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Der Terror der Ökonomie. Gebundene Ausgabe – 1997

12 Kundenrezensionen

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Frankfurt am Main , Wien : Büchergilde Gutenberg, (1997)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3763247238
  • ISBN-13: 978-3763247233
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (12 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 1.765.851 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Medium: geb. Buch, B Gutenberg Inhalt: V.Forrestier schildert in ihrem vielgelesenen Buch die Gefahren des globalen wirtschaftlichen Totalitalismus, drohendes Chaos in der gesellschaft durch massenarbeitslosigkeit

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen

5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Joachim Klotz am 13. Dezember 2009
Format: Taschenbuch Verifizierter Kauf
Auch wenn sich die Autorin gelegentlich wiederholt und Manches sicher überspitzt dargestellt wird, bleibt die Kernbotschaft des Buches doch elementar:
Globalisierung und Raff-Mentalität haben dazu geführt, dass die Macht immer mehr in den Händen weniger großer (weltweit operierender) Konzerne liegt. Mit der Folge, dass alles, was dem Profitdenken der verantwortlichen Konzern-Manager widerspricht, gnadenlos eliminiert, unterdrückt und ausgebeudet wird. Der menschliche Faktor (insbesondere unter dem Aspekt des Rechtes auf Arbeit) bleibt in Zeiten, in denen der Faktor Arbeit immer häufiger zu Gunsten undurchsichtiger Finanztransaktionen (sogenannte Derivate, die zumeist keinen Bezug mehr zur Realität haben) entwertet wird, fast zwangsläufig auf der Strecke. Dadurch werden ganze Bevölkerungsschichten (Arbeitslose, die z.B. in Vorstadtgettos zusammengepfercht werden und keine reale Chance haben ins "normale" menschliche Leben integriert zu werden), Länder und Kontinente von einem Mechanismus ausgegrenzt, der einzig einem völlig irrealen und menschenverachtenden Wachstumsanspruch verpflichtet zu sein scheint. Betrachtet man die Einzelschicksale die mit einem solchen System in aller Regel verbunden sind und welche Folgen damit auf Dauer verbunden sind, muss man in der Tat zu dem Schluß kommen, dass die Menschheit auf einen Katastrophe von enormem Ausmaß zusteuern, ohne dass die Mehrzahl der Betroffenen bis jetzt Kenntnis davon genommen hat, weil sie (u.a. von verantwortlichen Politikern) bewusst verdummt und in einen Zustand gefügiger Lethargie versetzt werden. Das Buch beschreibt übrigens exakt die Mechanismen die zur globalen Finanzkrise geführt haben (ohne das freilich die richtigen Konsequenzen gezogen worden wären) und ist insofern als visionär zu bezeichnen.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von falkj.info am 5. April 2009
Format: Taschenbuch
Das momentane System ist nicht dabei, zusammenzubrechen - es ist längst zusammengebrochen! Die Politiker versuchen nur noch, die Fakten wegzureden. Viviane Forrester zeigt, wie die Globalisierung der Wirtschaft, die Virtualisierung des Gewinn-Machens und so weiter es nie wieder ermöglichen werden, daß die Arbeitslosigkeit zurückgeht. Im Gegenteil, immer mehr und mehr Menschen sind als künftige Arbeitslose vorprogrammiert.
Die Menschen, für die das lebenslange Ausgenutztwerden über die letzten Generationen längst selbstverständlicher Alltag geworden ist, werden nun vom Kapitalismus nicht einmal mehr gebraucht, um ausgenutzt zu werden. Der Ruf nach Arbeit wird nirgendwohin führen. Dieses Buch enthält interessante Gedanken über das Arbeitslos-Sein, die Macht der Scham, die neue Armut, und mehr. Es gibt keine Antworten, keine Lösungen. Es will zeigen, daß die Ökonomen und Politiker keine Lösungen haben. Es mahnt dich, selbst nach Lösungen zu suchen, kleinen oder großen.
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8 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Ein Kunde am 1. Dezember 2000
Format: Taschenbuch
Obwohl Forresters Argumente stellenweise ein wenig zu stark vereinfachen und sich für meinen Geschmack zu sehr auf Frankreich beziehen (schließlich soll dies ein Buch über die Probleme der Globalisierung sein), kann man durchaus allgemeingültige Schlüsse ziehen. Das Buch ist in sofern ein Augenöffner, als es plausibel nachweist, daß unsere derzeitige Form des Wirtschaftens nichts mehr zu tun hat mit dem eigentlichen Kern der Gesellschaft: uns Menschen. Wie der Schweizer Ökonom Hans Christoph Binswanger (u.a. Autor von "die Glaubensgemeinschaft der Ökonomen") schrieb: "Die Dynamik der Wirtschaft scheint immer wieder zum Selbstzweck zu werden und daher eine Rückbindung an außerwirtschaftliche Maßstäbe zu benötigen, um maßvoll zu bleiben. Nur so kann die Wirtschaft ihren eigentlichen Sinn - die Grundlage für die volle Entfaltung des Lebens zu schaffen - behalten". Eben darum geht es in Forresters Buch. Welchen Sinn hat eine Wirtschaft, in der es am Ende ausschließlich um das Profitum geht, ohne dabei den Menschen zu dienen? Politiker beten das Dogma von Arbeitsplätzen und Wirtschaftswachstum herunter wie ein Mantra, dabei ist beides keineswegs mehr miteinander verbunden. Die Wirtschaft will den Konsumenten, aber nicht den Arbeitnehmer. Letzterer ist ein notwendiges Übel, das auf ein wohl funktionierendes Mindestmaß reduziert wird. Arbeit wird zur reinen Funktion, die den Konsum erst ermöglicht - eine weitere Funktion. In meinem Buch Rabenwelt gehe ich selber noch darüber hinaus und vertrete die extrem anmutende Ansicht, daß die Wirtschaft letztendlich sogar ohne Menschen - ja ohne jegliches Leben - weiterfunktionieren kann und wird.
Stefan Thiesen, Autor von "das verbotene Buch", "Rabenwelt" und "Climate Poker"
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von sorb@britneyspearsorg.com am 5. Juni 2001
Format: Taschenbuch
In einer Zeit, in der Polemik lange für den Wahlkampf genutzt wird, setzt V. Forrester sie für eine normale Wahrheit ein. Dieser Wahrheit wird also unterstellt, auf keiner Basis von Argumenten bestehen zu können. Leider gilt dies aber auch für westliche profitorientierte Politik, die noch weniger auf für die Mehrheit nachvollziehbaren Argumenten geschieht, und genau diese Interessendifferenz wird von Forrester ausführlich und mit Beispielen beschrieben. Das Ziel und die Essenz des Buches sind nicht die sachliche Kritik am Kapitalismus oder gar der Versuch seine Nachteile im Gespräch zu beweisen, sondern aufzuzeigen, dass genau dies nicht mehr möglich ist, da sich dieses System inzwischen aller Gegenargumente entledigt hat. Forrester wiederholt sich in einer hilflosen Situation völlig natürlich mit ihren Äußerungen, ihre Leser aufzuwecken. Ihre Naivität wirkt erbärmlich gegenüber den auf pseudokonstruktive, den Spielregeln entsprechende Argumente bauenden Systembefürwortern. Sie beweist in diesem Buch, dass Menschlichkeit in einer Welt bestimmt von Profit tatsächlich nicht zählt, sondern erst in ihrer Nützlichkeit bewiesen werden müsste. Sie beweist im ausgelösten Echo, vorgeschobene Sachlichkeit ist den Kapitalisten ein liebstes Mittel um die sachlichste aller Regeln des Kapitalismus zu verschleiern: Ich muss am meisten profitieren. Sie beweist mit erdrückenden Bildern und auch exakten Beispielen, wie der nur durch diese Regel entfachte Strom zu einer unaufhaltbaren Flutwelle nicht mehr zu ermessender Dimensionen wurde. Forrester bedient sich der nötigen Polemik, um Schanden die gefährliche Nähe zu verleihen, die sie zu uns haben.Lesen Sie weiter... ›
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