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Der Tanz um das goldene Kalb: Der Ökokolonialismus Europas
 
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Der Tanz um das goldene Kalb: Der Ökokolonialismus Europas [Broschiert]

Josef H. Reichholf
4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)

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Broschiert, 28. Februar 2006 --  

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Produktinformation

  • Broschiert: 216 Seiten
  • Verlag: Wagenbach Klaus Gmbh (28. Februar 2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3803125324
  • ISBN-13: 978-3803125323
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 12 x 1,8 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.9 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 528.912 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Josef H. Reichholf
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Ein hochpolemisches und ein hochpolemisches und politisch brisantes Buch: Josef H. Reichholf stellt g„ngige Vorstellungen von Umweltverschmutzung und Naturschutz auf den Kopf und macht Vorschl„ge fr eine neue Landwirtschafts- und Umweltpolitik.
15 Millionen Rinder und fast 25 Millionen Schweine werden in deutscher Landwirtschaft gehalten - ihr Lebendgewicht bertrifft das Gewicht der Bev”lkerung um etwa das Fnffache. W„hrend das Abwasser der Menschen gekl„rt wird, l„uft Glle direkt in den Boden; Landschaften werden so bereinigt, daá am Ende die St„dte artenreicher sind als das Land. Und in Sdamerika werden Tropenw„lder gerodet, um neues Weideland fr Rinder zu gewinnen oder Futtermittel fr den Export nach Europa anzubauen.
Reichholf erkl„rt, weshalb die moderne europ„ische Hochleistungslandwirtschaft global der "nachhaltigen Entwicklung" und der "Erhaltung der Biodiversit„t" mehr schadet als die Bev”lkerungsexplosion oder der Schadstoffausstoá. Und was wir tun k”nnen in Deutschl and und Europa, um den "™kokolonialismus" zu beenden. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor

Josef H. Reichholf, 1945 in Aigen am Inn geboren. Der Zoologe, Evolutionsbiologe und Ökologe lehrt Naturschutz an der TU München und leitet die Wirbeltierabteilung der Zoologischen Staatssammlung München. U. a. war er lange im Präsidium des deutschen WWF, 2005 erhielt er die für einen Biologen höchste Auszeichnung, die Treviranus-Medaille.

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Kundenrezensionen

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen
25 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Christian von Montfort HALL OF FAME REZENSENT TOP 500 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Der Münchener Professor für Ökologie betrachtet in diesem Buch in einem ganzheitlichen Überblick die globalen Auswirkungen der Viehhaltung. Besonders alarmierend ist die Erkenntnis, wie extrem die Welt durch exzessive Viehhaltung belastet wird. Die schlimmsten Effekte sind Überdüngung mit Gülle, Gewässerbelastung, Treibhauseffekt durch Methan-Produktion, Tierquälerei durch Massentierhaltung sowie die Abholzung von unersetzbaren Tropenwäldern in der Dritten Welt, die zum größten Teil in Weiden und Flächen für Futtermittelanbau (für die Industrieländer) umgewandelt werden.

Reichholf arbeitet zu Beginn recht ausführlich mit statistischem Material, u.a. vergleicht er Deutschland mit der Serengeti - dem Gebiet mit dem höchsten natürlichen Bestand an Tieren auf der Welt. Der Tierbestand in Deutschland ist 4x höher, die Menschen nicht mitgerechnet. Dieser Überbestand führt zu massiven Schieflagen, u.a. müssen riesige Mengen an Futtermitteln importiert werden, die als Gülle auf den Feldern und im Grundwasser landen. Abgesehen dadurch, dass dieses Vorgehen das gesamte Kläranlagen-Konzept in Deutschland aushebelt, werden deutsche Felder systematisch überdüngt, während Tropenländer an Nährstoffen verarmen. Die Belastung durch Großvieh in Deutschland entspricht Reichholfs Rechnung zufolge etwa 40 Millionen PKW (!). Zu Artensterben und Biotopverlusten trägt die Landwirtschaft heutzutage weit mehr bei als die Industrie oder die Menschen, wie die überwältigende Artenvielfalt in Städten zeigt. Nachwievor konzentrieren sich Naturschützer jedoch auf die Industrie, das Kyoto-Protokoll beschränkt sich auf das CO2 (Industrie, Verkehr) und missachtet das Methan (Viehwirtschaft), obwohl die dadurch verursachte Klimaschädigung vergleichbar hoch ist.

Mit Prof.Reichholf rückt ein hochrangiger Wissenschaftler einige Dinge im Naturschutz gerade, was auch oder gerade Naturschützer erstaunen dürfte. Man mag einige Punkte diskutieren, engagierte Menschen sollten dieses Buch jedoch unbedingt lesen. Reichholf selbst isst zwar noch Fleisch, für mich als Vegetarier ist neben den gesundheitlichen Gründen und der Tierquälerei in der Massentierhaltung nun noch der Naturschutz dazugekommen.

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Important book 25. Februar 2005
Format:Gebundene Ausgabe
I was delighted to have been introduced the Goldene Kalb. I am the author of Common Sense Forestry, suggesting sustainable woodland management to forest owners. I was unaware that a decline in biodiversity can be attributed to the application of excessive fertilizers on farmland favoring invasive species and a resulting in fewer butterflies and other animals. Dr. Reichholf has researched the phenomena thoroughly and explains them convincingly.

Der Tanz um das goldene Kalb is not only very readable, but will be very helpful for anybody working towards the maintenance of biodiversity. It is an important book.

Hans Morsbach
Chicago, USA

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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ewald Judt HALL OF FAME REZENSENT TOP 1000 REZENSENT
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Mittlerweile liegt "Der Tanz um das goldene Kalb" des Evolutionsbiologen und Ökologen Josef H. Reichholf beim Wagenbach-Verlag bereits in der 3. Auflage vor. Das wurde möglich, weil die Brisanz des Themas zum Zeitpunkt der Erstauflage 2006 nicht nur groß war, sondern in den seit damals folgenden Jahren immer größer wurde. Und die Brisanz des Themas zeigt sich in einer aufeinanderfolgenden Kette von Skandalen, die mit Lebensmitteln im Zusammenhang stehen: giftige Mutationen von EHEC-Bakterien in Sprossen, tödliche Vogelgrippe bei Hühnerfleisch, Langfristgefahren durch BSE bei Rindfleisch, usw. In dem samt Literaturverzeichnis lediglich 151 Seiten umfassenden Buch werden in 5 Kapiteln verschiedene Aspekte der Veränderungen insbesondere der Landwirtschaft - weg vom bäuerlichen auf die örtlichen Verhältnisse und über Jahrhunderte gewachsenen Wirtschaften; hin zu einer Agroindustrie mit ihrer weltweit ausgreifenden, unkontrollierbaren und hochgradig mit Steuermitteln subventionierten Produktion - mit einer Fülle von negativen Folgen dargestellt. Angesichts der Dichte der Darstellung können nur auf einige Punkte einwähnt werden: Die Gier nach Fleisch und die Konsequenz mit der Welt als ein Planet der Nutztiere, es werden immer mehr Nahrungsmittel ans Vieh verfüttert und es wird immer mehr Gülle über die Felder ausgebracht (ca. 5x soviel wie menschliche Abwässer anfallen, die allerdings meist in Kläranlagen gereinigt werden); die Überdüngung der landwirtschaftlichen Nutzfläche mit einem Rückgang an Diversität von Flora und Fauna; die Invasion und Ausbreitung fremder Tier- und Pflanzenarten; die Verschmutzung des Wassers - immer weniger Menschen steht wirklich reines Trinkwasser zur Verfügung; die Tropenwaldvernichtung und die Auswirkungen auf den Rest der Welt; u.v.a.m. Nicht klar wird beim Lesen des Buches allerdings der Untertitel "Der Ökokolonialismus Europas", denn Europa ist nicht die einzige Weltregion, die zugunsten eigener Vorteile in anderen Regionen, d.s. die Developing Countries, Nachteile schafft, wobei sich dann die Frage stellt, ob diese Vorteile sich als nachhaltig darstellen. Insgesamt ein Buch, das viele interessante Aspekte über die weitgehend nicht nachhaltige Wirtschaft bringt, diese allerdings unorthodox und wenig systematisch aneinanderreiht. Nichtsdestoweniger ein lesenswertes Buch für alle, die einen Planeten für die Menschen wollen.
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