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9
4,1 von 5 Sternen
Der Teezauberer: Roman
Format: TaschenbuchÄndern
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Klappentext:
Was geschieht, wenn Träume wahr werden? Eigentlich müsste Jakob glücklich sein: Er liebt seine Frau, seine kleine Teehandlung und er hat eine ganz besondere Fähigkeit wenn er vorliest, werden die Geschichten vor den Augen seiner Zuhörer zu Bildern; die Namen von Teesorten werden zu duftender Sommerhitze oder kühlem Herbstwind. Doch eines Morgens im späten Frühling beginnt er zu verstehen, dass sein Reisen auf Worten ihn nirgends ankommen lässt. Eine vage Sehnsucht ist in ihm und nährt seine Träume von einem Leben auf Tucholskys »Schloß Gripsholm« oder im Chicago alter Filme und von seiner großen Liebe zu Musils »Portugiesin«. Getrieben von diesen Wunschbildern reist er in die Stadt, die schon immer ein Tor zu anderen Welten war: Hamburg. Dort wird ihm ein geheimnisvoller Tee serviert und das Wunderbare geschieht: Seine Traumwelt wird zur Wirklichkeit...
Statement:
Was für ein Buch! Nachdem ich vor einiger Zeit vom gleichen Autor 'Der Duft von Schokolade' gelesen hatte, war ich begeistert. Doch die Reise durch 'Der Teezauberer', auch wenn sie aufgrund der etwas über 150 Seiten kurz war, hat mich fasziniert. Aber was ist es, das den Zauber ausmacht, der einen gefangen hält und man gar nicht mag, dass das Buch ein Ende hat? Gedanklich: 'Schade, schon vorbei.' Ich denke, es liegt an diesem besonderen Schreibstil, das Einfühlungsvermögen des Autors, den Leser mit auf diese bildliche Reise zu nehmen. Schritt für Schritt, Bild für Bild geht man mit Jakob, dem Teehändler, durch die Handlung. Er ist der Hautprotagonist der Geschichte, doch zugleich begleitet von den anderen Charakteren, seine Frau Marietta, angenehm und doch manchmal so unscheinbar, sein Freund Hermann, der Chirurg, der oft für ein derbes Wort dasteht, Luise, in Hermann verliebt, ja und dann die Gräfin. Jakob, mit seinen Visionen, mit der Leidenschaft zum Lesen und dem Tee. Wenn er erzählt, entschwebt man mit ihm in eine andere Welt. Die Geschichten werden vor dem inneren Auge lebendig. Mit seiner bildlichen Sprache bringt der Autor uns in ferne Länder, man meint in den Teeplantagen zu wandeln und der Duft der Blätter bleibt an der Kleidung hängen.
Jakob erkennt, dass er seinen Visionen hinterher läuft und macht sich auf die Reise in die Stadt, die für viele das Tor in eine andere Welt, eine andere Zukunft ist ' Hamburg. Dort begegnet er seiner 'Portugiesin'. Er taumelt zwischen Realität und Traum, verfängt sich in den lockenden Armen der Liebe.
Der Protagonist und die Charakteren des Romans haben wir ausgesprochen gut gefallen. Ewald Arenz hat eine besondere Art, in schönen Sprachbildern den Leser die Handlung mitfühlen, miterleben zu lassen.
Erwähnenswert die einzelnen Episoden aus der Geschichte des Tees, z. B.:
Um das Jahr 780 schrieb Lu-Yu, der Dichtermönch, das chá-ching, das Buch vom Tee.
(S. 51)
Das gibt dem Buch noch einmal eine besondere Note.
Fazit:
Mit einem ansprechenden Cover, das schon den diskreten Hinweis auf eine Liebesgeschichte gibt, hat das Buch einen besonderen Stellenwert in meinem Buchregal gefunden. Es lässt sich sehr gut lesen. Die besondere Atmosphäre zieht den Leser in seinen Bann. 'Der Alchimist' von Paulo Coelho besitzt ebenfalls eine besondere Atmosphäre, auf eine andere Art, aber als ich 'Der Teezauberer' las, war ich genauso gefangen wie bei dem vorgenannten Buch. Sie gehören für mich mit zu den schönsten Büchern, die ich in der letzten Zeit gelesen habe. Wenn es darum geht, dass man etwas sucht, vielleicht auch nur genießen möchte, für den Moment hilft es über eine Traurigkeit hinweg, es gibt so vieles, was noch aufgezählt werden könnte, solche Bücher tun gut!
Vielleicht ist es aber auch eine Frage der Sichtweise eines jeden.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 5. November 2013
Ich habe das Buch gesehen,den Titel gelesen und war mir sicher ich würde es mögen. Ein wirklich hübsches Cover und dazu dieser bezaubernde Titel und dann sollte es um Tee und Bücher gehen. Genau mein Ding dachte ich mir und konnte es kaum erwarten anzufangen. Vielleicht waren meine Erwartungen auch einfach zu hoch, aber mich hat das Buch leider nicht überzeugt. Und das leider meine ich wirklich ernst, denn ich wollte das Buch so so gerne toll finden. Aber was soll ich machen, ich muss leider zugeben, dass ich mich die meiste Zeit über gelangweilt habe. Für mich bekommen die Figuren in der Geschichte einfach keine Tiefe, nicht einmal Jakob und das obwohl so intensiv auf alles was er denkt und fühlt eingegangen sind. Trotzdem konnte es mich in keiner Weise erreichen, wie gesagt leider. Auch die Geschichte des Tee die zwischen durch immer wieder in Teilen eingefügt wird, hat für mich ehrlich gesagt nicht positiv dazu beigetragen mich in die Geschichte ein zu finden, sie hat mich,so leid es mir tut,eher gestört. Ich hatte das Gefühl das der Lesefluss,wenn er denn mal vorhanden war dadurch eher unterbrochen wurde. Den zweiten Stern vergebe ich nur für die wirklich schöne Idee des Buches auch das "auf Worten reisen" fand ich einen netten Gedanken, aber das ist leider schon alles was ich dem Buch positives abgewinnen kann.
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Als sie einschliefen, ineinandergegossen, dachte Marietta: und trotzdem träumst du. Und Jakob: Und trotzdem träume ich. (S. 55)

Jakob ist ein erfoglreicher Tee- und Kaffeehändler, mit seiner Familie führt er ein beschauliches Leben. Seine Leidenschaft für Tee und Kaffee aus aller Welt erfüllt sein Dasein und er kann Menschen mit einer guten Tasse Tee und seinen Worten auf Reisen schicken.

Doch was er für andere schafft, fehlt ihm selbst immer mehr. Er fühlt sich leer und leerer, schließlich begibt Jakob sich auf eine Suche um seine Sehnsucht nach Wahrheit zu stillen.

Ewald Arenz beschreibt mit wunderschönen Worten die Geschichte eines Mannes, der auf der Suche nach sich selbst sich immer mehr verliert und dabei doch auf den Kern seines ureigensten Seins stößt.

Dabei gelingt es ihm surreale Szenen mit der Kraft von Bildern auszudrücken, sodass die LeserInnen bald meinen selbst mitten in der von Jakob erschaffenen Welt zu stecken.

Mit dem Protagonisten verschmelzen die LeserInnen direkt zu Beginn des Buches und so ist es nicht verwunderlich, dass der Ausstieg aus demselben wiederum schwer fällt und man noch gerne weiter mit Jakob auf Worten reisen und mehr über die Geschichte des Tees erfahren möchte.
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am 18. September 2014
So schade - so eine Menge Potential - ein schönes Thema, eine schöne Grundidee, die Fähigkeit des Autors mit Worten zu malen - und dann das: ein Verwirrspiel, verstörend, anstrengend. Vielleicht habe ich das Buch einfach nur nicht verstanden, aber nach den letzen ausgelesenen Seiten (auf denen ich immer noch auf eine klärende Wendung gewartet habe - das hätte einiges retten können,) blieb ich einfach ratlos und ein bisschen unglücklich zurück. "Ehrlich und Söhne- Bestattungen aller Art" hat mir sehr gut gefallen - der Grund für mich "Der Teezauberer" zu kaufen, aber hier war ich einfach nur enttäuscht.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Ich muss gestehen, dass mir ein bisschen die Worte fehlen, um dieses Buch zu beschreiben. Von daher werde ich mich diesmal kurz halten.

Zuerst einmal muss ich sagen, dass dieses Buch, in meinen Augen, ein MUSS für alle Teeliebhaber ist. Ich habe in diesem Werk einiges über die Geschichte des Tees gelernt und möchte kein einziges Wort davon mehr missen. Wirklich wunderbar und für mich das Highlight schlechthin.

Zur Geschichte an sich kann ich einfach nicht viel sagen. Der Autor weiß wirklich mit Worten umzugehen und eine Symphonie daraus zu entwickeln. Ich habe so viele Sätze wahrlich genossen und inhaliert, dass ich oft das Gefühl hatte, mich in einem Rausch zu befinden. Irgendwie mutet die Geschichte am Ende auch stark an, dass der Protagonist gerade eine Drogenerfahrung durchmacht und doch ist und bleibt es einfach ein Gesamtkunstwerk, dass ich nicht mehr vergessen möchte.

Ich kann nur sagen, ich bin auch auf Worten gereist und die Reise war wahrhaftig eine Offenbarung.
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1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 15. August 2013
Herrlich! Von solchen Büchern sollte es mehr geben! Ich habe das Buch letzten Sommer bereits zum zweiten Mal gelesen, denn solch ein Buch ist wirklich selten!
Was ich so mag? Den Schreibstil, das Poetische, die Wortmalerei, das "Reisen auf Wörtern". Die Beschreibungen sind wunderschön und durch das Thema Tee hat es mich noch vollends in seinen Bann gezogen, da ich absoluter Tee-Gourmet bin und ich die Düfte und Geschmäcker während des Lesens richtiggehend gelebt habe. Ein herrliches Buch, das einen zwar vielleicht etwas verwirrt zurücklässt, jedoch auf jeden Fall im Gedächtnis bleibt.
P.S: Der Duft von Schokolade (selber Autor) kann ich übrigens auch empfehlen :-) .
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 4. Juli 2013
Eine überraschende, rasante Geschichte mit historischen Informationen zum Tee. Mir liegt seine Art sehr und ich genieße diese Buch gerade sehr. Auch als Geschenk besonders geeignet.
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3 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Zitat:
Die Dunkelheit löste ein wenig die Zunge. "Wovon träumst du?"
"Wovon träume ich...?" wiederholte Jacob sinnierend die Frage. "Wovon? Ich habe keine Ahnung. Von der Sehnsucht. Von Liebe vielleicht."
Die Luft wurde kühl.
"Liebe", sagte Marietta. Sie schwiegen eine Weile. "Liebst du mich noch?" fragte sie schließlich.
Jakob wandte sich ihr zu. "Ja", sagte er sehr ernst, "wenn ich dich nicht mehr liebte, wäre ich lange fort. Ich liebe dich."
Als sie einschliefen, ineinandergegossen, dachte Marietta: Und trotzdem träumst du.
Und Jakob: Und trotzdem träume ich."

S. 55

Inhalt:
Jakob betreibt einen erfolgreichen Teeladen. Gemeinsam mit seiner Frau Marietta und seiner kleinen Tochter führt er ein recht beschauliches Leben. Wenn da nicht diese ungestillte und undefinierbare Sehnsucht in ihm brodeln würde. Verloren in den Gerüchen und im Geschmack des Tees, kombiniert er diese aromatische Welt mit den Bildern aus seinen Lieblingsbüchern und begibt sich auf eine Suche; wodurch er sich stetig von seiner Familie und seinen Freunden entfernt.
Denn seine Worte üben einen nie gekannten Einfluss auf die Ordnung der Dinge aus und so muss Jakob am Ende erkennen, dass es nicht auf alles eine Antwort geben kann und nicht für jede Reise ein Ziel.

Meine Meinung:
Nichts hätte mich auf die vollkommene Schönheit dieses Romans vorbereiten können, die mich dazu einlud jedes Wort, jeden Satz und jedes Satzzeichen zu genießen. Denn in manche Geschichten tritt man hinein, taucht hinab und geht verändert aus ihnen hervor, ohne zu erkennen, was genau anders ist.
"Der Teezauberer" ist ein Buch zum langsamen Verkosten. Zum Versinken, zum sich darin Auflösen und niemals wiederkehren wollen.
Langsam entfaltete sich die Geschichte eines Individuums, der während der Suche nach dem Sinn seines Daseins eine ganze Welt entdeckt. Nur sich selbst, sich selbst kann er darin nicht finden;
der versunken in magischen Augenblicken dieses drängende Sehnen fühlt, dass er nicht zu befriedigen in der Lage ist.

Zitat: "Jakob",sagte er abfällig zu sich selbst, "du bist satt und hättest gerne Hunger. Armer Jakob"

S.18

In "Der Teezauberer" begegnete mir eine feine, grazile, furchtbar zerbrechliche Geschichte, die mich mit ihrer Schönheit derart blendete, dass ich mich Ewald Arenzs magischen Worten nicht zu entziehen vermochte.
Es ist erstaunlich wie unterschiedlich Bücher sein können und wie sie in ihrer Intention eine Botschaft an die Menschen zu vermitteln, in dieser Vorgehensweise extrem voneinander abweichen.

Zitat: "Deine Liebe", sagte Marietta an diesem Morgen, "steht in den Büchern." Es war ein seltsamer Kater, den sie die hatte: Welcher Kater bleibt nach einem Luftrausch? Einem Rausch von Wörtern und von Zauberei? Nüchtern wiederholte sie: "Deine Liebe steht in den Büchern."
Jakob wehrte sich. Er liebte Marietta. Als er das sagte, bewegte sich die Luft ein wenig.

S. 44

Manchen Werken kann man mit Worten nicht gerecht werden, denn was man in ihnen vorfindet, umschließt eine ganze Welt, so vielfältig wie die unzähligen Teesorten dieser Erde es sein müssen. So bekam auch ich während des Lesens von "Der Teezauberer" ein dumpfes Gefühl in der Brust, das sich zu einer innerlich ausbreitenden Hitze entwickelte, weil die Geschichte so unerträglich vollkommen war.
Dieses Werk versinnbildlicht vieles für mich. Eines davon ist eine von Tee und Gefühlen begleitete Reise in die Seele der Menschheit.
So sucht Jakob nach Veränderungen. Der, der eigentlich schon alles hat. Am Ende ist er derjenige, der alles ausnahmslos verändert hat, ausgenommen sich selbst; er ist er selbst geblieben und bleibt von äußeren Einwirkungen unbeeinflusst.

Zitat: "Deine Lippen glänzen", sagte Jakob. "Du siehst schön aus."

S. 28

Den erfolgreichen Besitzer eines Teeladens, glücklicher Familienvater einer Tochter verlangt es nicht nach Reichtum oder Ruhm. Er sucht etwas unbestimmtes, etwas, das ihn umtreibt, bis seine Reise, ob in Träumen oder der Wirklichkeit, ihn zu verschlinge droht.

Zitat: Als sie viel später eingeschlafen waren, wachte er noch einmal auf , weil ihn ein Hunger, wie er ihn noch nie gefühlt hatte, mit Gewalt aus dem Schlaff riß. Jakob stand auf. In ihm wütete der Hunger wie eine gefangene Katze.

S. 117

Ich begann mit dem Lesen dieses verblüffenden Werkes und irgendeinen Punkt muss ich unbemerkt überschritten haben, bei dem meine meine Aufmerksamkeit sich über bloßes Lesen in eine Leidenschaft für dieses Buch verwandelte und jetzt bin ich wie im Rausch verliebt; verliebt in dieses so kurze Buch, was mit sparsamen, sorgfältig gewählten Worten und mit seinen vielfältigen Zwischentönen und liebreizenden sprachlichen Bildern mehr zu erzählen vermag, als die dicksten Wälzer.

Zitat: "Bist du verliebt, schöne Luise?", fragte er.
"Ein bißchen", sagte Luise, nahm halb verlegen das gläserne Teesieb in die Hand und spielte geistesabwesend damit. Manchmal - sehr selten - war sie zu sich selbst nicht ganz ehrlich.
S. 13

"Der Teezauberer" ist ein einzigartiges Kunstwerk, indem Ewald Arenz jede Note richtig setzte, die Nuancen ins passende Verhältnis zueinander setzte und einzig mit der Kraft seiner Gedanken und einem malerischen Wortgebilde, die eine Geschichte schuf, die viele Menschen lieben sollten, da sie eine pure Lebenslust und noch nie komponierte, sinnliche Musik verströmt, die ich mir nicht einmal in meinen Gedanken ausmalen könnte.

Zitat: [...] zog ihn vor und küsste ihn.
In diesem Kuß versank Jakob fast ganz. Er war alles, was er sich gewünscht hatte. Ein Kuß wie aus den Kindertagen, weiß und klar. Ein reiner Kuß. Erst kalt, wie wenn man Schnee ißt, aber dann, wenn der Schnee beginnt, dein Blut in die Lippen und das Salz aus dem Blut zu ziehen, immer wärmer. Ein Aufgehen in der großen Klarheit. Ein Rausch von dünner, kalter Luft.

S. 126

Jakob ist ein Charakter voller wilder Gedanken im Kopf und gefüllt mit einer Liebe zu seinem Tee und Büchern. Ich begab mich nicht nur in Jakobs Kopf, sondern in die kulturelle und harmonische Welt des Tees, der neben seinen Aromen, Gerüchen und Geschmäckern eine eigene Magie zum Betören anwendet, über die Jakob einem Zauberer gleich unbewusst in seinem Sinne verfügen kann. Er jagt einem Traum nach, einem idealen Wunschbild, welches mich als Leserin genauso packte, fesselte und nicht mehr losließ wie Jakob.

Zitat: [...] Wenn er nicht arbeitete, las er. Er las, um die Sehnsucht fernzuhalten; er las seinen Geist und seine Seele müde, um schlafen zu können. Er las wie er früher als Kind gelesen hatte, und er las alles, was er bekommen konnte. [...] Wenn er las, nahm er um sich herum nichts mehr wahr, störte ihn weder das Telefon noch das unangenehm kalte Licht der Straßenlaternen. Und er las eilig, sein Lesen hatte etwas Atemloses, das nichts mit der Hingabe eines Kindes an eine Geschichte zu tun hatte, sondern eine ungewisse Furcht vermittelte, eine Furcht, eingeholt zu werden.

S. 52 und S. 54

Mein Fazit:
Ich klappte diesen historischen Roman bedächtig zu und spüre immer noch den Nachhall der Wellen, die dieser furiose, fulminante Roman verursachte.
Doch wovon handelt diese Geschichte nun wirklich?: Ist "Der Teezauberer" ein Buch über die Liebe?
Ein Roman über die Sehnsucht?
Ein Werk, das den Sinn des Lebens behandelt?
Eine Geschichte über die ungeträumten und geträumten Träume der Menschen?
Ein Buch über Leidenschaften?
Über Affären und Lügen?
Vielleicht...! Vielleicht noch viel mehr oder gar nichts davon. Findet heraus, was Ewald Arenz mit seiner süßen Begabung niedergeschrieben hat und was seine gelebte Fantasie in euch wecken wird. Was es auch sein mag, es kann gar nicht anders, als euch zu beglücken.

Die Welt in einer Tasse Tee... [...] "Vielleicht", sagte Jakob kaum hörbar, "vielleicht."

S. 104 und S. 107
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1 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2012
Romantisch angehaucht webt Ahrenz seine Geschichte um Jakob, den Teezauberer. Er schafft es mit Worten, Bilder und Gerüche zu malen, die den Leser immer tiefer in die Geschichte des Tees ziehen.

++ tolle, eher seltene Idee aus Duft und Worten solch kräftige Wörter zu malen
++ romantischer und damit abtauchender Schreibstil
++ auf Worten zu reisen
+/- eigentlich wunderbare Informationen über die Geschichte des Tees, mir persönlich ist es etwas zu viel geworden

-- Ahrenz benutzt die eine oder andere Rückblende zu viel, um uns Jakobs Welt zu zeigen. Zusammen mit der wundersamen Veränderung sorgt es leider für ein wenig Stolpergefahr.

Während des Lesens taucht man in eine surreale Welt aus Tee, Gerüchen und Worten, die zum Reisen verleiten. Doch wenn man das Buch zuklappt bleibt der Geschmack von kaltem Tee auf der Zunge zurück.
Als modernes Märchen mit einer heißen Tasse Tee sorgt es aber gerade zur Adventszeit für eine kleine Auszeit.

Drei von fünf Sternen mit der Tendenz zum vierten

(c) Kristin
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