Ich liebe Doreen Virtue, wirklich... aber dieser Roman... Er fängt gut an, aber zum Schluß schwächelt er. Man sollte bei der Spiritualität und den geistigen Fähigkeiten, die die beiden Liebenden verbinden doch ein besseres Ende erwarten, gerade weil es ein Roman ist. Und wie sehr er auch auf Tatsachen beruht oder auch nicht (tatsächlich belegen lässt sich das wohl nicht mehr), das Romanende ist schlicht und ergreifend übel und
eine Resignation. Keiner der beiden hat aus seinen Fähigkeiten oder seiner Stellung etwas gemacht, ich sehe keine Entwicklung. Das wäre bei einem "normalen" Roman schon ein Grund für den Lektor gewesen, ihn abzuweisen.
Ich hab ihn in meine "Fehlkauf-Bücherecke" gestellt. Schade, ich denke, die Geschichte hätte mehr hergegeben.
Ja, auch ich wundere mich, dass Doreen immer ihren Doktortitel herausheben muss. Aber ich glaub nicht umbedingt, dass sie damit ihre Seriosität unter Beweis stellen will. Ich glaub sie braucht das für ihr Selbstbewußtsein. Wer ihre Bücher kennt, weiß, dass sie sich lange Zeit für unwürdig und nichtskönnend hielt.
Noch nerviger finde ich aber ihr Portraitfoto, dass jetzt, meine ich, seit etwa 10 Jahren dasselbe ist...
Aber wir haben doch alle unsere Macken. Ihre Kartendecks finde ich sehr gut und die meisten ihrer anderen Bücher auch. Das ist mir wichtiger, als ihr Auftreten.