger" nur zweimal: In der Erstsendung 1980 und 1986 zum 200.Todestag Friedrich des Großen. Doch diese Produktion wäre es wert gewesen, mehrfach ausgestrahlt zu werden. Sie beschäftigt sich immerhin mit einer nicht unwesentlichen Episode aus der deutschen Geschichte: Den schweren Jugendjahren Friedrichs II. (1712-1786), die nicht nur den späteren preußischen Monarchen in seinem Wesen, sondern wohl auch seine Regierungszeit nachhaltig prägten.

Das berühmte Drama zwischen dem spartanischen agierenden und überstrengen Vater, König Friedrich Wilhelm I., dem "Soldatenkönig" - eine Rolle, die Günter Strack ("Diese Drombuschs", "Der Winter, der ein Sommer war", "Die unfreiwilligen Reisen des Moritz August Benjowski") buchstäblich auf den Leib geschneidert war - und dem scheinbar eher schwächlichen und schöngeistigem Sohn, Kronprinz Friedrich, dem späteren "Alten Fritz" - einfühlsam verkörpert von Jan Kollwitz - lebt in der eher ruhigen Inszenierungsweise des Regisseurs Oswald Döpke von Beginn an nicht durch billige Effekte oder lautmalerischer Szenenmusik sondern ausschließlich von den erzählten Geschehnissen, die sich in der filmischen Darstellung erstaunlich eng an den historischen Fakten orientieren. Döpkes Regiearbeit unterscheidet sich in diesem Punkt angenehm von dem alten Tonfilmklassiker "Der alte und der junge König" mit Emil Jannings und Werner Hinz, der bereits im Jahr 1935 den "Kronprinzenkonflikt" für das deutsche Kino aufbereitete, aber dabei sehr stark eine "Hart aber gerecht"-Dramaturgie aufwies. Deutlich zu erkennen ist auch, dass bei diesem bemerkenswerten TV-Spiel ein weiterer Profi des deutschen Fernsehens die inhaltlichen Fäden zog: Helmut Pigge. Der vielfach als Produzent und Autor im Fernsehen tätig gewesene Historiker ("Wallenstein", "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck") hatte auch bei dieser Produktion eine glückliche Hand und verstand es, ein Kapitel der preußischen Geschichte anspruchsvoll zu skizzieren, ohne dabei eine Art von sprödem Geschichtsunterricht entstehen zu lassen, der lediglich die Abfolge der Ereignisse in farbigen Fernsehbildern chronologisch abspult.

Auch dreißig Jahre nach seiner Entstehung ist "Der Thronfolger" überaus sehenswert. Mehr noch: Dieses Fernsehspiel zeigt deutlich, was Fernsehen von einst geleistet hat. Zwar im öffentlich-rechtlichen Auftrag entstanden, aber nicht nur als ein Beleg für den Bildungsauftrag der Anstalt. Ist der Zuschauer erst ein paar Minuten in die Handlung hineingekommen, bleibt er dabei. Der visuelle Zeitsprung ins Preußen des frühen 18. Jahrhunderts fasziniert wie eine modern erzählte Geschichte um ein menschliches Drama vor dem Hintergrund einer eisernen Staatsräson. Zweifellos ist das auch ein Verdienst der hochkarätigen Besetzung des als Zweiteiler konzipierten Historienstücks: Maria Schell, Jan Niklas (in der tragische Rolle des Hans Hermann von Katte, der seine Freundschaft zum Kronprinzen mit dem Leben bezahlen musste), Dietlinde Turban, Siegfried Wischnewski, Alf Marholm oder Peter Pasetti zeigen sich ausnahmslos auch im historischen Kostüm souverän und äußerst glaubhaft - und ermöglichen auch heute noch einen großen Fernseh(juwel)genuss per Doppel-DVD.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Bislang war mit dieses Historienstück preußischer Geschichte völlig unbekannt. Der Trenck hingegen, ist mir schon ein Begriff gewesen. Auf den Thronfolger aufmerksam geworden bin ich erst durch Empfehlung eines guten Freundes weil ich den Trenck vergeblich suchte. Mein Interesse für deutsche, insbesondere preußische Geschichte ist groß und so wurde meine Neugier für dieses, 1979 produzierte, Fernsehspiel geweckt und ich wurde nicht enttäuscht.

Ich muss dazu sagen: sehr lange suche ich schon nach dem Fünfteiler "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" mit Mathias Habich in der Hauptrolle und da es diesen ja leider noch nicht auf DVD gibt, habe ich mir stattdessen diese preußische Geschichte selbst zu Weihnachten geschenkt. Da nun ja immer mehr deutsche Historienverfilmungen auf DVD erscheinen, hoffe ich, dass auch der Trenck endlich mal dabei sein wird.

Und nun zum Zweiteiler: Obwohl ich die Verfilmung, bislang nicht kannte, hat mich der Thronfolger sehr beeindruckt! Der strenge Soldatenkönig "Friedrich Wilhelm I." wird eindrucksvoll verkörpert vom unvergessenen Günter Strack. Weitere Hauptrollen werden besetzt von damaliger deutscher Starbesetzung, u.a. Maria Schell (Königin Dorothea von Preußen), Siegfried Wischnewski (August der Starke), Jan Niklas (Leutnant von Katte). Der Thronfolger selbst wird von einem unbekannten Schauspieler "Jan Kollwitz" verkörpert. Aber gerade das macht die Klasse dieses Historienstücks aus. Ein Unbekannter in der Hauptrolle hat in der Vergangenheit schon vielen Filme das gewisse etwas gegeben.

Der Historien-Zweiteiler versetzt einen zurück in ein sehr realistisches Preußen, wie es damals tatsächlich hätte passiert sein können. Das ist sicher dem professionellen Händchen des Historikers "Helmut Pigge" zu verdanken, der das Drehbuch schrieb. Sämtliche geschichtliche Fakten werden berücksichtigt. Auch die Zuneigung Friedrichs zu Katte. Für Fans von historischen Fernsehspielen und -Mehrteilern, ist der Thronfolger wirklich sehr empfehlenswert!

Der Thronfolger würde sich sogar hervorragend für den Geschichtsunterricht eignen. Die Schüler würden jede Minute mit großem Interesse verfolgen, denn es wird keine Sekunde langweilig. Das Anschauen hat mir sehr viel Vergnügen und Freude bereitet, daher von mir volle Punktzahl!

Als besonderes Schmankerl enthält die DVD jeweils ca. halbstündige Interviews mit drei Hauptdarstellern:
- Günter Strack
- Maria Schell
- Siegfried Wischnewski
Die Interviews stammen aus der damaligen ZDF-Gesprächsreihe "Mein Gästebuch". Interviewer ist in allen drei Fällen der Schweizer "Guido Baumann".

Die Bildqualität ist durchaus gut, wenngleich sich hin und wieder das Alter dieser Verfilmung ein wenig bemerkbar macht, aber in keinster Weise den Filmgenuss schmälert. Allem in allem eine sehr gelungene DVD. Ich hoffe, dass weitere dieser Art folgen werden. Weiter so Fernsehjuwelen...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Film ist insgesamt sehr stimmig, und die Schauspieler überzeugen in ihren Rollen. Insbesondere Günter Strack als Soldatenkönig kann als eine äußerst gute Wahl gelten.
Irgendwie wurde ich aber im Verlauf des Films das Gefühl nicht los, es handle sich hier um eine etwas veränderte Neuauflage des 1935 gedrehten Films "Der alte und der junge König". Um genau zu sein, kannte ich diesen lange vorher und bin auch nur darüber auf dieses etwas jüngere Werk gestoßen. Manche Repliken sind geradezu so ähnlich, dass man meint, sie seien direkt aus dem älteren Film abgeschrieben.
Ich möchte dennoch dem Werk seine Originaltät nicht absprechen, denn selbst wenn wir von einer direkten Inspirationsquelle ausgehen können, ist es doch ersichtlich, dass der Film möglicherweise ebendieser etwas gegenüberstellen will, nämlich eine Darstellung, die sich weit mehr auf den jungen Kronprinzen und sein Leiden konzentriert. Tatsächlich fällt es auf, dass schon der geschilderte Handlungszeitraum anders ausfällt, vor allem, dass die "Läuterungsphase" Friedrichs, in der er dem Willen seines Vaters gemäß zum disziplinierten Manne heranwuchs in diesen nicht mehr fällt. Stattdessen erleben wir, wie Friedrich schon als Kind unter den strengen Ermahnungen und dem cholerischen Wesen seines Vaters litt, und wie er dennoch immer vergeblich versuchte, dem Willen seines Vaters gerecht zu werden. Es fällt auch auf, dass eine gewisse Komik, die der "Vorlage" zu eigen ist, hier vollkommen fehlt, wobei der Soldatenkönig hierbei deutlich weniger sympathisch, aber doch nicht als gänzlich unmenschlich und somit wie erfunden geschildert wird. Der Kern der Botschaft ist jedoch durch die letzte Szene des Films klar : der völlig zerstört und desillusioniert starrende Kronprinz soll uns ein Zeugnis davon geben, wie übertriebene Härte einen Menschen brechen können.
Freilich hat der historische Friedrich II. seine Menschlichkeit zum Glück nie so verloren, wie es ebendieser Schluß nahelegen könnte,jedoch handelt es sich auch bei diesem Film um eine durchaus sehenswerte und gelungene Neuauflage des bekanntesten Vater-Sohn-Konflikt der deutschen Geschichte, deren Kauf ich nicht bereut habe.
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