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Der Tag, an dem Deutschland entstand: Geschichte der Varusschlacht
 
 
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Der Tag, an dem Deutschland entstand: Geschichte der Varusschlacht [Gebundene Ausgabe]

Tillmann Bendikowski
3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 272 Seiten
  • Verlag: C. Bertelsmann Verlag (29. Oktober 2008)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 357001097X
  • ISBN-13: 978-3570010976
  • Größe und/oder Gewicht: 21,2 x 14,2 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (4 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 570.799 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

Mehr über den Autor

Tillmann Bendikowski
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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Bendikowski zeigt am eindringlichsten, dass nicht die Zeitgenossen, sondern erst spätere Beobachter aus der Schlacht einen welthistorischen Wendepunkt machen." (Die Zeit )

»Das zweitausendjährige Jubiläum der Varusschlacht bietet uns die große Chance, dieses Ereignis mit völlig neuen Augen zu sehen.« (Tillmann Bendikowski )

Kurzbeschreibung

AN EINEM REGNERISCHEN MORGEN VOR 2000 JAHREN - DIE GESCHICHTE DER VARUSSCHLACHT

2000 Jahre sind vergangen seit jenem Hinterhalt, in dem Arminius und seine Kämpfer 9 n. Chr. das römische Heer vernichtend schlugen. Doch so sehr diese Niederlage das römische Weltreich erschütterte – ihre geschichtliche Wirkung entfaltete sie erst viel später: Der Mythos von der »Erfindung der Deutschen« wurde seit Beginn der Neuzeit mit dieser Schlacht verknüpft. Arminius stieg zum deutschen Helden auf, der als »Hermann der Cherusker « die nationalen Forderungen nach Einheit und Freiheit verkörperte. Bendikowski verbindet die Erkenntnisse über die Ereignisse in den Wäldern Germaniens mit den Spuren der Schlacht in unserem historischen Gedächtnis. Es ist an der Zeit, die Geschehnisse von aller Deutschtümelei zu befreien.

Lebendig erzählte Geschichte.


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Kundenrezensionen

Die hilfreichsten Kundenrezensionen
15 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Heidi Zengerling TOP 500 REZENSENT VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Gebundene Ausgabe
Historische Themen sind für mich immer wieder sehr interessant und ein bisschen Patriotismus muss man ja manchmal auch an den Tag legen *g* - daher habe ich mich letztens mit einem sehr interessanten Buch auseinandergesetzt, welches sich mit der Geschichte der Varusschlacht beschäftigt.

Tillmann Bednikowski, eub Historiker und Journalist, der in Hamburg Leiter der Medienagentur Geschichte ist und Beiträge für Printmedien und Hörfunk verfasst, sowie Forschungsprojekte und wissenschaftlichen Realisierungen historischer Ausstellungen übernimmt, hat dieses geschichtliche Ereignis komplett auseinandergenommen und im Zusammenhang mit der Entstehung Deutschlands genau unter die Lupe genommen.

Inhalt und Gliederung:
==============

Vorwort "Die Unglücksstätte, grässlich anzusehen"

Teil I
Die Schlacht
- Durch Germanien
- Varus und Arminius
- Römer gegen Germanen
- Die Tage des Kampfes
- Nach Sie und Niederlage

Teil II
... und was daraus wurde

- Hermann wird erfunden
- Der Held auf der Bühne
- Ein Denkmal
- Wieder in die Kriege
- Deutsch-deutscher Arminius
- Orte der Varusschlacht

DANK
Anmerkungen
Literatur
Personenregister
Orts- und Sachregister
Abbildungsnachweis

worum geht es im Buch?
================

Der Begriff Varusschlacht ist sicher vielen im Ohr, aber nicht jeder wird sich mit dem Thema auskennen, daher möchte ich kurz erklären, um was es dabei genau geht:

vor ca. 2000 Jahren haben es germanische Krieger geschafft, sage und schreibe drei Legionen römischer Armeen zu vernichten. Arminius, der Cherusker hat sie angeführt. Der römische Statthalter Varus hat diese militärische Niederlage nicht gut verkraftet. Historisch gesehen, war diese Schlacht aber trotzdem damals noch keine besondere Sache. Erst viele Jahrhunderte später sollte sie historisch bedeutsam werden. Anfang des 16. Jahrhunderts wurden alte antike Texte gefunden, in denen von den damaligen Vorkommnissen zu lesen war. Die Germanen und die Deutschen - diese beiden "Stämme" wurden gleichgesetzt, und so kam es auch, dass man Arminius einfach Hermann nannte, wie er auch jetzt noch bekannt ist. (Hermannsdenkmal) Die Freiheit der Deutschen wird immer wieder mit Hermann in Verbindung gebracht.

Diese Schlacht vor 2000 Jahren soll also in engem Zusammenhang mit der Freiheit der Deutschen stehen und diesen Themas und der vielen Geschichten, die sich darum ranken und der vielen Gründe und das Umgehen mit diesem historischen Mythos hat Tillman Bendikowski so eindringlich und interessant und spannend beschrieben.

Bildmaterial:
========

Im Buch sind 2 mal jeweils 8 Seiten farbiges Bildmaterial mit Kartenmaterial und interessanten Fotos zum Thema Varusschlacht zu sehen, die den Text sehr schön untermalen und es dem Leser ermöglichen, sich in das Thema noch besser hineinzudenken.

meine Meinung zum Buch und der Umsetzung und Aufarbeitung des Themas:
=================================================

Ich finde, dass Tillmann Bendikowski dieses Thema umfassend bearbeitet und recherchiert hat. Hat man dieses Buch gelesen, dann bleiben einfach keine Fragen mehr offen.

Es ist ein Sachbuch - keine Frage - aber es liest sich sehr spannend und romanhaft, sodass man sagen kann, dass der Stoff nicht trocken dahergeschrieben ist, sondern Herr Bendikowski hat sich Mühe gegeben, den historischen Stoff, die Fakten und Details in einem sehr ausdrucksvollen Text, der sich flüssig lesen lässt, zu verfassen und darzustellen.

Er schreibt sehr bildhaft und mit vielen erklärenden Adjektiven und als Leser kann man sich die Schlacht und die damit zusammenhängenden Szenen sehr bildhaft vorstellen.

Die historischen Fakten und Zusammenhänge in Bezug auf die Entstehung Deutschland sind sehr gut erklärt, sodass sich auch Leser sehr gut hineinversetzen können und den Stoff gut verstehen, die im Vorfeld weniger mit dem Thema involviert haben.

Es führt sehr gut in die Thematik ein und zeigt die Zusammenhänge sehr gut auf.

kurze Leseprobe an dieser Stelle:
======================

Im Lager suchten und fanden viele Legionäre Erholung oder erschöpften Schlaf. Einige von ihnen mussten ihre Wunden versorgen lassen. Die meisten Verwundungen dürften wohl eher harmloserer Natur gewesen sein. Wer mit Helm, Panzer und Schild ausgerüstet war, konnte sich der germanischen Waffen erwehren, denn die besaßen eine eher geringe Durchschlagskraft. Für wirklich bösartige Verletzungen sorgten Attacken mit schweren Hiebwaffen oder scharf geschliffenen Stichwaffen mit breiter Klinge ....

Zwischen den einzelnen Textstellen sind immer wieder dazugehörige Aussprüche und Gedanken berühmter Menschen in kursiv geschrieben hinzugefügt, was ich sehr passend finde und dies lockert auch den Text etwas auf und lässt Zeit, sich über das Gelesene Gedanken zu machen.

Ich finde dieses Buch sehr gelungen, es ist leicht verständlich geschrieben und durch die hochwertigen Bilder wird es noch aufgewertet.

Ich empfehle es sehr, vielleicht auch für den Geschichtsunterricht in den Schulen, um die Schüler an das Thema heranzuführen.
War diese Rezension für Sie hilfreich?
11 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Er bemühte sich 13. September 2009
Format:Gebundene Ausgabe
Leicht zu lesendes Buch über die Varusschlacht und die "Herman-Mythologie" der Neuzeit.
Interessant der Aufbau des Buches in zwei Teile.
Leider fehlen dem Autor viele militärische und geostrategische Kenntnisse, weiterhin übernimmt er teilweise bedenkenlos römische Vorurteile und geiste Hohlwege die die römischen Autoren begründet haben. Er stellt in Abrede das es sich um einen Volkskrieg handelte, obwohl alle Quellen ihn als solchen darstellen, er macht sich nicht die Mühe sich in die Lage der Germanen des Jahres 9 n. Chr. zu versetzen und nach den Motiven für den Aufstand zu fragen. Persönliches Machtstreben des Arminius, dass steht für ihn fest. Offenbar hat er die römischen Quellen nur öberflächlich recherchiert.

Ganz bestimmt war es keine Rebellion einiger Hundert germanischer Auxiliar-Soldaten. Auxiliar-Einheiten kämpften mit einheimischen Waffen und Ausrüstung, keineswegs wurden sie von den Römern ausgerüstet oder gar in der Legionstaktik ausgebildet.
Auch übersieht Tillmann Bendikowski das die Römer von Anfang an Bundesgenossen-Verträge mit den germanischen Staaten geschlossen haben (zuletzt von Tiberius 6 n. Chr. erneuert), und das diese Verträge von den Römern unter Varus außer Kraft gesetzt worden waren und die römische Provinzialverwaltung eingeführt hat. Der "Verrat" ging also zuerst von den Römern aus. Dieser Wortbruch, zusammen mit dem brutalen Vorgehen der römischen Prätoren, muß in jedem freien Germanen Wut und Hass ausgelöst haben. Das er dies nicht verstehen kann ist traurig. Überhaupt ist in seinen Buch die Tendenz einer Feindlichkeit, ja fast eines Hasses gegenüber den Germanen im Allgemeinen und Arminius im Besonderen festzustellen, der stellenweise unerträglich ist.
Es bringt nichts, die Germanen und Arminius für die nationalistischen Missbäuche späterer Jahrhunderte im nachhinein zu bestrafen indem man sie herabwürdigt. Natürlich war die Varusschlacht ein Jahrtausend-Ereignis das die Gegenwart bis heute prägt, natürlich war es ein Volkskrieg, natürlich war Arminius ein Held und der Befreier Germaniens.
Wir Deutschen der Gegenwart sollten ein wenig gelassener mit unserer Vergangenheit umgehen,
man sollte zu ihr stehen im Guten wie im Schlechten, und man sollte keine Angst vor Helden haben.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von KPK
Format:Gebundene Ausgabe
Die Varusschlacht war eine der wichtigsten Schlachten der Weltgeschichte. Sie war nicht (wie ein offensichtlich stinksaurer italienischer Lehrer von mir in den sechziger Jahren einmal behauptete) eine "Fliegenschlacht". Drei Legionen wurden damals innerhalb weniger Tage vollkommen vernichtet, drei Legionen von 28 - ein Neuntel der gesamten römischen Armee. Wäre diese Schlacht unbedeutend gewesen, hätte sich das römische Reich nicht hinter den Limes am Rhein zurückgezogen und Germanien endgülig aufgegeben. Für Rom war diese Schlacht nicht weniger als ein Stalingrad, ein Trauma, unter dem es noch viele Jahre zu leiden hatte. Diese Schlacht beeinflusste praktisch den Lauf der Weltgeschicht bis heute. Ohne sie wäre die Geschichte in eine ganz andere Richtung gegangen.
Übertrieben? Nehmen wir einmal an, die Schlacht hätte nicht auf einem für die Römer ungünstigen Gelände stattgefunden, sondern auf freiem Feld, dort, wo die Legionen ihre üblichen Kampfformationen ("Schildkröte") hätten einnehmen und den Germanen eine totale Niederlage zufügen können. Wir würden heute kein Deutsch reden, sondern eine ganz andere Sprache, die sich aus dem Latein entwickelt häte - so wie die franzsische und italienische Sprache und teilweise auch die englische. Das so entstandene größere römische Reich hätte die Angriffe der Hunnen aus dem Osten wirksam abgewehrt, ebenso die Invasion des Islam aus dem Süden. Es wäre zu keiner Völkerwanderung gekommen und wohl auch nicht zum Untergang des römischen Reiches. Vielleicht hätte es bis zum heutigen Tag überlebt. Die Angelsachsen wären nicht in England gelandet. Es hätte keine englische Sprache gegeben, ebenso wenig die USA und damit die gesamte Politik, die von ihr betrieben wurde. Den Ersten und Zweiten Weltkreg hätte es nicht gegeben. Wir würden in einer ganz anderen Welt leben. Ich weiß, dasss das alles Spekulation ist, aber es wäre alles ganz anders gekommen.
Diesen Aspekt hätte man im Buch vielleicht ein wenig berücksichtigen müssen.
Es wird vielfach behauptet, dass Germanien "noch sehr lange in der Seinzeit verharrte", weil es die Römer besiegte. Das ist meiner Meinung nach eine Verunglimpfung, die übrigens auch Hitler betrieb (das ist nicht als Totschlagargument gemeint, sondern eine historische Tatsache. Die von Himmler in Auftrag gegebenen archäologischen Ausgrabungen waren ihm peinlich. Er meinte, dabei könne nur herauskommen, wie primitiv unsere Vorfahren waren). Jüngere Forschungn haben ergeben, dass die Germanen bedeutend kreativer waren, als man bisher annahm. Außerdem kann man sich wohl darüber streiten, ob man die Massenmorde im Colloseum als "Kultur" bezeichnen kann. Die Germanen haben jedenfalls niemals ungewünschte Säuglinge auf den Abfall geworfen.
Das Buch von Bendikowski ist im Großen und Ganzen sehr gut, informativ und unterhaltsam. Nur eine kleine Kritik: Er hackt ständig darauf herum, dass "Hermann in Wirklichkeit Arminius hieß". Na und? Jesus hieß in Wirklichkeit Jeshua ben Jussuf oder so ähnlich. Aber wir nennen ihn heute eben Jesus Christus; bei den Engländern und Amerikanern heißt er Jesus Christ, bei den Spanien Jesú Christo. Keiner käme auf die Idee, das für westliche Arroganz zu halten. Hätten die Engländer, Amerikaner oder Franzosen einen solchen Helden wie Hermann (die Franzosen würde ihn wohl heute "Arnaud" oder so ähnlich nennen), dann wären sie einfach stolz auf ihn. Wir haben mit positiven Helden wie Hermann (oder meinetwegen auch Arminius) und Stauffenberg so unsere Schwierigkeiten. Aber das ist wohl ein psychisches Problem.
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