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Wer Vladimir Sorokin einmal live erlebt hat, weiß, dass manche Stellen seiner Romane kaum übersetzbar sind. Der kollektive Drogentrip der sieben Opritschniks mit der Vision vom Überfall aufs gottlose Amerika z. B. ist in seiner Bestialität auf Deutsch schlecht wiederzugeben - dachte man beim Lesen des Buchs. Jetzt hat Stefan Kaminski im Hörbuch eine Form gefunden, die nicht wie im Original an den Singsang des Skas' angelehnt ist, einer mündlichen Überlieferungsform aus dem 16. Jahrhundert. Kaminski hat die Fallhöhe zwischen lieblich wirkender Darbietung und brutalem Inhalt gleich gar nicht angestrebt und seine eigene lyrische Form gefunden, die den Zuhörer erschauern lässt. Denn Kaminski liest nicht einfach nur ein Buch, er vertont es. Nur mit seiner Stimme entwickelt der Theaterschauspieler eine Dramaturgie, die den Zuhörer regelrecht hineinzieht in Sorokins satirischen Sciencefictionroman über ein grausam herrschendes christlich-diktatorisches Russland, wie es zuletzt im 16. Jahrhundert unter Zar Iwan dem Schrecklichen in den Geschichtsbüchern geschildert wurde - und wie Sorokin es heute wieder kommen sieht. (jw)
Pressestimmen
"Sorokins Roman ist eine düstere Prophezeiung." (Berliner Morgenpost )
"Sorokins Buch ist eine krachende Anti-Utopie." (Handelsblatt )
"Sorokin rechnet mit dem Russland Wladimir Putins ab." (Tagesanzeiger, Zürich )
"Sorokins Buch ist eine krachende Anti-Utopie." (Handelsblatt )
"Sorokin rechnet mit dem Russland Wladimir Putins ab." (Tagesanzeiger, Zürich )
