Was wäre, wenn Außerirdische auf dem Planeten landen würde? Noch dazu in der amerikanischen Hauptstadt Washington DC?
Generationen von Kinobesuchern bekamen die Antwort, meist in Form der Botschaft 'Außerirdische sind böse und wollen die Menschheit vernichten', geliefert, zuletzt in dem an allen Ecken und Enden überfrachteten Blockbuster "Independence Day" von Roland Emmerich. Hauptsache Blockbuster, Haupsache Popcorn: Es waren meist laute, hektisch geschnittene, zumindest aber effektgeladene Produktionen, der Showdown der immerselbe, die Mesnchheit siegt über die bösen Exterrestrischen.
Die Box Office-Ergebnisse wogen offensichtlich stärker als die Eindimensionalitäten der Scripts, kritische Reflexion war nicht gefragt.
Es gibt aber auch Ausnahmen, die von der Philosophie ausgehen, die menschliche Zivilisation und außerirdische Intelligenz könnten koexistieren. Im Fall von "Der Tag an dem die Erde stillstand" landet der Außerirdische Klaatu mit seinem Fluggerät auf dem Planeten Erde, um mit einer eindrucksvollen Demonstration seiner Macht den politisch Mächtigen der Welt von der Sinnlosigkeit von Krieg und Zerstörung vor Augen zu führen. Zwar ist die Ära des kalten Krieges vorüber, die Botschaft des Filmes ist jedoch zeitlos. Ein Appell an Humanität, Toleranz, an unser aller Gewissen.
Regiesseur Robert Wise, der sich in den unterschiedlichsten Genres behaupten konnte (Kriegsfilm "Kanonenboot am Jangtekiang", Katastrophenfilm "Hindenburg", Musical "West Side Story", Science Fiction "Star Trek - Der Film", Horror "Bis das Blut gefriert") lieferte mit "Der Tag an dem die Erde stillstand" einer der berührendsten Science Fiction-Filme, der sich vom Stil her neben Spielberg's "E.T." oder "Unheimliche Begegnung der dritten Art" einordnen läßt.
nach dem mittelmäßigen Release der Erstauflage schiebt 20th Fox nun eine "Special Edition" nach, die ausstattungsmäßig mit der umranreichen US-Version mithalten kann. Audiokommentar, Wochenschauberichte, Making Of...Passt!