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Der Teddybär
 
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Der Teddybär [Taschenbuch]

Georges Simenon , Ingrid Altrichter
2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

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Produktinformation

  • Taschenbuch: 192 Seiten
  • Verlag: Diogenes Verlag; Auflage: N.-A. (Juni 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3257216823
  • ISBN-13: 978-3257216820
  • Originaltitel: L'ours en peluche.
  • Größe und/oder Gewicht: 18,1 x 11,3 x 1,4 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 844.381 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Eigentlich müßte Jean Chabot, Gynäkologe und Klinikchef in Paris, ein glücklicher Mensch sein, hat er es doch im Leben zu allem gebracht, was er sich erträumte. Doch die Arbeit überfordert ihn, Familie und Geliebte langweilen ihn. Eines Nachts entdeckt er auf der Station eine Nachtschwester, die in einem Stuhl eingenickt ist. Jung und unschuldig, wie ein kuscheliger Teddybär anzuschauen, weckt sie in dem Arzt ein jähes Gefühl von Zärtlichkeit. Mit ihr erlebt er einen niegekannten, ekstatischen Moment des Glücks. Kurz darauf verschwindet der 'Teddybär' aus dem Krankenhaus.

Autorenporträt

Georges Simenon (1903-1989) wurde in Lüttich geboren und lebte ab 1957 in der Schweiz. Er gilt als einer der besten französisch-sprachigen Kriminalautoren.

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Jean Chabot ist Gynäkologe und Chirurg, ist Besitzer einer eigenen Klinik und Professor. Er wohnt in einer sehr schönen Ecke von Paris, hat eine immer jünger werdende Frau und drei Kinder, die auch ihren Weg zu machen scheinen. Chabot wird gern zu Gesellschaften eingeladen, da man sich gern mit seinem Namen schmückt; Gelegenheiten, die er selten und wenn nur ungern wahrnimmt. Wie es sich für einen Franzosen der oberen Gesellschaftsschicht gehört, hat er eine Geliebte, die praktischerweise auch seine Geliebte ist. Alles Voraussetzungen, um besonders glücklich zu sein oder halt auch besonders unglücklich. Chabot ist Letzteres und versucht in dieser Geschichte zu ergründen, warum.
Sein Leben hatte vor einigen Monaten einen Knacks bekommen. Es war »normal«, dass er hin und wieder eine Affäre mit einer Frau aus seiner Klinik anfing: dabei machte er keine großen Unterschiede, ob es sich um ein Zimmermädchen oder eine Krankenschwester handelte - Chabot war in dieser Beziehung nicht ideologisch verblendet (Simenon auch nicht). Eines Nachts stöberte er durch seine Klinik und entdeckte dabei eine junge Frau, die er noch nicht kannte und die ihm auf Anhieb gefiel. Seine Angestellte war in tiefen Schlaf versunken und so wie sie da lag, erinnerte sie ihn an einen Teddybär. Er konnte nicht umhin, sie zu streicheln. Beim nächsten Mal wurde ein wenig mehr draus und dann war sie verschwunden.
In dem sauber verwalteten Leben des Klinikchefs fiel es ihm zuerst gar nicht auf, er ahnte aber nach zwei Wochen, dass etwas nicht stimmen konnte. Denn nach den Dienstplänen hätte das junge Mädchen wieder arbeiten müssen. Irgendwann traute er sich zu Fragen, traute ist irklich das richtige Wort, wo denn das Mädchen abgeblieben ist. Dabei erfuhr er erstmals etwas über das Mädchen: sie hieß Emma, trug einen deutschen Familiennamen und stammte aus dem Elsass. Sie war, so die Auskunft, entlassen worden, weil sich herausstellte, dass sie keine guten Referenzen hatte. Chabot ahnte, dass dies nur ein Vorwand gewesen war. Vivianne, seine Sekretärin, war wieder einmal bemüht, Probleme, die auf ihn zukommen konnten, von ihm fernzuhalten.
Irgendwann las er in der Zeitung, dass eine junge Frau aus der Seine gezogen wurde, die Emma hieß und im fünften Monat schwanger war. Das war der Augenblick, wo es Chabot die Schuppen von den Augen fielen: Emma hatte nicht versucht, ihn anzubetteln, wenn sie in den vergangenen Monaten versuchte, Zugang zu ihm zu gelangen. Sie steckte tief im Schlamassel und er hatte sie in diesem gebracht. Chabots Entscheidungen hatte einem jungen Menschen das Leben gekostet.
Kurze Zeit darauf stellte sich ein junger Mann ein, der selbstverständlich nicht vorgelassen wurde (oder dies nicht wollte), und steckte hinter den Scheibenwischer von Chabots Wagen Zettel, auf denen der junge Mann deutlich machte, dass er, wenn sich die Gelegenheit bieten würde, Chabot umbringen würde. Ein Punkt mehr, der Chabot aus der gewohnten Ruhe bringt.
Der entscheidende Punkt, der Chabot zu einer Wende zwingt, ereignet sich im Kreissaal: er vergisst während der Geburt das Wort »Pressen«, kann der Frau auf dem Tisch nicht sagen, was sie zu tun hat. In diesem kleinen Augenblick, in dem die werdende Mutter Todesängste ausstand und sich das Personal fragte, was mit ihrem Chef los ist, fiel Chabot in ein tiefes Loch. Er hatte das Gefühlt, dass er alles vergessen hatte, was er jemals gelernt hat.
Chabot entscheidet sich zu einem alten Freund zu gehen, der Psychiater ist. Dieser versucht Jean zu helfen, scheitert aber weil Jean sich weigert ihm über seine Probleme zu erzählen. Letztendlich entscheidet sich Jean für Selbstmord. Nur für die Arbeit lebend, wachte er in den besten Jahren auf und stellt fest, dass er das Glück noch nicht entdeckt hat.

Meine Meinung zum Buch
Also wenn ich ganz ehrlich bin fand ich den Titel ziemlich unpassend. Vom so genannten Teddybär ist vielleicht auf 4 oder 5 Seiten die Rede und wenn er sich vielleicht auch wie ein roter Faden durch das Buch zieht, handelt das Buch ja doch mehr vom armen Doktor, der in Selbstzweifel versinkt. Vielleicht wäre der Titel: "Die melodramatischen Selbstzweifel eines armen Mannes" passender gewesen? Es gibt in dem Buch ein paar gute Stellen, er ist stellenweise auch recht interessant, aber eben nur stellenweise. Im Großen und Ganzen recht langwierig.

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