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Der Talmud [Taschenbuch]

Michael Krupp
4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)

Erhältlich bei diesen Anbietern.



Kurzbeschreibung

1995
Der Talmud, die Grundschrift des Judentums, enthält die Tradition der Gesetzeslehre im Judentum und umfaßt insbesondere Auslegungen, Anwendungen und Weiterbildungen des mosaischen Gesetzes sowie erzählerische Texte.

Michael Krupp erschließt die Kardinaltexte des Talmud und demonstriert gleichzeitig, welchen Wert das Studium des Talmud insbesondere für Christen hat.

Michael Krupp,

geboren 1938, ist protestantischer Theologe. Zusätzlich studierte er Judaistik und Islamwissenschaft. Seit 1970 ist er Beauftragter für das interkonfessionelle Gespräch der drei monotheistischen Religionen in Jerusalem und Dozent an der Hebräischen Universität Jerusalem.


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Produktinformation

  • Taschenbuch: 256 Seiten
  • Verlag: Gütersloher Verlagshaus; Auflage: 2., durchges. Aufl. (1995)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3579007726
  • ISBN-13: 978-3579007724
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,8 x 2,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.0 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (1 Kundenrezension)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 997.142 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Talmud
EZ 3.–5. (8.) Jahrhundert n. Chr. OA 1520–23 (erste vollständige Ausgabe des babylonischen Talmud)DE 1929–36 (babylonischer Talmud), 1975–84 (Talmud Yerushalmi) Form Sammlung Heiliger Schriften Bereich Religion
Der Talmud (hebrä.: Studium, Lehre), die hebräisch-aramäische Kommentierung und Ergänzung der Mischna durch die die rabbinischen Gelehrten des 3.–5. Jahrhunderts n. Chr., ist das Hauptwerk des jüdischen Glaubens in nachbiblischer Zeit
Entstehung: Etwa im 2. Jahrhundert n. Chr. wurden in den rabbinischen Lehrhäusern Palästinas die mündlichen Traditionen, deren Ziel eine Anpassung des biblischen Religionsgesetzes an veränderte Lebensbedingungen war, in der Mischna (von »schana«, hebrä.: wiederholen, durch Wiederholung lernen) zusammengestellt. Sie wurde im 3. Jahrhundert n. Chr. religionsgesetzliche Norm. Die folgenden Rabbinengenerationen Palästinas und Babyloniens, die Amoräer, widmeten sich einer weiteren Bearbeitung der Mischna. Ihre Lehren, niedergelegt in der Gemara (hebrä.: Vollendung), bilden mit der Mischna den Talmud (palästinensische und babylonische Version).
Die Rabbinen verstanden sich als Glied einer bis zu Mose zurückreichenden Traditionskette. In ihren Lehren sahen sie eine Entfaltung der göttlichen Offenbarung am Berg Sinai. Die in den beiden Talmudim festgehaltenen Traditionen betreffen vor allem das jüdische Religionsgesetz, die Halacha (hebrä.: Norm, Regel), das – mit dem Ziel einer genauen Erforschung und Erfüllung des göttlichen Willens – detailliert die verschiedensten Lebensbereiche regelt. Die Darstellung erfolgte in Form von Diskussionen. Außer der geltenden religionsgesetzlichen Entscheidung wurden auch abweichende Meinungen in den Text aufgenommen.
Neben die Halacha, und häufig vermischt mit dieser, traten in den Talmudim nichtgesetzliche Passagen, die Haggada (hebrä.: Erzählung), wie etwa Bibelauslegungen, Anekdoten aus dem Leben der Gelehrten, Legenden, historische und naturwissenschaftliche Erläuterungen.
Inhalt: Der palästinensische Talmud, Talmud Jeruschalmi (Jerusalemer Talmud) genannt, entstand nicht in Jerusalem, sondern in Tiberias, Sepphoris und Caesarea, den damaligen palästinensischen Zentren rabbinischer Gelehrsamkeit. Die Redaktion des Textes erfolgte in der ersten Hälte des 5. Jahrhunderts. Er enthält Kommentare zu 39 der insgesamt 63 Traktate der Mischna. Ein Sechstel des Werks bilden haggadische Stoffe. Der palästinensische Talmud war in Palästina, Ägypten und Nordafrika geltendes Recht, bevor er im 10./11. Jahrhundert vom babylonischen Talmud verdrängt und in den folgenden Jahrhunderten kaum noch studiert wurde. 1523 wurde er gedruckt.
Der Talmud Bavli, der babylonische Talmud, nach dem sich bis heute die Halacha richtet, wurde zum Talmud schlechthin. Bis ins 18. Jahrhundert wurde er vorrangig in jüdischen Lehrhäusern studiert. Er kommentiert 36 1/2 Mischna-Traktate. Aufgrund haggadischer Ergänzungen, die zwei Drittel des Textes ausmachen, ist er weit umfangreicher als der palästinensische. Während den Amoräern Palästinas für die Schriftauslegung eine eigenständige Literaturgattung, der Midrasch, zur Verfügung stand, wurde der gesamte Lehrstoff der babylonischen Akademien im Talmud gesammelt. Er erhielt dadurch den Charakter einer Enzyklopädie des babylonisch-rabbinischen Wissens. Die Redaktion des babylonischen Talmuds erfolgte vornehmlich im 5. Jahrhundert, doch wurde der Text weiter verändert und ergänzt, bis er in der Mitte des 8. Jahrhunderts als abgeschlossen angesehen wurde.
Wirkung: DerTalmud ist das wichtigste Zeugnis der geistigen und realen Welt des Judentums und diente ihm bis in die Neuzeit als enzyklopädisches Fundament allen Wissens und als Richtschnur für Bildung und Erziehung. M. K.

Über den Autor

Michael Krupp, geboren 1938, ist protestantischer Theologe. Seit 1970 lebt er in Israel. Er lehrt an der Hebräischen Universität Jerusalem und ist Israel-Korrespondent des epd.

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38 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Spannend und für jeden verständlich 29. Juli 1999
Von Ein Kunde
Der Talmud ist die zentrale Schrift des Judentums. Doch dem nichtjüdischen Leser fällt der Zugang zu diesem immensen Werk sehr schwer. Michael Krupp gelingt es in seinem Buch diese Grundschrift des Judentums Jedermann näherzubringen und die Grundideen verständlich zu machen. Sein Buch gliedert sich in zwei Teile: Der erste Teil gibt einen Überblick über die Entstehung der talmudischen Literatur und ihre Geschichte und natürlich ihren Inhalt. Eine hervorragende Idee ist hier auch die Erklärung des Aufbaus einer Talmudseite. So sieht der Leser einmal, mit welchem (auch grafischem) Kunstwerk er es zu tun hat. Der zweite Teil bringt ausgewählte Texte der talmudischen Literatur. Der Verfasser hat hier eine ausgezeichnete Auswahl getroffen. Er bringt zum einen Texte zu zentralen Themen des Judentums (Gebete; Versöhnungstag), zum anderen Texte, die besonders interessant für den Leser aus einem christliche Kontext sind. (so z.B.alle Erzählungen über Jesus im Talmud). Gerade diese Texte sind sehr kennerhaft ausgewählt. Auch versierte Kenner von Judentum und Christentum können hier neue Zusammenhänge entdecken. Alle Texte sind vom Verfasser eingeleitet und gut kommentiert, wodurch sie erst für den Laien verständlich werden. Mit diesem Buch bekommt der Leser so einmal die Möglichkeit, zentrale Texte des Judentums selbst zu lesen. Es wird klar, dass für ein Verständnis des Zusammenhangs von Judentum und Christentum die Kenntnis der talmudischen Literatur unbedigt nötig ist. Leider gibt der Autor keinen Einblick darüber, welche Rolle der Talmud in der Religiosität des heutigen Judentums spielt. Das ist ein bedauerlicher Mangel, denn so bleiben die ganzen neuen Einsichten, die der Leser aus diesem Werk gewinnt, ein wenig im luftleeren Raum stehen. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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