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34 Menschen haben Michael Jürgs von ihren einschneidenden Schicksalstagen erzählt. Sehr private Erinnerungen sind darunter, die berühren. Die Geschichte eines längst entfremdeten Ehepaares etwa, das gleichsam am Vorabend des Todes eines der beiden seine Liebe neu entdeckt ("Der Klavierspieler"). Oder die Geschichte um die schönste Liebeserklärung, die Alida Gundlach in einem Zettelkasten aufbewahrt ("Aufgeben gilt nicht"). Zeitgeschichtlich interessant und deshalb erwähnenswert ist der "Bluff des Moralisten" Egon Bahr, der mit einer ziemlich riskanten Lüge seinen Verhandlungen mit dem sowjetischen Außenminister zum Durchbruch verhalf. Dagegen fallen die Geschichte von der letztmaligen Kohlbewunderung Norbert Blüms nach der Wahlniederlage 1998 oder die Stoiber-Frühstücksverderberei Peter Gauweilers zwar merklich ab, in der Summe aber ist Michael Jürgs mit einer schlichten Idee ein äußerst lesenswertes Buch gelungen! -- Andreas Vierecke -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.
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