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Pressenotiz zu : Frankfurter Allgemeine Zeitung, 21.03.2000
Selbst als Fragment, wie er nach dem frühen Tod der Autorin jetzt erscheinen muss, ist dieser Roman noch erkennbar ihr "zentrales Buch" geworden, schreibt Christoph Bartmann. Um die Beschreibung der "Zerstörung des tschechischen Kultur durch den Bolschewismus", wie sie bereits in früheren Werken angeklungen ist, sei es ihr gegangen. Hier wird nun in der Figur des Malers Brandl die Stimmung in der Stadt Prag im Jahre 1978, eines der "bleiernen Jahre" nach 1968, das zwar nicht immer gleich tödlich bedrohliche, aber umso zersetzendere Klima der Lüge und "Degeneration"aufgezeigt. Der Rezensent ist beeindruckt von dem strengen, unnachsichtigen Blick der Pragerin auf ihre Landsleute. Und obwohl die "Prager Spaziergangs- und Gesprächs-Geschichte" zwischen Brandl und einer polnischen Freundin nicht mehr zu Ende geführt werden konnte, ist dieses Buch dennoch, so Bartmann, "als Fragment geglückt, als unvollendete Summe ihres insistierenden, störrischen, leidenschaftlichen Schreibens".
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Pressestimmen
">Der Taumel< ist ein letztes Dokument in einer langen Reihe deutschsprachiger Weltliteratur aus Prag. [...] Das fehlende Ende des sprachlich anspruchsvollen Fragments verleiht der Geschichte den Charakter der Unendlichkeit: Wir wissen nicht, woher und wohin, aber wir folgen dankbar, soweit uns Libuse Monikova noch führen konnte." Harald Loch, Rheinische Post, 30.03.00 ">Der Taumel< ist ein Roman, der auf großartige Weise mit dieser Erfahrung der Diskontinuität umgeht, indem er eine Verkettung von Motiven schafft, nichst in den Vordergrund schiebt, nichts singulär erscheinen läßt." Karin Röggla, Frankfurter Rundschau, 22.03.2000