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Produktinformation
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Unangenehme Erfahrungen erwarten Mach in Ägypten reichlich. Immerhin ist er beauftragt, die Nachfolge der Reiseleiterin Eva Blum anzutreten, die aus ihrem Hotelzimmer im 16. Stock des Kairoer Sheraton-Hotels zu Tode stürzte. Mach findet das Tagebuch der Frau und stößt in ihren Aufzeichnungen auf das unterstrichene arabische Wort für "Mörder": War der vermeintliche Selbstmord also eine Bluttat, vielleicht sogar Bestandteil einer Intrige zur Vertuschung weiterer Verbrechen? In den labyrinthischen Gassen der Metropole macht sich Mach auf die Suche nach der Wahrheit, die ihn unter anderem nach Memphis und zur Bibliothek von Alexandria geleitet und ihn immer mehr verstrickt in ein undurchdringliches Gewebe, das souverän Elemente der Kriminal-, Reise- und Entwicklungsliteratur miteinander verflechtet und -- wie die von Mach beobachteten Teppichknüpfer -- Realität und Illusion in irritierenden Bildern ein ums andere Mal unentwirrbar verbindet.
Wie bei Gerhard Roth üblich (und im Zyklus Die Archive des Schweigens in immer neuen faszinierenden Varianten vorexerziert), so weitet sich auch die Reise Machs durch ein bedrohlich verzaubertes Ägypten zur beizeiten mythischen Fahrt in die "verbotenen" Totenreiche der Erinnerung aus. "Geblendet vom Sonnenlicht, das durch das Kabinenenfenster fiel, öffnete er die Augen", lautet der erste grandiose Satz des Buches. "Geblendet vom Sonnenlicht, das vom Wasser reflektiert wurde, schloß er die Augen", der letzte. Dazwischen liegt eine taghelle narrative Bestandsaufnahme der Schattensphären der menschlichen Seele und unserer rätselhaften Wirklichkeit. Wieder einmal ein großer Roth'scher Wurf. --Thomas Köster -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Gebundene Ausgabe .
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Thomas Mach entstammt einer Familie von Papierfabrikanten, kurz nach Ende seines Studiums nimmt er das Angebot seines Onkels, des Inhabers eines Reisebüros für Pilgerreisen („Das Auge Gottes") an, die Stelle der Reiseleiterin Eva Blum anzutreten, die aus ihrem Hotelzimmer im 16. Stock des Kairoer Sheraton-Hotels zu Tode stürzte zu übernehmen.
Innerhalb weniger Tage, die er vor allem in Kairo, dann auch in Alexandria verbringt, um sich mit Ägypten und seinen zukünftigen Kollegen vertraut zu machen, erfährt er immer mehr Indizien und Andeutungen von Verbrechen: „Kaatil", Mörder, liest er in Eva Blums Studientagebuch, zweifelhafte Gestalten - Österreicher wie Ägypter - begegnen ihm immer wieder, er selbst hört stets auf seine innere Stimme - auch wenn sie ihm empfiehlt sein Haar zu färben, wodurch er für viele Ägypter zum „Dschinn", Geist, wird.
Der Reiz des Buches liegt nicht (nur) in seinen Anklängen an einen Kriminalroman, in der Aufklärung verbrecherischer Taten und mafioser Verbindungen. Teppichknüpfer, Schlangenbeschwörer, Bewohner von Grabsiedlungen, Müllmenschen, die Bibliothek von Alexandria, Ruinen des antiken Labyrinths in der Oase Fayoum und viele andere Besonderheiten des Lebens in Ägypten lässt Gerhard Roth den jungen Thomas Mach aus der Perspektive einer aufmerksamen, kulturell interessierten, doch von der unberechenbaren inneren Stimme gefangenen Persönlichkeit betrachten.
ich habe das Gefühl, jetzt mehr von Ägypten zu wissen als nach einer Kurzreise und kann mir das Leben im Lande besser vorstellen, als dies ein Bildbanmd vermag.
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