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Der Streit um den Sergeanten Grischa: Roman
 
 
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Der Streit um den Sergeanten Grischa: Roman [Taschenbuch]

Arnold Zweig , Frank Hörnigk
4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
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Produktinformation

  • Taschenbuch: 480 Seiten
  • Verlag: Aufbau Taschenbuch; Auflage: 1 (1. Februar 2004)
  • Sprache: Deutsch
  • ISBN-10: 3746652073
  • ISBN-13: 978-3746652078
  • Größe und/oder Gewicht: 18,6 x 11,6 x 3,2 cm
  • Durchschnittliche Kundenbewertung: 4.4 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (18 Kundenrezensionen)
  • Amazon Bestseller-Rang: Nr. 233.528 in Bücher (Siehe Top 100 in Bücher)

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Arnold Zweig
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Produktbeschreibungen

Kurzbeschreibung

Im März 1917 flieht der russische Kriegsgefangene Paprotkin aus einem Lager in Litauen. Er will nach Hause, ostwärts. Er will sein Kind sehen, das er noch nicht kennt. Als eine deutsche Streife ihn gefangennimmt, folgt er dem Rat der Partisanin Babka, die ihn liebt. Ahnungslos gibt er sich als der verstorbene Überläufer Bjuschew aus. Er wird der Spionage verdächtigt und zum Tode verurteilt. Von nun an wird Grischas Schicksal zum juristischen Fall.

Autorenporträt

Copyright: Aus Das Buch der 1000 Bücher (Harenberg Verlag)
Zweig, Arnold dt. Schriftsteller * 10.11.1887 Glogau (Schlesien) †26.11.1968 Berlin (Ost) Der Streit um den Sergeanten Grischa, 1927 Der Pazifist und Zionist Arnold Zweig war einer der großen linksliberalen Autoren der späten Weimarer Republik. Der angesehene jüdische Schriftsteller wurde berühmt mit dem Antikriegs- und Justizroman Der Streit um den Sergeanten Grischa; in ihm zeichnet er das Gesamtbild einer unbarmherzigen Kriegsmaschinerie, in der Macht eindeutig vor Recht geht. Der Sohn eines Spediteurs studierte nach seiner Schulausbildung an verschiedenen Universitäten Germanistik, Anglistik, Romanistik, Philosophie, Kunstwissenschaft und Psychologie. Erste literarische Anerkennung erlangte er mit seinem Roman Die Novellen um Claudia (1912). Die Werke des Religionsphilosophen Martin R Buber machen ihn mit den Problemen des Ostjudentums bekannt. Mit Sigmund R Freud verband ihn ab 1929 eine enge Freundschaft. Nach der Teilnahme am Ersten Weltkrieg, unter anderem in Serbien und Frankreich (Verdun), lebte Zweig als freier Schriftsteller zunächst am Starnberger See, dann in Berlin. Mit dem Roman Der Streit um den Sergeanten Grischa fand er das literarische Thema, das ihn sein ganzes Leben nicht mehr loslassen sollte: die möglichst konkrete Darstellung des Ersten Weltkriegs, die ihren Niederschlag unter anderem in den Romanen Junge Frau von 1914 (1931) und Erziehung vor Verdun (1935) fand. 1933 emigrierte Zweig nach Palästina, wo er jedoch schriftstellerisch nie richtig Fuß fassen konnte. 1948 kehrte er mit seiner Frau Beatrice nach Berlin (Ost) zurück. Zweig wurde Abgeordneter der Volkskammer und 1950 erster Präsident der Deutschen Akademie der Künste in Berlin. Hier blieb der spätere Sozialist und Marxist, der in allen seinen Werken entschieden für eine humanistische Gesellschaftsordnung eintrat, bis zu seinem Tod. Biografie: J. Hermand, Arnold Zweig (rm 50381). -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

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90 von 93 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Ein Kunde
Format:Sondereinband
Das Buch "Erfolg", übrigens einer der besten Romane, die ich je gelesen habe, erzählt in Feuchtwanger typischer Manier anhand einer privaten Geschichte die Geschichte einer Epoche. In diesem Buch erleben wir die relativ liberale Zeit kurz nach dem ersten Weltkrieg, als unter der Bevölkerung und den Kunstschaffenden eine in diesem Jahrhundert einzigartige Aufbruchstimmung herrschte. Doch diese Stimmung zerstören wie ein Menetekel die alten reaktionären Kräfte, die zehn Jahre später die Nationalsozialisten an die Macht bringen. Der Roman handelt in München, in Bayern und in der Schweiz. Es wird erzählt wie ein Museumsdirektor ein der Stadt nicht genehmes Gemälde erwirbt, und da man den Mann und das Kunstwerk anders nicht loswerden kann, wird ihm eine Sexgeschichte angehängt, die ihn ins Kittchen bringt. Seine Freundin hält zu ihm und wir erleben ihren Weg durch die Instanzen der Weimarer Zeit und erfahren dabei viel über das Heraufdämmern des Nationalsozialismuses in München. Das Buch handelt 1921/22 und erschien im Jahr 1927. Es ist damit eines der ersten oder das erste Buch, das sich mit den Nazis und Adolf Hitler beschäftigt. In kaum verschlüsselter Weise treten in dem Roman,außer Hitler, viele Personen der Zeitgeschichte auf. So erkennt man die Schriftsteller Thoma und Ganghofer, den Sprachverdreher Karl Valentin, den jungen Bert Brecht und die wichtigsten Politiker, die in all ihrer machtgierigen Hinterhältigkeit und Rafinesse aufs Genaueste gezeichnet sind. Der Roman ist kein Historienroman, denn er handelt in der Zeit, in der er geschrieben wurde. Aber er ist wichtig und interessant um die Geschichte Bayerns und Deutschlands in diesem Jahrhundert zu verstehen. Und erstaunlich, trotz aller Schwere des Themas ist das Buch leicht lesbar und verständlich, eben typisch Feuchtwanger, mit ein Grund auch, warum er, für mich, einer der besten deutschen Schriftsteller dieses Jahrhunderts ist.
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17 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Format:Taschenbuch|Von Amazon bestätigter Kauf
Im Grunde gehts um einen Gerichtsprozess, bei dem im München der Zwanziger Jahre ein liberaler und etwas leichtlebiger Museumsdirektor zu Unrecht von der rechten Justiz zu drei Jahren Festungshaft verurteilt wird. Seine Freundin findet sich damit nicht ab und versucht, Begnadigung zu erreichen.
Das ist die Kerngeschichte, um die mehrere weitere Handlungsfäden herumgewoben sind, beispielsweise der von einem energischen kommunistischen Ingenieur, der Züge von Bertolt Brecht trägt. Außerdem wird in vielen Kapiteln das Land Bayern in seinen speziellen Sitten und der besonderen Mentalität mit ironischem und liebevollem Blick zugleich ausgebreitet, dass es eine wahre Lesefreude ist.

Trotz der Länge des Buches kommt auf keiner Seite Langeweile auf. Feuchtwanger treibt sein ironisches Spiel mit denjenigen Figuren, deren Eigenarten und Fehler er kritisieren will, wobei immer auch ein Schuss Wohlwollen zu erkennen ist. Mehrere solcher Typen sind ins Geschehen gemischt und machen den Roman ungemein bunt, plastisch und süffisant, fast wie bei Karikaturen. Daneben gibt es auch vielschichtiger angelegte Charaktere, vor allem die Freundin des Gefangenen, mit der Feuchtwanger wieder einmal eine eindrucksvolle und teilweise widersprüchlich gestaltete Frauenpersönlichkeit gelungen ist.

Das Wesentliche sind aber Politik und Sprache: Nachkriegszeit, Inflation, rechte Justiz, Hitler-Putsch werden in Facetten dargestellt, die man nicht aus den Geschichtsbüchern kennt; kleine, intensive Episoden lassen die Zeit vor dem inneren Auge neu und lebendig sich abspielen, beispielsweise Kutzners (=Hitlers) hitzige und theatralische Reden in den raucherfüllten Münchner Bierkellern vor Menschen, die manchmal schon allein deswegen den Weg zu den "Wahrhaft Deutschen" gefunden haben, weil sie von der Stadt München einen Strafzettel bekommen oder eine Antiquität an einen Juden aus Holland verkauft haben, weswegen sie nun voll Zorn sind. Feuchtwanger lässt in kleinen Begebenheiten ganze Erkenntisse aufblitzen, bei manchen Intrigen der bayerischen Politiker, die am zünftigen Stammtisch mit Bier und Weißwürsten diskutiert werden, liest man mit offenen Mund und denkt sich, so muss es heute auch noch sein, so werden heute auch noch Politiker ausgewechselt und Fakten umgedreht.

Feuchtwanger erreicht dieses bunte Spiel mit seinem scharfen Blick und mit seiner scharfen Sprache, mit der er den Nagel immer auf den Kopf trifft. Als Leser hat man dabei den Eindruck, dass das Erzählte nur auf diese Weise und nicht anders erzählt werden kann. Ich habe die Kapitel geradezu verschlungen, auch weil sie mitunter ziemlich witzig sind (beispielsweise die Beschreibung eines Auftritts von Balthasar Hierl alias Karl Valentin), und war am Ende fast traurig, dass der Roman nicht weitergeht, bei dem nicht nur die Kenner und Liebhaber der bayerischen Lebensart voll auf ihre Kosten kommen.

Hier noch zwei von ganz vielen Schmankerln: "'Mach deine Ochsenaugen auf, Aff, geselchter!', rief er dem erschrockenen RAdfahrer die landesübliche Formel zu, zurückschimpfend." "Die materiell Minderbemittelten waren zumeist in den Linksparteien, die geistig Minderbemittelten in den Rechtsparteien organisiert."
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
Von Rehabeam
Format:Audio CD
Hörspiel: Erfolg. 5 CDs. Mit Axel Corti und Hannelore Elsner. Regie: Hartmut Kriste, Hörspielbearbeitung: Jochen Kittner. Produktion Südwestfunk 1984. DAV 2008.

Dem Hörspiel von 1984 merkt man die 25 Jahre Alter gar nicht an, so "frisch" wirkt das Hörspiel auf den jetzt herausgegebenen CDs. Durch verschiedene Techniken (zB zwei Erzähler) kommt die Handlung, die im Buch recht langatmig ist, ziemlich flott und kurzweilig daher. Und was Feuchtwanger mit bayer. Dialektausdrücken versucht, nämlich einen Lokalkolorit herzustellen, wird im Hörspiel perfektioniert, indem etliche Sprechrollen ganz in Mundart zu hören sind.
Ich finde das Hörspiel noch besser als den Roman: die Zeit des aufsteigenden Nationalsozialismus in der bayer. "Provinz" wird bedrückend-schaurig, denn das Unheil nimmt schonungslos seinen Lauf.

Eines meiner absoluten Lieblingshörspiele!
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Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
schon alt aber lesenswert
Die Geschichte eines Justizmordes begangen an der Ostfront des ersten Weltkriegs. Opfer ist der russische Gefangene Grischa, der als Spion hingerichtet wird. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 11. August 2007 von Tom Kadi
Sehr interessant, aber nicht wirklich fesselnd
Dieses 1929 erstmals erschienene Buch versucht, ein Bild der Gesellschaft Oberbayerns Anfang der 20er Jahre zu zeichnen. Lesen Sie weiter...
Veröffentlicht am 2. Mai 2007 von Marko Schlichting
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