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Der Struwwelpeter: Lustige Geschichten und drollige Bilder frei nach Heinrich Hoffmann Gebundene Ausgabe – 3. August 2009


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Produktinformation

  • Gebundene Ausgabe: 64 Seiten
  • Verlag: Kein & Aber; Auflage: 2 (3. August 2009)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3036952608
  • ISBN-13: 978-3036952604
  • Größe und/oder Gewicht: 22,6 x 1,5 x 27,7 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.2 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (203 Kundenrezensionen)

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Produktbeschreibungen

Pressestimmen

»Es muss Liebe sein, jede Zeichnung, jeder Reim. Fil und ATAK spazieren durch Hoffmanns Geschichten, als seien sie in ihnen zu Hause.« (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

»So herrlich frech dichtet Fil über den titelgebenden Buben. Und die durchtriebene Kindlichkeit, die ATAK vielen seiner Comics verleiht, passt zum Struwwelpeter besonders gut. Es scheint, als hätte Fil den Dilettantismus der Hoffmannschen Verse als das erkannt, was er wohl am ehesten ist: eine Pose; eine bewusst eingesetzte Quelle des Witzes. Mit solchen Einsichten hilft einem dieser neue Struwwelpeter, auch den alten noch einmal mit neuen Augen zu lesen. Nicht nur deshalb beinhaltet dieser Band eine der schönsten Struwwelpetriaden, die jemals verfasst wurden.« (Berliner Morgenpost)

»Für Kinder jeden Alters - und jeder Haarlänge.« (Nürnberger Zeitung)

Rezension

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)

Der Struwwelpeter
OA 1845 Form Kinderbilderbuch Epoche Biedermeier
Mit seinem Werk Der Struwwelpeter gewährte Heinrich Hoffmann erstmals im deutschsprachigen Raum der Sicht des Kindes ihr Recht und begründete die Gattung des Kinderbilderbuchs. Er schuf damit einen Best- und Longseller, der in einer Gesamtauflage von weit mehr als 15 Mio Exemplaren in allen wichtigen Fremdsprachen erschienen ist. Trotz seines Erfolgs blieb Der Struwwelpeter stets umstritten: bei Zeitgenossen wegen der skurrilen und provozierenden Zeichnungen, die im Stil politischer und satirischer Karikaturen des Vormärz gehalten sind, heute wegen der Darstellung drastischer Bestrafung kindlichen Fehlverhaltens.
Entstehung: Hoffmann lehnte die zeitgenössischen Bilderbücher für Kinder ab. Ihm als Praktiker, der tagtäglich in seiner Praxis mit Kindern konfrontiert war, kamen sie zu gelehrt, zu moralisch und zu idealtypisch illustriert vor. So griff Hoffmann selbst zur Feder, zeichnete und reimte für seinen Sohn Carl eine Reihe von Geschichten, die nicht nur zu Hause unterm Weihnachtsbaum, sondern auch im Kreis seiner Bekannten für Aufsehen sorgten. Der befreundete Verleger Zacharias Löwenthal (später Carl-Friedrich Loening) überredete Hoffmann zur Publikation der Zeichnungen, die in den ersten drei Auflagen noch den Titel Lustige Geschichten und drollige Bilder mit 15 kolorierten Tafeln für Kinder von 3 bis 6 Jahren trugen. Die Erstausgabe war nach wenigen Wochen vergriffen. Bis zur fünften Auflage erschien das Buch unter dem Pseudonym Reimerich Kinderlieb, ehe sich Hoffmann dazu entschloss, seinen eigenen Namen zu nennen.
Inhalt: Der Struwwelpeter enthält insgesamt zehn Geschichten (vollständig erst seit 1847), die sich stark in ihrer Struktur ähneln. Ein Kind verstößt gegen eine gesellschaftliche Norm oder eine elterliche Anordnung und erhält schon kurz darauf die Strafe: Wer einen Hund ärgert, wird von ihm gebissen, wer seine Suppe nicht isst, muss verhungern. Dabei ist die passive Rolle der Eltern ebenso auffallend wie die Überzeichnung von strafenden Personen wie dem Schneider mit der riesigen Schere, der Daumenlutschern die Daumen abschneidet.
Wirkung: Hoffmann verknüpfte Illustration und Text zur Bildergeschichte und prägte damit nachfolgende Werke. Schon 1846 entstand die erste Bilderbuchnachahmung. 1848 lag die erste englische Übersetzung vor, 1849 die erste in russischer Sprache. Es folgten allein im deutschsprachigen Raum mehr als 1000 Bearbeitungen und Parodien. Neben einfachen Bilderbuchnachahmungen entstanden auch politische Struwwelpeter-Parodien wie der Anti-Struwwelpeter (1970) von Friedrich Karl Waechter (* 1937), der im Ungehorsam das antiautoritäre Element pries. W. Z. -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Taschenbuch .

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Die hilfreichsten Kundenrezensionen

21 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Loreta Bugenyte am 24. März 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Von Goethe stammt die Feststellung, daß sich alles, was eine große Wirkung gehabt hat, dem Urteil entzieht. Ein Befund, der auf den «Struwwelpeter» nicht zutreffen dürfte, zumal die Resonanz ja noch anhält. In der Literaturwissenschaft wird Heinrich Hoffmann, der Autor des legendären Buches, inzwischen als «Kopernikus der Kinderliteratur» bezeichnet. Andere möchten das Buch hingegen verbieten. Wie ist die von Hoffmann ausgelöste kopernikanische Wende zu verstehen? Werden Wirkungsweise und Aktionsradius des Klassikers, der mit ungebrochener Potenz Richtung Zukunft eilt, womöglich von überzeitlichen Kräften in Schwung gehalten?

«Sieh einmal, hier steht er...»

Auf der Suche nach einem Bilderbuch für seinen Sohn entdeckte der Arzt Heinrich Hoffmann (*1809) Mitte des 19. Jahrhunderts lediglich «lange Erzählungen oder alberne Bildersammlungen», so daß er kurzerhand beschloß, selbst ein Kinderbuch zu ver-fassen. Die unter dem Titel «Struwwelpeter» versammelten Bilder-Geschichten wurden auf Anhieb ein Bestseller, schon bald ein Welterfolg und schließlich ein Longseller. Heute gehören sie zum Kulturgut unserer Nation. In viele Sprachen, sogar ins Chinesische übersetzt, sind bislang mehr als 540 Auflagen erschienen, eine sogar in Blindenschrift. Von der «Struwwel-liese» über den «Struwwelhitler» und «ägyptischen Struwwelpeter» bis zur «Schnatterliese» und Comic-Adaption ' die Variantenfülle ist unerschöpflich, der Drang nach Umdichtung und Interpretation hält bis heute an. So ist der Struwwelpeter bislang in 25 deutsche Mundarten übertragen worden. Welches Werk hat ähnliches vorzuweisen? Das Buch wurde verfilmt, vertont, adaptiert und karikiert.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Stahler am 2. August 2013
Format: Pappbilderbuch Verifizierter Kauf
Ich muss schon sagen, so viel Brutalität, Blut, Eingeweide und Schmerz in einem Buch!
Wirklich nichts für schwache Nerven der ahc so besorgten Eltern!
Ironie aus!

Ich habe dieses Buch als Kind gelesen und geliebt. Ich hatte nie Angst davor das der Schneide kommt und mir meine Finger abschneidet. Wieso muss in unserer heutigen Gesellschaft immer alles so extrem gesehen werden?
Sind ihre Kinder nicht schlau genug zu fragen? Nein?! Die Kinder können nichts dafür!
Sind SIE nicht schlau genug mit ihren Kindern darüber zu reden?

Ich habe schon einige Geschichten meinem Neffen vorgelesen (Und Ja, die Eltern erlaubten dies..schreckliche Eltern oder?).
Ich habe am Ende jeder Geschichte mit ihm darüber gesprochen warum etwas geschah oder was die Moral der Geschichte ist, weiterhin habe ich ihm sofort erklärt das diese Dinge nicht wirklkich passieren (zB. das ein Schneider kommt und ihm die Daumen abschneidet)
Mein Neffe fand die Geschichten schön (er war 6 als ich sie ihm vorlas). Er mochte zB den Suppenkasper, da er selbst nicht gerne suppe ist, aber er versteht auch das man essen muss.

Von mir gibt es 5 Sterne und eine Empfehlung.
Leute die sich hier aufregen sind wahrscheinlich jene die es so einfach wie möglich haben wollen. Tut mir Leid wenn ich hier alle über einen Kamm schere, aber ich kann für einige Rezensionen wirklich kein Verständnis aufbringen.

Allen die mit ihren Kindern über Geschichten reden und sie nicht vor dem Fernseher verblöden lassen (der neue Pädagogen-Ersatz) empfehle ich dieses Buch.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich Von Manu am 26. Oktober 2012
Format: Gebundene Ausgabe
Vorwort: Jegliche Diffamierungen in Bezug auf die Supernanny und RTL geschehen rein zufällig und die meinige Person distanziert sich ausdrücklich davon.
Katja Saalfrank, die scheinheilige Sozialpädagogin bei RTL, würde Gewalt natürlich strengstens verabscheuen und dieses Buch bestimmt nur unter Zwang, wenn auch angeekelt, anfassen.
Aber dass das Motiv der elterlichen Gewalt bei der Sendung "Die Supernanny" eine quotenschaffende Entertainmentfunktion hat, wobei insgeheim die Regie zu "actionmäßigen Handlungen" auffordert, lässt ihre Seriosität in Frage stellen. Zumal die Supernanny innerhalb der zwei Wochen Drehzeit selten länger als zwei Stunden da ist (Quelle: Fernsehkritik TV)

Aber nun zum Struwwelpeter:

Da hat man es mit der Gewalt einige Jahrhunderte früher, wenngleich nicht perfekt, aber zumindest deutlich löblicher gehandhabt. Gewalt oder körperliches Leid ist hier nicht Konsequenz eines Kamerateams, sondern potenzielle oder wahrscheinliche Folge von kindlichem Fehlverhalten. Natürlich gibt es deutlich schonendere Ansätze zur Erziehung, die aber nicht zwangsweise effektiver sind.

Meine persönliche Kindheitserfahrung mit dem Struwwelpeter ist durchwegs positiv. Retrospektiv ist es gefühlte 50 Jahre später deutlich Angst einflößender, wenn man sich in die Lage eines Kindes versetzt, als früher. Das fällt mir auch des Öfteren bei Zeichentrickfilmen auf, die ja unterschwellig und unterm Strich oft auch ziemlich gewalttätig sind, aber die Verpackung ist ja so schön bunt, wodurch das kaum jemandem auffällt. Vor allem Kindern nicht.
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