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Der Teufelshauptmann

John Wayne , Victor McLaglen , John Ford    Freigegeben ab 12 Jahren   DVD
4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
Preis: EUR 6,97 Kostenlose Lieferung ab EUR 20 (Bücher und Blu-ray-Filme immer versandkostenfrei), auch bei allen Verkäufern, die "Versand durch Amazon" nutzen. Details
  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Der Teufelshauptmann + Rio Grande + Bis zum letzten Mann
Preis für alle drei: EUR 24,93

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Produktinformation

  • Darsteller: John Wayne, Victor McLaglen, Joanne Dru
  • Regisseur(e): John Ford
  • Komponist: Richard Hageman
  • Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
  • Sprache: Deutsch (Mono), Englisch (Mono)
  • Untertitel: Deutsch
  • Region: Region 2
  • Bildseitenformat: 4:3 - 1.33:1
  • Anzahl Disks: 1
  • FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
  • Studio: STUDIOCANAL
  • Erscheinungstermin: 31. Oktober 2000
  • Produktionsjahr: 1949
  • Spieldauer: 99 Minuten
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (8 Kundenrezensionen)
  • ASIN: B00004T8EI
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 15.606 in Filme & TV (Siehe Top 100 in Filme & TV)

Rezensionen

Amazon.de

Der Teufelshauptmann ist der zweite Teil von John Fords berühmter Trilogie über die amerikanische Kavallerie, die auch die Filme Bis zum letzten Mann und Rio Grande umfasst. Dieser nachdenkliche Western zeigt erneut die Faszination, die das Verlöschen der Vergangenheit in der Geschichtsschreibung auf den Regisseur ausübt. Hier bietet John Wayne (Alamo, Rio Bravo) eine seiner sensibleren Schauspielleistungen in der Rolle des Hauptmanns Nathan Brittles. Dieser ist ein harter, aber doch sentimentaler Kriegsveteran, der Schwierigkeiten hat, sich mit seinem bevorstehenden Ruhestand abzufinden. Er verweigert seinen Abschied vom Militär, bis er seinen Verpflichtungen einem ansässigen Indianerstamm gegenüber nachgekommen ist, und ist sich den Schwierigkeiten, die damit auf ihn zukommen, voll bewusst.

Der Teufelshauptmann ist ein Film über Pflicht und Ehre, ebenso über Einsamkeit und die Gewissheit des Todes. Der mit dem Oscar ausgezeichnete Kameramann Winton C. Hoch fotografierte die Szenen in wunderbarem Technicolor, sich an die Ölgemälde des amerikanischen Künstlers Frederick Remington (1861-1909) anlehnend. Und niemals hat man solch beeindruckende, weite Himmel voller Wolkenformationen gesehen. Die Handlung, mit ihrer Verbindung von Melancholie und schwankhafter Posse -- Victor MacLaglen (der auch in den beiden anderen Filmen der Trilogie spielt) gibt einen großartigen Hofnarren ab -- mag an Stücke von Shakespeare erinnern. Die anrührendste Szene, in der Wayne mit den Tränen kämpft, als ihm seine Männer zum Abschied eine goldene Uhr überreichen, ist ein unvergessliches Stück bittersüßen Gefühlskinos. Sollte man die Trilogie hintereinander anschauen wollen, ist dieser Film ein würdiger Abschluss. --Bill Desowitz

Produktbeschreibungen

Indianergebiet 1878. Der alte Captain der Kavallerie, Nathan Brittles (John Wayne), steht kurz vor seiner Pensionierung, will sein Kommando aber noch nicht ablegen. Er weiß, dass er die meiste Erfahrung mit den Indianern hat. Sein letzter Auftrag besteht darin, mit einer Patrouille zwei Frauen zur nächsten Postkutschenstation zu begleiten. Da erhält er die Meldung, dass tausend indianische Krieger schwer bewaffnet auf ihn

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Kundenrezensionen

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23 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Edelwestern auf beispielhafter DVD 20. Oktober 2006
Format:DVD
Inspiriert von den Kurzgeschichten des Journalisten und Drehbuchschreibers James Warner Bellah schuf Meisterregisseur John Ford seine Filmtrilogie über die 7. US-Kavallerie: „Bis zum letzten Mann“ (1948), „Der Teufelshauptmann“ (1949) und „Rio Grande“ (1950). In allen drei Werken stehen sowohl John Wayne wie auch das britische Unikum Victor McLaglen gemeinsam vor der Kamera. Und an deren Seite gleich eine ganze Riege hochkarätiger Schauspieler wie z.B. Henry Fonda, Shirley Temple, Joanne Dru oder auch Maureen O`Hara.

„Der Teufelshauptmann“ (Originaltitel: She Wore A Yellow Ribbon) ist der mittlere Film dieser außergewöhnlichen Trilogie, insbesondere aber der einzige, welcher damals schon in Farbe aufgenommen wurde. Für die atemberaubenden Landschaftsaufnahmen des Monument Valley – als Hauptschauplatz der Handlung – erhielt Kameramann Winton C. Hoch auch prompt den begehrten Oscar. Sehr verdient, denn dieser Edelwestern ist insgesamt fantastisch fotografiert. Der Film lebt nicht zuletzt von jener Symbiose zwischen Darsteller und schier unendlich weitem Land. Unvergeßlich die Gewitterszene des Kavallerie Trupps vor solch gigantischer Kulisse.

Rührend aber auch die Dialoge des Hauptmann Nathan Brittles (John Wayne) am Grab mit seiner verstorbenen Frau. Und die schon obligatorischen verbalen Scharmützel mit seinem Sergeanten Quincannon (Victor McLaglen) vor dem morgendlichen Appell. Oder auch das freundschaftliche Gespräch im Indianerlager mit dem alten Häuptling Springender Fuchs (Chief Big Tree), um den Aufstand der Rothäute doch noch zu verhindern. Nur wenige Western bieten eine solche Harmonie von glaubwürdiger Handlung, gescheiten Dialogen, humoristischen Einlagen und richtig dosierter Actionszenen. Angeblich auch der einzigste Film in der langen Karriere des Duke, in dem er künstlich älter geschminkt werden mußte. Als die Dreharbeiten am 27.Oktober 1948 begannen, war John Wayne gerade mal 41 Jahre jung.

Beeindruckend bei dieser DVD aus dem Hause Kinowelt ist ferner die unglaublich gute Bild- und Tonqualität für einen alten Streifen aus dem Jahre 1949. Man mag bei der vorliegenden Farbbrillianz und Tiefenschärfe kaum glauben, daß dieses Material schon weit mehr als ein halbes Jahrhundert auf dem Buckel hat. Die deutsche Tonspur bietet übrigens die Originalsynchronisation der Simoton Film GmbH Berlin aus dem Jahre 1953 an. Mit dem Dialogbuch und der Regiearbeit von Richard Busch gibt es ein Wiederhören vieler bekannter Synchronschauspieler jener Tage, die mit ihren markanten und einfühlsamen Stimmen maßgeblich zur Sympathie des Films beitrugen. John Wayne hier mit der Stimme von Ernst-Wilhelm Borchert und Victor McLaglen mit dem unverkennbaren Organ des Eduard Wandrey zu hören.

Sogar das Bonusmaterial dieser Ausnahme-DVD glänzt mit Raritäten: Die Trailer zu „Der Teufelshauptmann“, „Bis zum letzten Mann“ und „Der Sieger“ sind die deutschen Original-Kinotrailer!!! Alleine diese zusätzliche Kostbarkeit ist schon den Kauf wert.

Fazit: Ein Edelwestern auf beispielhafter DVD – besser geht es nicht. Die beiden anderen Filme der Trilogie sind ebenfalls bei Kinowelt erschienen. Eine lohnenswerte Investition für alle Cineasten des Genres.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen sentimental, aber schön 8. Juni 2007
Von Snorri
Format:DVD|Von Amazon bestätigter Kauf
Von den drei Filmen der Kavallerie-Trilogie, die John Ford 1948-50 mit John Wayne drehte, ist dies der sentimentalste und künstlerisch schwächste. Trotzdem ist "Der Teufelshauptmann" (so der idiotische deutsche Titel) ein schöner Film. Was fehlt, ist ein wirklicher Konflikt. Die Rivalität zwischen den beiden Leutnants, passabel gespielt von John Agar und Harry Carey jr., um die schöne Joanne Dru ist allzu stereotyp und gewinnt kein echtes Interesse. Victor McLaglan ist in den anderen beiden Filmen komischer. Anders als in "bis um letzten Mann", wo eine ganze Reihe von Personen detailliert und plausibel charakterisiert wird, bleiben die Figuren hier überwiegend skizzenhaft. Am ehesten gewinnt noch Ben Johnson als Sergeant mit Südstaaten-Vergangenheit eigenes Profil.
Bleibt John Wayne, hier so weit vom Haudegen-Klischee entfernt wie irgend möglich. Und Wayne, der ein Jahr zuvor (in "Angel and the Badman") noch den jugendlichen Liebhaber gegeben hatte, spielt den pensionsreifen Hauptmann Brittles mehr als nur respektabel. Man gönnt ihm den guten Ausgang von Herzen, obwohl dieser durch die vorangehende Handlung nicht motiviert ist, sondern durch einen alten Dramatikertrick, den "reitenden Boten des Königs" (bzw. hier des Präsidenten) herbeigeführt werden muss. Wayne gibt dem alternden Brittles genug Festigkeit und Haltung, um die Geschichte nicht völlig ins Rührselige abdriften zu lassen, und spielt die vielen leisen Szenen mit Wärme und Innigkeit. Sehr schön insbesondere die Szenen mit ihm und Ben Johnson, in denen die von gegenseitigem Respekt bestimmte Beziehung dieser beiden Personen nur verhalten angedeutet wird. Wayne, und die grandiosen Bilder, ermöglichen es dem Zuschauer, sich auf diesen Film einzulassen, obwohl seine Handlung nicht wirklich fesselnd genannt werden kann. Und wer sich einlässt, dem ist ein schöner, etwas bittersüßer Filmabend gewiss.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Tristram Shandy TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:DVD
(Vorsicht, Spoiler!)

Die vollmundigen Worte, mit denen der allwissende Erzähler in John Fords Western "She Wore a Yellow Ribbon" (1949) - im Deutschen trägt er den ziemlich idiotischen Titel "Der Teufelshauptmann" - die US-Kavallerie, genauer die vom Regisseur so geliebte 7. Kavallerie, am Ende des Filmes die Taten der Soldaten glorifiziert, mögen dem modernen Zeitgenossen übel aufstoßen, kennt er aus der jüngsten Vergangenheit doch ebenfalls genug über das Wirken des Militärs der Vereinigten Staaten. Bereits die schmissige, einen Anschein falscher Ausgelassenheit verbreitende Militärmusik, mit der der Film eingeleitet wird, dürfte Ford bei Zuschauern, die mit seinem Werk weniger vertraut sind, unter einseitigen Ideologieverdacht stellen. Dennoch - und das mag den stets entrüstungsbereiten Gutmenschen enttäuschen - ist Fords Film nicht ganz so propagandistisch, wie man vielleicht denken mag.

"She Wore a Yellow Ribbon" erzählt die Geschichte des Hauptmanns Nathan Brittles (John Wayne), der kurz vor seiner Pensionierung steht und im Angesichte eines drohenden "Indianeraufstandes" größten Ausmaßes - mehrere bislang miteinander verfeindete Stämme haben sich anläßlich des Todes des größenwahnsinnigen Oberstleutnants Custer verbündet - während einer Patrouille die Ehefrau (Mildred Natwick) und die Nichte, Olivia Dandrigde (Joanne Dru), seines Vorgesetzten aus dem bedrohten Fort bringen soll. Er erreicht den Außenposten aber zu spät und findet dort nur noch einige Überlebende eines Indianerüberfalls vor. Mittels einer List gelingt es ihm jedoch im Anschluß, den Krieg zwischen den Weißen und den Indianers - fürs erste - abzuwenden, indem er die Pferde der Indianer auseinandertreibt.

Von vielen Westernfreunden wird dieser zweite Teil als der beste der Kavallerie-Trilogie angesehen, was wahrscheinlich auch daran liegt, daß Ford hier in Technicolor gedreht und viele Bilder von bezaubernder Schönheit produziert hat, die deutlich an das Werk des Künstlers Frederic Remington angelehnt sind, und in diesem Film wie in keinem anderen die natürliche Majestät des Monument Valley in Szene gesetzt hat. Wenn Brittles beispielsweise das Grab seiner Frau pflegt und intime Zwiesprache mit der Verstorbenen hält, dann sind die Mesas im Hintergrund in blutiges Abendrot getaucht, und unvergeßlich ist auch die Szene, in der die Patrouille über eine weitgestreckte Ebene zieht, während der über ihr liegende Himmel von Blitzen zerrissen wird. Diese letztgenannten Bilder sind übrigens Fords Insistieren darauf zu verdanken, daß der Kameramann Winton Hoch auch während des Gewitters weiterfilmen sollte, was er eigentlich nicht beabsichtigt hatte. Auch die Indianer, die in voller Kriegstracht und Bewaffnung das Land durchqueren, werden in langen, immer wiederkehrenden Einstellungen zelebriert.

Trotz dieser visuellen Pracht liegt mir eigentlich mehr am Auftakt der Trilogie, dem Film Bis zum letzten Mann, da hier die von Henry Fonda gespielte Figur des Offiziers Thursday für mehr Differenzierung sorgt. Doch betrachtet man "Yellow Ribbon" im Kontext mit diesem ersten Film, dann drängt sich der Gedanke auf, Ford habe mit Brittles das positive Gegenbild zu Thursday zeichnen wollen. Während Thursday ein Ehrgeizling mit aristokratischen Allüren und somit ein harter und fühlloser Vorgesetzter ist, der bei seinen Männern zwar Furcht, aber keinen Respekt auslösen kann, ist Brittles eine empathische Vaterfigur mit natürlicher Autorität. Zum Abschied schenken ihm seine Soldaten eine Uhr mit der Inschrift "Lest We Forget", und während seiner letzten Mission gelingt es ihm auch auf feinfühlige Weise, zwei junge Leutnants, die um die Gunst Olivias rivalisieren, auf den rechten Weg zu bringen. Der versnobte Leutnant Pennell (Harry Carey, Jr.) aus reichem Elternhause, der bereits sein Abschiedsgesuch eingereicht hat, wird von Brittles dazu bewogen, in der Armee zu bleiben, wo er - gemäß Fords Botschaft, die er auch dem anderen Leutnant explizit in den Mund legt - zu einem Mann mit Verantwortungsbewußtsein erzogen werden kann. Außerdem sorgt Brittles auch dafür, daß Leutnant Cohill (John Agar) und Olivia Dandrigde zueinander finden. Brittles' väterliche Autorität und sein Feingefühl, die ihn vom machtbesessenen Thursday unterscheiden, wird am besten in der Szene deutlich, in der er einen Zwist zwischen Cohill und Pennell auf humorvolle Weise löst: Als Cohill Pennell, der zusammen mit Olivia zum Picknicken fahren will, im Fort zurückhält, da wegen allgemeiner Alarmbereitschaft niemand das Fort verlassen dürfe, und Pennell dagegen protestiert, erlaubt Brittles dem jungen Leutnant die Ausfahrt und das Picknick, behält aber Olivia zurück. So können beide junge Offiziere mehr oder weniger ihr Gesicht wahren.

Wie sehr die Armee einem Mann wie Brittles zur Familie geworden ist, ist natürlich auch ein Thema von Fords Film. Nicht allein der Name des Protagonisten deutet an, wie eng die Identität des Hauptmanns mit seinem Verbleib in der Armee verflochten ist, sondern auch die Tatsache, daß er nur einen einzigen Anzug besitzt, den er zudem noch nie getragen hat. Um ihn anzuprobieren, zieht er ihn zudem nicht selbst an, sondern läßt Sergeant Quincannon (Victor McLaglen, der als Larger-Than-Life-Irishman wieder für comic relief zu sorgen hat) diese Aufgabe übernehmen. Die leutselige und humorvolle Art, wie die beiden Männer miteinander umgehen, die beide mit Wehmut ihrem baldigen Abschied entgegenblicken, zeigt übrigens auch, daß beide genau da, wo sie sind, ihren eigentlichen Platz gefunden haben. Wie in vielen Filmen, die mit dem Militär zu tun haben, feiert Ford hier den "einfachen Mann" als den Inbegriff maskuliner Tugend und Verläßlichkeit. So hat Brittles - anders als der ebenfalls verwitwete Thursday - niemals die Verbundenheit zu seiner verstorbenen Frau verloren, deren Grab er regelmäßig aufsucht und hingebungsvoll pflegt. Auch Brittles' Verhältnis zu den Indianern weist ihn als Identifikationsfigur aus: Anders als der kriegslüsterne Thursday, der die Ureinwohner verteufelt, scheint Brittles ein von wahrer Freundschaft geprägtes Verhältnis zu dem Häuptling Pony That Walks (Chief John Big Tree) zu haben und versucht hartnäckig, den Frieden zwischen Weißen und Indianern aufrechtzuerhalten. In der Szene, in der Brittles mit dem machtlos gewordenen Häuptling spricht, der ihn resigniert auffordert, mit ihm zusammen jagen zu gehen, da die jungen Männer unbedingt kämpfen wollen, schwingt viel von Fords Melancholie über eine verloren gegangene Welt und die Unausweichlichkeit der Zerstörung der Kultur der Ureinwohner mit - eine Haltung, die auch in diesem scheinbar militärverherrlichenden Western für Differenzierung sorgt.

Auch Begräbnisse spielen in "Yellow Ribbon", wie üblicherweise bei Ford, eine bedeutende Rolle. Die Beisetzung der Menschen, die bei einem Indianerüberfall ihr Leben verloren - symbolischerweise konnten die Kinder gerettet werden -, gerät Ford hier zu einem Manifest der Versöhnung des alten Südens mit der Union, wenn ein Soldat mit der Konföderiertenflagge bestattet und der von Brittles sehr geschätzte Sergeant Tyree (Ben Johnson) für kurze Zeit mit dem Rang, den er in Lees Armee innehatte, angesprochen wird. Nur Außenseiter meiden in Fords Western Beerdigungen - man denke an Ethan Edwards' brüskes "Put an Amen to it" in Der Schwarze Falke -, und hier sind es Pennell, Cohill und Olivia, die der Zeremonie fernbleiben und sich statt dessen ein Eifersuchtsdrama liefern, das donnernd von Brittles unterbrochen wird. Ihre Abwesenheit von der Beerdigung ist ein Zeichen, daß sie ihre Position in der Gemeinschaft zu diesem Zeitpunkt noch nicht gefunden haben.

Mit Brittles ist Ford eine der tragischsten und doch heitersten Figuren des Westerns gelungen, die zeigt, daß man zwar die Zeiten nicht immer ändern, sie aber doch in bescheidenem Rahmen verbessern kann - durch Menschlichkeit, Feingefühl und geduldige Entschlossenheit. Ein Teil des Verdienstes gebührt hierbei natürlich auch John Wayne, der als Vierzigjähriger glaubhaft einen zwanzig Jahre älteren Mann verkörperte, nachdem Ford durch Waynes Darbietung in "Red River" aufgegangen war, daß der Duke tatsächlich schauspielern konnte.

Die Inschrift "Lest We Forget" ist somit eigentlich überflüssig, denn jeder, der "Yellow Ribbon" einmal gesehen hat, wird weder diesen durchaus mit Schwächen behafteten, aber dennoch fantastischen Film noch den rauhbeinig-stillen Helden Brittles vergessen.
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