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Der Sturm: Roman: Kriminalroman [Gebundene Ausgabe]

Per Johansson
2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
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  Alle Preisangaben inkl. MwSt.
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Kurzbeschreibung

17. August 2012
Ein Wald, ein Fluss, ein einsamer Hof im Frühling: In der Scheune liegt ein Toter, der schon als Lebender nicht hierhin gehörte. Aber wer oder was ist überhaupt noch an seinem Ort?, fragt sich Ronny Gustafsson, der für die Lokalzeitung den Süden Schwedens beobachtet und dabei mehr entdeckt, als gut für ihn ist. Plötzlich steht er zwischen Fronten einer Verschwörung, die vom schwedischen Wald aus die Wallstreet ins Schwanken bringt.
›Der Sturm‹ ist ein Kriminalroman voller Poesie und Landschaft, voller Verbrechen und Spannung, ein Buch über Schweden und die Welt, hart an der Gegenwart und ein literarisches Werk zugleich.

Wird oft zusammen gekauft

Der Sturm: Roman: Kriminalroman + Verachtung: Der vierte Fall für Carl Mørck, Sonderdezernat Q Thriller
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Produktinformation

Leseprobe Jetzt reinlesen [568kb PDF]
  • Gebundene Ausgabe: 336 Seiten
  • Verlag: S. Fischer Verlag; Auflage: 2 (17. August 2012)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3100170261
  • ISBN-13: 978-3100170262
  • Originaltitel: Stormen
  • Größe und/oder Gewicht: 20,8 x 13,4 x 3 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 2.7 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (7 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 314.296 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

"Stark. Einzigartig und unterhaltsam. Dicht liegt das Geheimnis über diesem Kriminalroman wie der Herbstnebel über den schwedischen Wäldern." Håkan Nesser

Über den Autor

Per Johansson ist das Pseudonym des Autoren-Duos Thomas Steinfeld und Martin Winkler.

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Kundenrezensionen

2.7 von 5 Sternen
2.7 von 5 Sternen
Die hilfreichsten Kundenrezensionen
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Buchdoktor HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Jeden Tag könnte der Frühling beginnen, denkt Bertil während der Autofahrt und stellt sich die Anemonen-Teppiche vor, die sich dann unter den Bäumen in ganz Schonen ausbreiten werden. Bertil Cederblad, ein 60-jähriger Lehrer, hat den Hof seiner Familie in Schonen geerbt, der nur noch als Ferienhaus genutzt wird. Der Besitz ist eher eine Last für Bertil, weil er kaum mit der Arbeit nachkommt, die alten Holzgebäude in Ordnung zu halten. Bertils Großcousin, dem der Nachbarhof gehört, hat die Felder gepachtet und kümmert sich um das Anwesen. Der Strukturwandel im südlichen Schweden deutet sich in dieser Szene an. In kleinen Orten sind ehemalige Bauernhöfe von ihren Bewohnern verlassen worden und werden von Ausländern als Ferienhäuser gekauft. In seiner Scheune entdeckt Bertil einen Toten, übel zugerichtet von der Dachsfamilie, die neben der Scheune einen umfangreichen Bau angelegt hat. Der Mann kann kein Schwede sein. Was von ihm übrig ist, wirkt gut und teuer gekleidet, die Schuhe sind handgenäht - und der Mann hatte für einen Schweden zu viele Zahnkronen im Mund. Zeuge des Leichenfunds wird Ronny Gustavsson, ein muffeliger Lokalreporter, der einmal Größeres vorhatte und doch nur in der winzigen Lokalredaktion seines Heimatortes gelandet ist. Ronny scheint der Prototyp des Reporters zu sein, den andere für einen Loser halten. Berufliche Anforderungen an Ronny wurden bisher nur im seltenen Fall gestellt, wenn ein Schneepflug einen Verteilerkasten rammte und in der Region der Strom ausfiel. Dem Sensationsjournalismus kann Ronny rein gar nichts abgewinnen. Ronnys Chef erwartet zu dem Toten von Bertils Hof nun täglich eine Titelgeschichte. Ronny steht unter Druck, der Chefredakteur ist schwer zufriedenzustellen. Allmählich gehen Ronny die Schlagzeilen aus.

Die Ermittlungen, geleitet von Pelle Larsson, den Bertil natürlich seit seiner Kindheit kennt, drehen sich darum, wie der ehemals elegante Mann in ein winziges Dorf in Schonen kam und wer Bertils Hof überhaupt gekannt haben kann. Für Ronny führt der Mordfall zu einem Wiedersehen mit Lorenz Winkler (heute Philosophie-Professor in Berlin) und mit Benigna, Studienfreunden aus der Zeit als Ronny noch hochfliegende Pläne für seine Zukunft schmiedete. Auf einem riesigen Landsitz residiert in Schonen Wilhelm af Sthen, ein Altmeister des Hackens, Aktivist in einer Protestbewegung gegen die Bankenpolitik - ein feudaler, dünkelhafter Patriarch, der Staatsfeind und wohlhabender Landbesitzer in einer Person ist. Wilhelm kann es sich locker leisten, in Schweden eine Piratenbewegung zu finanzieren. Als nach Tagen Familie Dachs das Schlüsselbund des Toten aus ihrem Bau herausschaufelt, kann der Tote aus Bertils Scheune endlich identifiziert werden, es ist der deutsche Journalist Christian Meier, der kurz zuvor noch in New York über einen IT-Dienstleister recherchiert hatte, der amerikanischen Banken Sicherheitssysteme gegen Hackerangriffe verkaufen will. Der Mann aus Deutschland recherchierte über Cloudcomputing und die Macht der Netzwerke. Meier führte einen halbseiden Lebenswandel und war ein schwieriger Chef - war das Grund genug, ihn mit einer Schaufel zu erschlagen? Der schlimmste Sturm seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in Schweden fällt ganze Wälder und legt Christian Meiers PkW frei - endlich eine Spur, wie der deutsche Journalist nach Schweden gelangt sein könnte.

Mit der Beschreibung der idyllischen Landschaft Schonens bedient "Per Johansson" (Pseudonym der Journalisten Thomas Steinfeld und Martin Winkler) Wünsche der Leser von Skandinavien-Krimis. Die Naturgewalten als Gegenspieler der schönen neuen IT-Welt geben den Hintergrund zu einem Skandinavien-Krimi von überschaubarem Umfang. Die Autoren erzählen atmosphärisch und knüpfen ein Netz aus Beziehungen ihrer Figuren, um es für die Auflösung wieder zu entwirren. Ronny, der seine Jugendträume notgedrungen einem Job als Lokalreporter in seinem Heimatort unterordnet, finde ich als Figur, die im Nebenberuf in einem Kriminalfall ermittelt, sehr gelungen. Im Vergleich zu Ermittlerfiguren, die sich im Laufe von Krimiserien innerhalb eines Teams entwickeln dürfen und deren Privatleben die Leser von Band zu Band folgen können, hat ein Ermittler in einem Einzelband ohnehin schlechtere Chancen bei Krimilesern.

Die Figuren, die mich in diesem Krimi interessiert hätten, der IT-Unternehmer Grenier und seine Banker-Kundschaft als Auslöser der Ereignisse, bleiben leider im Hintergrund. Auch die Persönlichkeit und die Motive der jugendlichen Hacker werden nur am Rande gestreift. Bertil, Ronny, Pelle, Wilhelm, das Opfer Christian - Steinfeld und Winkler sympathisieren deutlich mit älteren Herren. Auch im realen Schonen, wo die jüngeren Leute abgewandert sind oder tagsüber arbeiten, könnten ältere Herren das Bild in den kleinen Dörfern prägen. "Schweden-Krimi als Angriff auf FAZ-Herausgeber", titelte die Online-Ausgabe einer Zeitung - die Diskussion in den Zeitungsredaktionen, ob der Krimi ein Schlüsselroman sein könnte, füllte das Sommerloch, war für mich als Krimi-Leser jedoch wenig interessant. Der Seitenhieb der Autoren, dass das Opfer kein Schwede sein kann, weil es in Schweden längst keine Karies mehr gibt, konnte mich schon eher erheitern. Liza Marklund hat mit der Persönlichkeit der taffen Journalistin Annika Bengtzon vor dem Hintergrund des Strukturwandels in der Medienwelt die Latte für einen Krimi im Zeitungsmilieu sehr hoch gelegt - zu hoch für "Per Johansson".
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen ... nicht mal 1 Stern - schrecklich!!! 27. Oktober 2012
Format:Gebundene Ausgabe
Der Sturm ist eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe.
Das Buch besticht durch eine ellenlange Aneinanderreihung für die Handlung unwesentlicher Beschreibungen. Alle Figuren sind blass. Einen Handlungsstrang sucht man vergebens. Wendungen geschehen für den Leser immer zufällig und aus heiterem Himmel (meistens durch Funde), Spannung tritt so während des gesamten Buches nicht einziges Mal auf, die Geschichte ist kläglich simpel konstruiert und ungeheuer langatmig. In aller Klarheit wird offenbar, dass der Autor das literarische Handwerk offenbar nicht beherrscht.
Ich kann jedem nur von der Lektüre abraten und bereue sowohl den Kaufpreis entrichtet als auch die Zeit hierauf verwendet zu haben. SCHRECKLICH!
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Winfried Stanzick HALL OF FAME REZENSENT TOP 50 REZENSENT
Format:Gebundene Ausgabe
Dieser Kriminalroman gehört zu den wenigen Büchern, die schon vor ihrem Erscheinen im Buchhandel zu einer großen Debatte geführt haben.

Seit Tagen wird nicht nur in den großen Feuilletons der Republik, sondern auch auf viele Radioprogrammen über das bei Fischer verlegte Buch „Der Sturm“ eines schwedischen Newcomers namens Per Johansson diskutiert. Dazu gleich später.

Ich habe das Buch gelesen einige Tage bevor durch einen Artikel des Literaturkritikers Richard Kämmerlings in der WELT die Autorenschaft von „Der Sturm“ in Frage gestellt wurde. Ich fand das Buch schlecht gemacht. Wenn ein Krimi mit seitenlangen und langweiligen Naturbeschreibungen beginnt, wenn seine Ermittlerfigur, hier ein gescheiterter Journalist namens Ronny Gustavsson, nicht durch eigene Kombination und Recherche voran kommt, sondern ihm die Ergebnisse quasi vor die Füße fallen, und wenn auch dem unbefangen an die Lektüre gehenden Leser die Schilderung des schlechten Charakters des auf die übelste Art zu Tode gekommenen deutschen Chefredakteurs irgendwie seltsam und hasserfüllt vorkommt, dann hat er beim Rezensenten schon viel Minuspunkte gesammelt. Es geht um die geheimen Aktionen von Computernerds, die das internationale Finanzsystem lahmlegen wollen.

Ich nehme an, dass es dieses aktuelle Thema war, das die Lektoren des Fischerverlags leichtsinnig gemacht hat, weil sie unbedingt einen solchen Themenkrimi in ihrem Herbstprogramm haben wollten. Jedem informierten Kenner der Szene hätte die extreme Darstellung des deutschen Chefredakteurs auffallen müssen, die Richard Kämmerlings, als er, wie so etliche andere Kritiker das Buch vor seinem Erscheinen gelesen hatte, hinter dem unbekannten schwedischen Autor das Pseudonym des Leiters des Kulturteils des Süddeutschen Zeitung, Thomas Steinfeld aufdeckte und hinter der Figur des auf brutale Art zu Tode gekommenen Christian Meier den Herausgeber der FAZ, Frank Schirrmacher vermutete. Man muss wissen, dass Thomas Steinfeld von 1997 bis 2001 Leiter des Literaturteils der FAZ war und seine Beziehung zu Schirrmacher wohl nie die beste war.

Ob Steinfeld nun aus persönlicher Ehrverletzung oder Rache gehandelt hat, oder ob er es, durch den eingeplanten Skandal zu einem Bestseller schaffen wollte – ich weiß es nicht. Jedenfalls hat es so etwas nicht mehr gegeben, seit Martin Walser in seinem „Tod eines Kritikers“ im Jahr 2002 seinen Intimfeind Marcel Reich-Ranicki zu Tode kommen ließ.

Es mag sein, dass sich das Buch gut verkauft, es ist dennoch schlecht geschrieben und gereicht dem Fischerverlag nicht zur Ehre. Seinem Autor Thomas Steinfeld der mittlerweile zugegeben hat, dass er das Buch schrieb, erst recht nicht. Für ihn und für seine „Süddeutsche“ ist das Ganze wohl nur noch peinlich und sie hoffen auf schnelles Vergessen.
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