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Der Teufel in der Weihnachtsnacht
 
 
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Der Teufel in der Weihnachtsnacht [Gebundene Ausgabe]

Charles Lewinsky
4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: Nagel & Kimche (6. September 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3312004659
  • ISBN-13: 978-3312004652
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 11,8 x 0,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (3 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 429.361 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

In der Nacht vor Weihnachten hat der Papst einen schrecklichen Traum. Der Teufel steht vor seinem Bett und führt ihn in Versuchung. Oder ist es gar kein Traum? Steht da wirklich und seinem Namen alle Ehre machend der Leibhaftige? Mit der erzählerischen Raffinesse, der spitzen Feder und dem Sinn für Humor, für den der Autor aus der Schweiz berühmt ist, lässt Charles Lewinsky in seiner Satire die ranghöchsten Autoritäten unterhalb des Herrgotts gegeneinander antreten. Die Spritztour ist ein amüsantes und großartiges Lesevergnügen - und eine unwiderstehliche Versuchung für jeden Leser, welcher Religion er auch angehören mag.

Über den Autor

Charles Lewinsky, geboren 1946, lebt in Zürich und in der Franche-Comté. Er arbeitete als Dramaturg, Regisseur und Redaktor, seit 1980 als freier Autor. Er schreibt Romane und Theaterstücke und ist der Autor vieler erfolgreicher Fernsehsendungen. Für seinen Roman Johannistag (2002) erhielt er den Preis der Schweiz. Schillerstiftung.

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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Günter Nawe "Herodot" TOP 100 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Einen Spaß wollte er sich machen - dieser Charles Lewinsky. Und das ist ihm bestens gelungen. Gerade recht zum Weihnachtsfest kommt diese nicht ganz ernstgemeinte Geschichte über den Papst und seinen unheiligen Besuch zur heiligen Weihnachtszeit.

Schwester Innocentia, Seiner Heiligkeit deutsche Haushälterin mit Schnurrbärtchen, ist eigentlich mal wieder schuld daran, dass es dank ihrer köstlichen Christstollen, die dem Papst schwer im Magen liegen, zu diesem außergewöhnlichen Rencontre kommt - zu einem Rededuell mit dem Teufel; mitten in der Nacht: ein Albtraum!

Will der Leibhaftige den Papst nach neutestamentlichem Strickmuster verführen? Immerhin kommt der Teufel sehr präsentabel daher, fein gekleidet und bestens gelaunt. Gut gelaunt war auch wohl Charles Lewinsky beim Schreiben dieses Textes. Er zündet ein wahrhaftiges Feuerwerk toller Ideen, witzig, intelligent und bei mancher Respektlosigkeit nie verletzend.

Nach Teufels Art also weiß sich Leibhaftige hervorragend zu verkaufen, sodass sogar dem Heiligen Vater manchmal nicht nur die Argumente ausgehen, sondern er beinahe wirklich in Versuchung kommt, dem Teufel zu glauben. Weiß Satan doch, wo dem Papst und damit der Kirche der berühmte Schuh drückt. Laufen ihnen doch die Schäfchen weg, bröckelt das Image, sinken die Erträge. So empfiehlt Satan nichts weniger als einen Relaunch, eine Optimierung kirchlicher Unternehmenspolitik und verspricht dadurch eine "Umsatzsteigerung" in allen Bereichen. Zum Beispiel Werbespots, die zum Empfang der Sakramente auffordern und das Beten wieder salonfähig machen sollen. Einen elektronischen Beichtstuhl empfiehlt er - eine wahrhaft teuflische Idee. Und ein letzter, sozusagen ultimativer Vorschlag: Sponsoring zum Füllen vatikanischer Kassen. Bedingung: die Sponsoren wollen bei allen Kulthandlungen und Verlautbarungen genannt werden. Zum Beispiel: Der Weihrauch riecht nach Käpt'n Iglus Fischstäbchen und die Zehn Gebote werden von Krombacher Pils präsentiert.

Es gibt noch mehr solcher Ideen, die alle sehr überzeugend klingen, sodass der Papst bereit ist, seine Unterschrift unter einen enstprechenden Vertrag zu setzen. Just in dem Augenblick schellt der Wecker und Schwester Innocentia steht in der Tür - mit einem großen Stück köstlichen Dresdener Christstollen.

Von der Art ist Lewinskys Erzählung vom Teufel, der den Papst in der Weihnachtsnacht besucht hat. Und auf seine Weise ein kleines und feines literarisches Kabinettstück.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von ½ TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe|Von Amazon bestätigter Kauf
Die vorliegende Geschichte des Schweizer Drehbuchautors und Schriftstellers Charles Lewinsky wurde bereits 1997 beim Haffmans Verlag veröffentlicht. Allerdings konnte man in den letzten Jahren nur noch antiquarische Exemplare erwerben. Es ist also äußerst erfreulich, dass Nagel & Kimche im Carl Hanser Verlag, München, eine Neuauflage gestartet haben. Zumal, da es sich um eine sehr liebevoll gestaltete Neuauflage handelt. Auf dem Titelbild: der nächtliche Himmel über Rom mit dem Teufel am Lenkrad und dem Papst daneben. Die Innenseite und das erste Blatt sind knallrot. Danach geht es auf weißem Hintergrund weiter. Der Text selber ist puristisch in einer gut lesbaren Schrift.

Dem Herrn im Himmel ist wieder einmal langweilig und so hat er eine Wette mit dem Teufel abgeschlossen. Zielobjekt ist in diesem Jahr kein Geringerer als sein oberster Stellvertreter auf Erden: der Papst persönlich. Dieser hat eben noch unter den Nachwirkungen von Schwester Innocentias Dresdner Christpanettone gelitten, sein Schlaf war reichlich unruhig, als er unangemeldet den teuflischen Besuch erhält.

Nun muss man wissen, der Teufel von heute ist nicht mehr so leicht erkennbar. Er versteckt sich in der Uniform eines Versicherungsvertreters, selbstverständlich mit Aktenköfferchen. Allerdings hat sein Dienstfahrzeug - ein roter Ferrari - elf Gänge. Schließlich steht der Teufel nicht im Stau auf Erden, sondern rast durch den Luftraum und darüber hinaus.

Zunächst belehrt der unerwartete Besucher den Papst über die wirtschaftliche Lage seines Unternehmens. Um die Finanzen der Kirche ist es nicht zum Besten bestellt. Jedes Unternehmen der freien Marktwirtschaft hätte schon längst über Personalmaßnahmen nachgedacht. Damit die Kirche die Krise übersteht, erläutert der teuflische Unternehmensberater erst einmal die Vorteile einer Fusion: "Einen Partner mit ähnlicher Produktpalette suchen und dann die Synergien nutzen. Die Mitarbeiterzahl verkleinern und unnötige Produktionsstätten abstoßen." Mit Produktionsstätten sind die unzähligen Orte gemeint, wo katholische und evangelische Kirchen Seite an Seite stehen trotz unbefriedigender Auslastung. Den freiwerdenden Immobilienbestand als Disco oder Supermarkt zu verleasen, erscheint dem Obersten Hirten dann allerdings nicht als bedenkenswerte Lösung der Finanzkrise.

Es ist wohl doch nicht so einfach, den Papst zu überrumpeln. Nun gut, der Teufel lässt sich nicht lumpen, und nimmt den Widerspenstigen mit auf eine nächtliche Spritztour. Während diesem Ausflug durch Zeit und Raum macht er ihn mit den modernsten Möglichkeiten der Geldbeschaffung vertraut. Es sind originelle Ideen darunter, die den Leser durchaus an das reale Leben erinnern. Jedoch, der Oberste Hirte will und will einfach nicht zustimmen, so dass unser teuflischer Tausendsassa sein letztes As aus dem Ärmel ziehen muss. Schließlich ist er auch Boss einer Werbeagentur und als solcher ein begnadeter Geschichtenerzähler (modern ausgedrückt: Storytelling). Zudem hat er die besten Leute. Alle Werber landen bei ihm in der Hölle, wie er stolz berichtet. Diese seine Werbe-Asse haben sich gewaltig ins Zeug gelegt - besser gesagt: sie haben alle Register gezogen - um den Papst zu verführen, und die Kirche als account zu gewinnen. Wie das wohl ausgeht?

Mein Fazit:
Kein Weihnachtskitsch, kein Weihnachtsmärchen für Kinder, sondern eine moderne Weihnachtserzählung mit zahlreichen Bezügen zum realen Wirtschaftsleben. Erfrischend in der Wortwahl und mit überraschenden Wendungen. Ich bin begeistert. Die sechzig Seiten sind viel zu schnell vorbei.

Ein teuflisches Vergnügen!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Gebundene Ausgabe
Frech, mit Tiefgang, hinterlistig, kritisch, verführerisch, schlimm, sehr schlimm, wenn das alles so geschehen wäre. Gott sei Dank! Es war alles nur ein Traum des Papstes.... Sehr lesenswerte Weihnachtsgeschichte für Heranwachsende, Erwachsene und jung gebliebene ältere Menschen!
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