zunächst einmal sehe ich emil stejnar keineswegs in der tradition - in der er sich selbst sieht, auch bardons sohn hat kaum beziehungen zu stejnar; ich habe bardons bücher sehr gewissenhaft durchgearbeitet, vor allem buch eins und drei; mit anfang 20 hatte ich buch 1 so gut wie durch; (die übungen bardons funktionieren unbestitten und sind bis heute unerreicht - zumindest wenn man von diversem logeninternen material absieht, zu dem nur wenige zugang haben) stejnars bücher können sich zum einen nicht mit denen von bardon vergleichen, sie sind zusammenfassungen persönlichen materials und haben keinerlei systematischen aufbau;
meiner persönlichen überzeugung nach irrt stejnar auch bei vielen themen, so etwa der alte hass auf yoga und logen; ich selbst war jahrelang in indien und habe viele aspekte des yoga und ayurveda studiert;
wer hier nichts weiss soll lieber schweigen, wir wissen alle dass kommerzielle yogastudios reine turnklassen sind - aber zum einen sind auch asanas sehr wirksam - wie etwa jene des ashtanga yoga, (einem hochwirksamen wunderbaren asana systems, das durch körperliche übungen durch viele jahre hindurch - zu sehr wirksamen raja yoga führt) zum anderen - es gibt auch das authentisch echte traditionelle yoga, tantra und ayurveda; und dieses ist hoch effektiv, sei es pranayama, pratyahara, dharana ... welches zu sehr effektiver meditation (dyana) führt;
hier geht mir stejnar - sowie andere selbsternannte westliche okkultisten - ehrlich gesagt - ein wenig auf die nerven; warum betreiben alleine in wien 250.000 menschen yoga? und 3 1/2 stejnars gnostizismus ... nur zum bispiel bietet die yoga school of bihar auch heute ein sehr effektives kriya yoga an - bestehend aus 20 kriyas, die pratyahara (zurückziehend er sinne) und dharana (konzentration) in einzigartiger weise schulen; kriya 20 ist im übrigen identisch mit bardons versetzung ins akasha; nachzulesen in den büchern "the ancient technique of kriya and tantra" - und "kundalini tantra" von swami satyananda; (wurden von 2 seiner meisterschüler geschrieben)
auch bin ich seit 20 jahren rosenkreuzer und martinist und kann hier aus eigener erfahrung sagen, dass das logeninterne material einzigartig und hochwirksam ist, auch wenn es nach aussen hin für diejenigen, die oberflächlich lesen - und vor allem nicht in zusammenhang mit den nötigen ritualen und einweihungen - dürftig erscheint; dies ist beabsichtigt; die monographien müssen aufmerksam, ind er richtigen reihenfolge, verbunden mit praktischen mediationen und übungen, langsam über jahre durchbearbeitet werden; ohne die nötigen einweihungen bleibt das tor verschlossen und die monographien lesen sich völlig anders als wenn man zugang zu den mündlichen belehrungen hat und die rituale und einweihungen erfahren hat; die loge bietet auch einen schutz gegenüber von kräften die man u.U: lange nicht richtig einschötzen kann;
stejnar schreibt hier - wer in logen mitglied ist - sei nicht bereit für den umgang mit den genien: völlig falsch, ind en hochgraden hat man zugang zur hierarchie; dieser erschliesst sich langsam und allmählich dem aufmerksamen studenten; dies ist nur durch innere arbeit und meditation zu erreichen und wird in in monographien kaum behandelt;
natürlich kann jedes logenmitglied die anweisungen nur soweit erfolgreich anwenden als seine / ihre innere entwicklung fortgeschritten ist, wie bei den bardon büchern eben auch; für die überwiegende mehrzahl der menschen sind die übungen bardons des ersten buches sehr schierig zu bewältigen; das dritte buch ist ein unfassbarer schatz;
sein buch über evokation (oder stejnars - invokation/schutzengelbuch) habe ich gelesen - aber bisher nicht praktisch durchgeabreitet, ich denke emil stejnars bücher mögen ev. ein wenig helfen, ein wenig hinter die bedeutung der genien zu sehen; vor allem der kalender erscheint mir logisch und sinnvoll, wobei ich gerade bei evokationen nicht allzu viel erfahrung habe, ich habe bardons buch eins vollständig - und buch drei - bis zum zweierschlüssel durchgearbeitet;
die "ich bin" formel die stejnar erwähnt ist ein wichtiger schlüssel - in der yoga tradition wird sie etwa durch das einweihung in das "so hum" mantra traditionell durch den spirituellen lehrer im tempel - weitergegeben; für mich hat dieses konzentrieren auf das "ich selbst" jede nacht viele luzide träume der astralprojektionen zur folge
mein fazit: stejnars bücher sind nicht uninteressant, aber mit vorsicht zu geniessen; ich würde eher dazu raten, sich rein an bardon zu halten, oder aber alternativ dazu, authentisches yoga zu studieren oder sich für den rosenkeuzerweg zu entscheiden;