Der Autor kommentiert das Verhältnis von Gewinn zu Menschlichkeit und politisch gewollter Sinnhaftigkeit oder Unsinnigkeit.
Einleitend wird der Gewinn als zentrale Größe herausgearbeitet, an der sich alles orientiert. Dabei reicht die Wirkung bis tief hinein in die Kreditmärkte und bestimmt das Verhältnis der Investoren und Anleger.
Die scheinbare Selbstverständlichkeit: Gewinne sind gut, Verluste sind schlecht", oder: Gewinn-Unternehmen sind gesund, Verlust-Unternehmen sind krank" wird hinterfragt.
Danach wird der Bezug zur gesamtwirtschaftlichen, sozialen und ökologischen Dimension herausgearbeitet. Die Frage nach dem Sinn des Wirtschaftens wird deshalb neu gestellt.
Die schrankenlose Gewinnorientierung erreicht nur die Erhaltung eines toten Produktionsapparats, nicht aber die lebenden Einsatzfaktoren Natur und Mensch. Die eigentümliche (Un-)Ordnung der freien Marktwirtschaft", wie Senf dies nennt, gewährt den Eigentümern die Freiheit zum ökologischen und sozialen Raubbau zwecks Vermehrung ihres Eigentums.
Gut und exakt ausgeführt ist die jeweiligs positive Kritik an Silvio Gesell, Irving Fisher, Binswanger und Joseph Huber - und ihren Ideen zu einer Erneuerung der Geldschöpfung.
Die Gemeinsamkeiten zwischen Schauberger, Reich und Gesell nehmen einen umfangreichen Teil des Buches ein. Energie und Energiefluss werden mit dem Geldsystem in Korrelation gesetzt.
Als grundsätzlich Lebensfeindlichkeit arbeitet der Autor im Vorfeld jedoch wieder einmal den Zins heraus, der über den Zinseszins das exponentielle Wachstum des Gewinns ermöglicht. (Vergleich des Wachstums des Tumors bei Krebs.) Die Folge davon ist, dass die Zinslasten einen immer größeren Teil des Sozialprodukts aufbrauchen. Geld- und Tauschsysteme ohne Zins stehen im Lösungsansatz deshalb auch ganz vorne.
Im Kern des Buches wird also die Frage erarbeitet: wie kann die Ökonomie zur Besinnung kommen!
Inhaltsverzeichnis:
A) Der Tanz um den Gewinn
Von der Besinnungslosigkeit zur Besinnung der Ökonomie
Warum dreht sich alles um den Gewinn?
Verzerrte Aussagekraft von Gewinnen im Sozialismus
Die Aussagekraft von Gewinnen im Kapitalismus
Die Not-Wendigkeit einer sozial-ökologischen Besinnung der Ökonomie
B) Kontroversen um das Geld
Die Konferenz von Steyerberg 2000
Problempunkte des Geldsystems
Die Geheimnisse der Geldschöpfung
Silvio Gesells Konzept eines staatlichen Währungsamts mit zinsfreier Geldemission
Gesell, Silvio, Bd.11 : Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld 1920Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken - Mythos oder Realität?
Weltwirtschaftskrise 1929 und die Diskussion um ein 100%-Money"
100%-Money 100%-GeldDas Vollgeld-Konzept von Joseph Huber
Geldschöpfung in öffentlicher HandGeld und Magie - Hans Christoph Binswanger zur Geldschöpfung
Geld und MagieDie kollektive Verdrängung der Geld(schöpfungs)- und Zinsproblematik
C) Fließendes Geld und Heilung des sozialen Organismus
Die Lösung (der Blockierung) ist die Lösung
Gemeinsamkeiten zwischen Schauberger, Reich und Gesell
Viktor Schauberger und die Fließbewegung des Wassers
Wilhelm Reich und die Fließbewegung der Lebensenergie
Silvio Gesell und die Fließbewegung des Geldes
Zerstörung und Wiederentdeckung des Lebendigen
D) Börsenfieber und kollektiver Wahn
Impressionen vom Börsengeschehen
Gemeinsames Muster individuellen und kollektiven Wahns
Individuelle Panzerung und gespaltener Energiefluss - Ergebnisse der Schizophrenieforschung von Wilhelm Reich
Gespaltener Geldfluss und Wirtschaftskrisen
Die Spaltung des Geldflusses in Realwirtschaft und spekulative Finanzmärkte
Ursachenbehandlung oder Symptombekämpfung?
Der Funktionswandel der Finanzmärkte: Von der Finanzierung zur Spekulation
Die Krise des Weltfinanzsystems - auf dem Weg in den Super-Gau?
Die Suche nach Sündenböcken als Personalisierung der Systemkrise
Gespaltener Geldfluss - gespaltener Energiefluss: Funktionelle Identität zwischen Börsengeschehen und individuellem Wahn
Weitere Bücher zum Thema:
Kompakt aufbereitet in:
Prinz des Goldes: Fabelhafte FinanzkriseWeitere Bücher von Bernd Senf:
Die blinden Flecken der ÖkonomieDer Nebel um das Geld