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Der Täter [Taschenbuch]

John Katzenbach , Anke Kreutzer
3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 592 Seiten
  • Verlag: Knaur TB (11. Januar 2010)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3426505347
  • ISBN-13: 978-3426505342
  • Originaltitel: The Shadow Man
  • Größe und/oder Gewicht: 18,8 x 12,4 x 3,6 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 3.6 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (42 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 8.615 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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John Katzenbach
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Miami 1995. Als seine Nachbarin Sophie Millstein erdrosselt aufgefunden wird, ist Detective Simon Winter klar, dass ihre Angst berechtigt war: Tags zuvor hatte die Holocaustüberlebende ihm verzweifelt berichtet, ihr sei der Schattenmann begegnet – jener Nazi-Scherge, der damals untergetauchte Juden ans Messer lieferte. Ist er zurückgekehrt, um die letzten Zeugen seiner Taten zu beseitigen?

Über den Autor

John Katzenbach, geboren 1950, war ursprünglich Gerichtsreporter für den "Miami Herald" und die "Miami News". In den USA sind inzwischen zehn Kriminalromane von ihm erschienen, darunter die Bestseller "Das Opfer", "Das Rätsel", "Die Anstalt", "Der Patient" und "Der Professor". Zweimal war Katzenbach für den Edgar Award nominiert. Er lebt mit seiner Familie in Amherst im Westen des US-Bundesstaates Massachusetts.

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Kundenrezensionen

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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Spannend, aber etwas flach 1. November 2010
Format:Taschenbuch
Für gewöhnlich ist Katzenbach bei "Spontankäufen" nicht meine erste Wahl. Seine Bücher (z.B. "Der Patient" oder "Die Anstalt") finde ich durchaus unterhaltsam, allerdings gebe ich mein spärlich bemessenes "Lesebudget" am Ende dann doch eher für Bücher aus, von denen ich weiß, dass sie meinen Lesegeschmack eher treffen.
Der Grund, wieso ich diesmal dann doch wieder bei Katzenbach gelandet bin, ist das interessante Setting des Romans:

Im Miami der neunziger Jahre ist der pensionierte Polizist Simon Winter des Lebens überdrüssig. Seine erfolgreiche und aufregende Karriere als Ermittler ist längst einer einsamen Monotonie des Ruhestandes gewichen. Doch kurz bevor Winter mit seinem alten Revolver einen Schlusstrich unter dieses Leben ziehen will, bittet seine völlig verstörte Nachbarin ihn um Hilfe: Die Holocaust-Überlebende will ihren alten Häscher, den "Schattenmann", auf der Straße wiedererkannt haben und fürchtet nun um ihr Leben. Winter beruhigt die Dame, schenkt der ungewöhnlichen Geschichte allerdings keine weitere Beachtung. Das ändert sich schlagartig, als die alte Dame am Tag darauf erdrosselt in ihrer Wohnung aufgefunden wird und Winters kriminalistische Instinkte wieder erwachen. Will der Schattenmann sein grausames Werk nach über 50 Jahren fortsetzen?

Da ist es also passiert: Ich bin einmal mehr der dunklen Faszination des Jahrhundertverbrechens erlegen und investierte die 10 Euro. Leider (oder zum Glück?) ist der Roman ansonsten ein typischer Katzenbach. Ich will das an folgenden Punkten darlegen:

Handwerklich gesehen ist der Roman durchaus gelungen. Auch wenn es sich um eines der früheren Werke des Autors handelt, merkt man, dass man es nicht mit einem Neueinsteiger zu tun hat. Routiniert baut Katzenbach die Spannung auf, gönnt einem hier und da mal ein Päuschen, lässt einen aber nie zu weit von der Leine. Die Schilderungen im Roman sind plastisch, verfallen aber glücklicherweise nicht in den Gewaltvoyeurismus, der in Film und Buch heute immer weitere Bahnen zieht. Auch unnötig präzise und schlüpfrige "erotische" Schilderungen in Beate Uhse-Manier gibt es keine, Pluspunkt dafür!
Katzenbach geht bei Charakterdarstellung etc. ausreichend in's Detail um ein gewisses Ambiente zu schaffen, schweift allerdings dabei nie zu weit ab. So behält man stehts das "Ziel" im Roman vor Augen, hat aber trotzdem nicht das Gefühl, dass es sich bei den Figuren um austauschbare Roboter handelt. Gut so!

Wie schon erwähnt gibt es keine größeren Längen im Roman, der Autor arbeitet zielstrebig auf das Finale hin, wobei die Geschichte langsam aber kontinuierlich an Fahrt aufnimmt. Geschickt wechselt der Autor die Perspektiven, verknüpft Handlungsstränge und lässt den Leser miterleben, wie die Ermittler sich allmählich an die Aufklärung des Falles herantasten und wie der titelstiftende "Täter" dies vereiteln möchte. Da verzeiht man auch gerne mal einige logische Schnitzer, ein zweifelhaftes/inkorrektes Bild des heutigen Deutschlands und einige unschöne inhaltliche Doppelungen.
Alles klar also? Nicht ganz, denn leider hat das Buch auch einige Schwächen:

Zum einen sind die Charaktere zwar keineswegs störend, allerdings schon ein wenig stereotypisch. Für einen Roman in dieser "knackigen" Länge von etwa 600 Seiten wird zwar ausreichend viel an Hintergrund, Charaktermotivation etc. geliefert, so dass man schon eine gewisse Bindung zu den Protagonisten aufbauen kann. Dann hat man allerdings doch wieder ein bißchen zu sehr schwarz-weiß-gepinselt. Hier die toughen, klugen und aufrichtigen Helden, dort der völlig irre und abgrundtief bösartige Bösewicht. Leser, die so etwas anders(bzw. besser) kennen, mögen bei der ein oder anderen Schilderung also mal die Augen verdrehen.

Negativ fällt im Leseerlebnis auch etwas die deutsche Übersetzung auf. Dafür kann zwar weder Autor noch Übersetzer was, aber es kratzt einfach immer ein bißchen am Lesefluss und an der Atmosphäre, wenn der Autor deutsche Kommentare und Aussagen von Figuren in sein Werk einflechtet mit der Maßgabe, dass der englische Leser das eigentlich nicht versteht oder nachschlagen muss. So muss man unweigerlich schmunzeln, wenn der Sohn eines Opfers dem Protagonisten in einem Kapitelklimax dramatisch erklärt, was der deutsche Spitzname "Schattenmann" eigentlich bedeutet: Eine Kombination der deutschen Worte "Schatten" und "Mann". Na wunderbar! So wendet sich das Setting also doch ein bißchen gegen den deutschen Leser. Wie gesagt: Das ist Pech.
Kein Pech sondern vermeindliches Unvermögen ist allerdings der mal wieder typisch "deutsche" Buchtitel. Auch hier bleibt man sich dem ungeschriebenen Gesetz treu, dass der Titel eines Thrillers/Horrorromanes/etc. höchstens aus einem Wort bzw. einem Wort plus Artikel bestehen darf. Der Patient. Das Opfer. Die Anstalt. Die Arena. Das Grab.
Ich habe mal gehört, dass der "deutsche Markt" so etwas toll findet. Ich finde das allerdings mittlerweile ziemlich nervig und platt.
Aber das ist wirklich nur eine Kleinigkeit.

Am meisten Punkte verschenkt das Buch meines Erachtens am ungenutzten Potential der Story. Man hätte gewarnt sein können, denn wie bei anderen Werken von Katzenbach habe ich hier dein Eindruck, dass die Geschichte nur als Vorwand dazu dient, mit Worten und Situationen Spannung zu erzeugen. Das funktioniert auch, keine Frage. Logisch ist das nicht immer (braucht es meiner Meinung nach bei Unterhaltungsliteratur auch nicht immer zu sein!), pfiffig leider auch nicht. Das ist unter dem Strich wohl Geschmackssache: Ist man auf den puren Nervenkitzel aus, ohne groß in irgendwas eintauchen zu wollen? Oder will man eine intelligente Story, die einen nachdenken lässt und sogar überrascht und nimmt dafür auch etwas "langweiligere" Passagen in Kauf? Ich persönlich habe letzteres lieber, deswegen hat mich das letzte Drittel des Buches leider etwas enttäuscht.
Ohne viel zu spoilern: Das Ende ist typisch Katzenbach, es gibt keine atemberaubenden Plottwists, keinen großen Hokus Pokus, aufgelöst wird sowieso nicht alles, wie man sich das vielleicht wünscht. Während der "geübte" Thrillerleser die ganze Zeit im Kopf versucht, die grandiose Schlusspointe zu konstruieren, ist man am Ende dann irgendwie tatsächlich überrascht: Nämlich dass der Autor ganz trocken auf sowas verzichtet und ein nüchternes, realistisches Ende liefert. Das hat man in der der modernen Literatur, die einen immer irgendwo überumpeln und/oder schockieren will, nicht oft.
Am Ende werden viele Dinge schlicht und ergreifend der Phantasie des Lesers überlassen. Das hat einen gewissen Charme, ist allerdings für manche Leser (zu denen ich mich auch zähle) nicht das, was man sich erhofft. Und so bleibt am Ende irgendwie doch zu vieles unausgesprochen, zu viel Potential wird liegen gelassen.

Deswegen gibt es von mir leider nur drei Punkte. Das Buch war durchaus kurzweilig, bereut habe ich den Kauf sicher nicht, aber Katzenbach wird auch in Zukunft eher meine "zweite Wahl" hinter Koontz, King und Co. bleiben.
Wer aber mit dem oben angesprochenen Stil keine Probleme hat, wer auf solide Spannung ohne blutige Orgien, Gespenster, Mutanten oder anderem "Fiction"-Kram steht, der kann das Geld ruhigen Gewissens investieren!
War diese Rezension für Sie hilfreich?
18 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Der Schattenmann geht um... 21. Februar 2010
Von Stevo
Format:Taschenbuch
Der aktuelle Katzenbach ist eigentlich schon 15 Jahre alt. Nun ist man es schon gewöhnt, dass die Erstlinge erfolgreicher Autoren nachträglich übersetzt und veröffentlicht werden - und leider sind diese Nachveröffentlichungen oftmals nicht besonders lesenswert. Das ist in diesem Fall aber ganz anders. Meiner Meinung nach ist DER TÄTER ein exzellenter Thriller, der den anderen Romanen Katzenbachs in nichts nachsteht.

Zum Inhalt: Eigentlich plant der pensionierte Polizist Simon Winter seinen Selbstmord, doch seine angsterfüllte Nachbarin lässt ihn sein Vorhaben verschieben. Sie bittet ihn um Hilfe, da sie sich vom Schattenmann, den sie letzmals im Berlin zur Zeit des Nationalsozialismus gesehen hat, bedroht fühlt. Ist die alte Dame irre oder treibt der schreckliche Nazi-Scherge in Miami unter den dort ansässigen Juden sein Unwesen? Spannend und historisch höchst interessant entfaltet sich die Jagd auf den Schattenmann, die nicht nur die Ermittler sondern auch den Leser kaum zum Luftholen kommen lässt.

So ist DER TÄTER für alle Thriller- und Krimifreunde eine absolute Empfehlung, da er spannende Unterhaltung mit gut recherchiertem Hintergrund in einem ansprechenden Sprachstil liefert. Was will man von einem Unterhaltungsroman eigentlich mehr erwarten?
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Perfekte Unterhaltung 26. Juni 2011
Von Lisbeth Salander VINE™-PRODUKTTESTER
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
John Katzenbach versteht es einfach, den Leser vom ersten Satz an gleich zu packen, und eine Sogkraft zu entwickeln, der man sich nicht mehr entziehen kann.

Dabei entsteht im Kopfkino ein Film, dessen Bilder klar und ohne Stocken an einem vorbei fließen, während man dem konsequenten Verlauf einer klassischen Krimidramaturgie folgt.
Wobei Katzenbach in "Der Täter" auf seitenlange Landschaftsbeschreibungen verzichtet, und ein etwas höheres Tempo anschlägt, als in mach anderen seiner Krimis.

Dafür geht es in diesem Buch um die Aufarbeitung eines interessanten Themenkomplexes, nämlich um Hinterbliebene und Überlebende des Holocaust. Und man muss feststellen: Nur selten wird dieser Aspekt des deutschen Naziterrors so überzeugend als Basis für eine Kriminalstory verwendet.

Ich will hier nichts vom Inhalt verraten. Aber ich kann dieses Buch nur empfehlen.
Es bietet Geschichtsunterricht, gesellschaftspolitische Zustandsbeschreibungen und Spannung in einem.
Dazu interessante Figuren, plastische Situationen, und ein Finale vom Feinsten.

Einfach saugute Unterhaltung!
Was will man mehr?!
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Die neuesten Kundenrezensionen
Schwer einzuordnen
Insgesamt geht es um den pensionierten Detective Simon Winter, welcher von zwei Holocaust-Überlebenden, dem Rabbi Rubinstein und Frau Frieda Kroner, gebeten wird, nach einem... Lesen Sie weiter...
Vor 4 Monaten von Dramelia veröffentlicht
Genial spannend
Auch eines der allerbesten Katzenbach-Thriller!! Dieses Buch hab ich sogar zweimal gelesen - was ich sonst bei Thrillern nie mache - weil es echt gut ist! Lesen Sie weiter...
Vor 5 Monaten von SiBeh veröffentlicht
Solider, spannender, gut geschriebener Krimi
"Der Täter" ist ein spannender, interessanter Krimi um den Schattenmann und seine Jagd auf jüdische Überlebende des Holocaust. Lesen Sie weiter...
Vor 7 Monaten von Melli veröffentlicht
spannende Angelegenheit
Hab schon mehrere Krimis von John Katzenbach gelesen.Da bleibt die Spannung von Anfang bis Ende erhalten. Werde wohl noch einige Krimis von ihm lesen.
Vor 7 Monaten von Friedhelm Darm veröffentlicht
John Katzenbach - Der Täter
Klappentext:
miami 1995. als seine nachbarin erdrosselt aufgefunden wird, ist detective simon winter klar, dass ihre angst berechtigt war: tags zuvor hatte die... Lesen Sie weiter...
Vor 12 Monaten von Kerry veröffentlicht
Kein Thriller
Eins zu Anfang, hier handelt es sich nicht um einen Thriller, eher um den Anriss eines historischen Themas. Lesen Sie weiter...
Vor 13 Monaten von Anke Berens veröffentlicht
Faszinierend...
Für die Polizei bestehen keine Zusammenhänge zwischen dem Selbstmord eines älteren Goldschmieds und dem Mord an einer gutsituierten Frau aus Florida. Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von Mata Hari veröffentlicht
Ganz knapp an 2 Sternen vorbeigeschrammt
Ich möchte vorausschicken, dass ich bisher die beiden sehr guten Katzenbach-Romane "Der Patient" und "Das Opfer" gelesen hatte -dementsprechend enttäuscht bin ich von... Lesen Sie weiter...
Vor 14 Monaten von LukeSkywalker veröffentlicht
Nur selten überzeugend.
Mit ''The Shadow Man'' liefert John Katzenbach einen guten Psychothriller, der allerdings nicht an seine besten Bücher herankommt, sondern sich in qualitativer Hinsicht... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von John Katzenbach veröffentlicht
Und die Rache kommt bestimmt
Dies Buch zeigt die ganze Krankheit des Mobbings auf eine subtile und brutale Art und Weise. Wie der Psychotherapeut Frederick Starks in dem Buch dazu geführt werden soll... Lesen Sie weiter...
Vor 17 Monaten von Nobreza Silenciosa veröffentlicht
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