Die Geschichte ist nicht schlecht, aber man hat schon besseres gelesen. Sehr verwirrend sind die vielen Charaktere von denen man noch nicht mal die Namen kennt, geschweige denn, wer sie eigentlich sind. Da ist die Rede vom 'Abgeordneten', dem 'Mareciallo', oder sogar vom 'Jungen' und vom 'Alten'. Erst mit der Zeit kommt man dahinter, wer denn eigentlich wer ist. Insgesamt gut beschrieben ist die Machtlosigkeit des Hauptmanns, der den Fall zwar lösen kann, aber der dann tatenlos mitansehen muß, wie der Fall von den Obrigkeiten vertuscht wird. Der Hauptmann - immerhin hat er einen Namen - ist ein Mann, den man gerne näher kennenlernen möchte, was aber durch die Knappheit der Geschichte nicht möglich ist. Erst am Schluß erfährt man ein wenig persönliches über ihn. Insgesamt eine recht kurze schlüssige Geschichte, die zu lesen sich auf jeden Fall lohnt, wenn man sich von oben genannten Eigenheiten nicht abschrecken läßt. Eigenheiten, die der Autor übrigens im Nachwort erklärt und begründet.