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Der Teufel geht auf die Jagd - Das Leben des Aboriginals Ernie Holden
 
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Der Teufel geht auf die Jagd - Das Leben des Aboriginals Ernie Holden [Englisch] [Gebundene Ausgabe]

Tove Simpfendörfer
5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 170 Seiten
  • Verlag: Hammer (2001)
  • Sprache: Englisch
  • ISBN-10: 3872948695
  • ISBN-13: 978-3872948694
  • Größe und/oder Gewicht: 20,4 x 12,4 x 1,9 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 5.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (2 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 678.081 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Tove Simpfendörfer
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Produktbeschreibungen

Der Autor über sein Buch

Authentische Biographie eines Aboriginals
Seine Geschichte war an der australischen Ostküste bereits zur Legende geworden: Die Geschichte eines Mannes, der mit dem Teufel gekämpft und ihn besiegt hatte. In meinem literarischen Debüt "Der Teufel geht auf die Jagd" beschreibe ich "das Leben des Aboriginals Ernie Holden", dem ich während eines einjährigen Studienaufenthaltes in der Nähe Cooktowns (Queensland) begegnet bin.

Ich erinnere mich gut an meine Gespräche mit Ernie: Im Schatten einer Holzkirche hocken wir auf zwei wackeligen Stühlen, zwischen uns ein Tisch und das Diktiergerät, das Ernie Holden kein bisschen stört. Aus dem 35-jährigen Aboriginal flutet es ohne Vorgeplänkel heraus." Hinweggerissen lausche ich der rauen, ungemein kraftvollen Sprache. Aus Ernies Geschichte, die er mir im Verlauf einer knappen Woche erzählt, entsteht eine Biographie, Anfang März erschienen im Peter Hammer Verlag, Wuppertal.

Der Aboriginal Ernie Holden ist stark, charismatisch, versoffen, aber auch begabt mit einem feinen Gespür für das Echte, für ein Leben fern von Fremdbestimmung. In einem ungeheuren Kraftakt windet er sich aus dem Griff des Teufels, der Trunksucht, und nimmt zaghaft die Suche nach einer anderen Existenz auf. Zugegeben, da wird viel gesoffen und gehauen in Ernies "Gang", und Holden gehört zu den Wildesten. Doch das ist nicht alles. Hinter Ernie Grobschlächtigkeit blitzt immer wieder die Sehnsucht nach der "Traumzeit" auf, in der die Bewohner des Kontinents noch eins waren mit ihrem Land.

Szene für Szene baut sich eine Lebensgeschichte auf, die sich von westlichen Biographien wesentlich unterscheidet. Nur ein Beispiel: Egoismus als bestimmendes Merkmal der europäischen Kultur ist den Aboriginals fremd. Der Einzelne versteht sich immer als Teil des Clans, in ihm ist er geborgen und aufgehoben. Was einer besitzt, das besitzt die Familie. Umgekehrt gilt auch: Was der Familie gehört, gehört dem Einzelnen. Deswegen fällt es einer Mutter schwer, den Sohn in die Schranken zu weisen, wenn der ihr hart verdientes Geld für Alkohol verschleudert. Kein Wunder, dass Missverständnisse die gemeinsame Geschichte von Europäern und Aboriginals bestimmen.

Eine Leseprobe (S. 21f): "Ich trat vor und schlug den bulligen Viehtreiber. Zum Ausgleich verdroschen die beiden anderen Viehhirten Toby. Violet riss Nancy an den Haaren. Die beiden Ladys wälzten sich auf dem Boden. Auch Dick kippte, aus dem Gleichgewicht gebracht, um. Hans fiel aus. Er saß auf dem Hocker und klammerte sich an die Bar. Nicht nur, dass er nicht mehr reden konnte. Hans konnte auch nicht mehr kämpfen. Er becherte weiter seiner Form hinterher. Das war keine große Schlägerei, weißt du. Mehr eine Auseinandersetzung unter Freunden. Spaß gehört bei einer Feier dazu. Eine prächtige Doppelverlobung. Ganz stilvoll."

Über den Autor

Tove Simpfendörfer, geboren 1962 in Öhringen. Der promovierte Theologe und Diplom-Journalist arbeitet als Leiter Öffentlichkeitsarbeit und Wissenschaftskommunikation an der Hochschule Ravensburg-Weingarten. Seit er ein Jahr in Australien gelebt hat, träumt er regelmäßig vom Auswandern. Um sich abzulenken, schreibt er Gedichte und Prosatexte. Seine nächsten großen Projekte sind ein internationales Kochbuch sowie eine wissenschaftliche Publikation über die Menschenrechte in Australien.

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
19 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Gebundene Ausgabe
"Wild treiben es die Aboriginals". Diesen Eindruck hatte ich nach den ersten Kapiteln von "Der Teufel geht auf die Jagd". Hauptdarsteller Ernie Holden wird als rauher Geselle charakterisiert, dessen Lebensinhalt aus Saufen, Prügeleien und Gelegenheitsjobs zu bestehen scheint. Ursache: Verlust ursprünglicher Kultur und Identität, ähnlich der Situation mancher Indianerstämme Nordamerikas.

Die Situation spitzt sich zu, als Ernie Holden ins Gefängnis muß. Die lange Phase ohne Alkohol führt dazu, dass er klar im Kopf wird und anfängt, über sein Leben nachzudenken. Der Wille zur Änderung erzeugt erhebliche innere und äußere Widerstände und ist mit vielen Rückfällen verbunden. Ein Problem nicht nur der Aboriginals.

Den Kampf mit dem Teufel kann nur eine starke Persönlichkeit gewinnen. Autor Simpfendörfer beschreibt die Situation so, wie sie von Ernie Holden erlebt wurde. Deutlich wird: Bruchstücke der ehemaligen Kultur beeinflussen auch heute das Leben der Ureinwohner und dienen als Erklärung für manch eine aus westlicher Sicht nicht nachvollziehbare Handlung.

Es handelt sich nicht um eine erfundene Geschichte, sondern um eine Biografie, die Tove Simpfendörfer in Australien recherchiert hat. Im Nachwort beschreibt er die Hintergründe für die Story. Es zeichnet gute Autoren aus, dass sie sich längere Zeit mit der Materie beschäftigen, über die sie schreiben. In diesem Sinne kann ich "Der Teufel geht auf die Jagd" nur empfehlen und hoffe auf weitere wertvolle Bücher von diesem Autor.

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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von "mikemb2"
Format:Gebundene Ausgabe
Betrunkene Aboriginal ist ein bekanntes Bild in Australien. Warum sie betrunken sind ist eine Frage wen man dazu befragt. Doch eine gute und eindrückliche Antwort gibt das Buch über Ernie Holden. Es zeigt die Probleme auf in denen die Aboriginals leben. Das Buch ist äusserst spannend und informativ. Der Schreibstiel wohl an Ernie Holden angepasst. Mir gefällt die darin verwendete Sprache. Es ist eben eine richtig gute Reiseliteratur die wohl eher unbewusst auch die Kultur weiter vermittelt. Lesen und Freude daran haben.
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