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Der Tag der Eule. SZ Krimibibliothek Band 15
 
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Der Tag der Eule. SZ Krimibibliothek Band 15 [Gebundene Ausgabe]

Leonardo Sciascia , Arianna Giachi
2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)

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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe
  • Verlag: Süddeutsche Zeitung / Bibliothek; Auflage: 1 (2006)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3866152396
  • ISBN-13: 978-3866152397
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 12,4 x 1,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.8 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (5 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 418.542 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Nichts ist, wie es scheint. Süddeutsche Zeitung Kriminalbibliothek.

50 große Kriminalromane, ausgewählt und präsentiert von der Feuilletonredaktion der Süddeutschen Zeitung. „Blutspuren aus den feinsten Federn, eine wohlexplosive Mischung aus Klassik, Moderne und Neuland des Genres.“ Fred Breinersdorfer, Tatort-Autor und Krimischriftsteller

Über den Autor

Leonardo Sciascia geboren 1921 in Sizilien und dort 1989 verstorben, war zuerst Volksschullehrer, danach freier Schriftsteller, zeitweilig Parlamentsabgeordneter. Seine bekanntesten Bücher sind die Mafia-Romane 'Der Tag der Eule' und 'Tote auf Bestellung'.

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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Mafia für Dummies 21. Oktober 2006
Von helmut seeger TOP 1000 REZENSENT
"Der Tag der Eule" ist einer dieser Romane, bei denen man das Etikett Kriminalliteratur zu Recht vergibt, weil er zeigt, welches Maß an gesellschaftlicher Reflexion in einem Kriminalroman möglich ist. Die Geschichte des Mordes am Sekretär einer Baugenossenschaft, der sich weigert, sich von der Mafia korrumpieren zu lassen, ist nur der Aufhänger für eine Art soziologische Studie über das Nachkriegsitalien mit Schwerpunkt Sizilien.

Wer die Geschichte Italiens nach dem Krieg verstehen will, erspart sich mit dieser unterhaltsam und ungemein präzise geschriebenen 100-Seiten-Lektüre ganze Geschichtsbücher. Sciascia gelingt eine äußerst knappe, intelligente und stilistisch elegante Einführung in die Mafia, ihre Funktionsweise und gesellschaflichen Verästelungen und er zeigt ihre Entwicklung unter dem Faschismus bis zu den Wirren der damals noch jungen Demokratie. Wer verstehen will, was Mafia ist und wie sie funktioniert, der erhält hier eine ebenso kurze wie kompetente Einführung.

Dieses Buch hat auch heute noch seine Bedeutung und Aktualität. Auch wenn sich das Problem der Mafia in Italien gewandelt haben sollte, so zeigt das Buch prinzipiell die Durchsetzung des Wirtschafts- und Alltagslebens durch kriminelle Strukturen und weist bis ins Detail nach, wie Macht und Profit Einzelner das Wirtschaftsleben zum Nachteil aller lahmlegen oder korrumpieren können.

Das einzige, was man an diesem Buch bemängeln könnte, sind gelegentliche stilistische Fragwürdigkeiten. So wechselt Scascia die Erzähler und Erzählebenen teils ohne Rücksicht auf den Leser - man weiß nicht immer genau, von wem eigentlich die Rede ist bzw. wer aktuell der Erzähler ist. Das führt zu Beginn des Bandes zu etwas Verwirrung, schmälert die Bedeutung dieses Werkes aber keinen Deut.

Scascia gibt im Übrigen am Ende des Bandes selber eine Erklärung für diese Mängel - er war wohl gezwungen, das Buch nach Fertigstellung zu kürzen, es politisch weniger verfänglich zu machen, um juristische Verfolgung zu vermeiden.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
Von Stephanus
Das kleine, dünne Büchlein liefert einen Bericht über das Sizilien der 1960er Jahre und die Mafia. Der Autor beschreibt die weiten Verzweigungen der Mafia, die letztlich eine geheime Gesellschaft bildet und zum alltäglichen Leben der Menschen geworden ist.
Die Durchdringung der ganzen Gesellschaft durch die Mafia und das ständige Wegschauen vor den kriminellen Taten und damit das Arrangieren mit der Mafia durch die Bevölkerung zeigt sich bis heute. Mit seiner sehr kurzen und sachlichen Beschreibung, ohne die Hintergründe auch nur zu beleuchten, entsteht vorliegend jedoch eine sehr klischeehafte Atmosphäre unter der das Buch leidet.
Hinzu kommt noch, dass der Autor abrupt und ohne jede Vorwarnung für den Leser Erzählstränge und - perspektiven wechselt, so dass eine erhebliche Verwirrung entsteht.
Von einem spannenden Kriminalroman kann zudem keine Rede sein, da bereits ab der ersten Seite zu erahnen ist, dass der Held scheitern und die Mafia letztendlich triumphieren wird. Insgesamt ist das Buch daher nicht zu empfehlen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
MIt Durchschlag bitte 3. September 2007
Von Polar
Es mutet wie ein Bericht an. Nüchtern schildert Sciascia, wie sich Hauptmann Bellodi mit der Mafia herumschlägt. Alle Zutaten, die wir mit Italien verbinden, kommen darin vor. Die Erpressung, das Schweigen, das Töten, die Hilflosigkeit der Ermittler angesichts eines festgezurrten Systems. Und dann kommt noch der starre Apparat hinzu, dessen Bellodi sich bedienen könnte, wenn man ihn ließe. Fehlen darf auch die Verbindung zu den höchsten Stellen nicht. So stimmig dieses Sittengemälde erscheint, wagt es sich nahe ans Klischee heran. Sciascia war gut beraten, kein Epos daraus zu machen. Die Dinge zu nennen, wie sie sind und Aufklärung über die Verhältnisse zu bieten, indem er konstatiert. Das so etwas spannend geschrieben sein kann, liegt mit Der Tag der Eule in einem schmalen Band vor.
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