Ein österreichisches Dorf um die Jahrhundertwende: Es wird ganz vom Sternsteinhof, einem mächtigen Viereck-Anwesen hoch auf dem Berg, beherrscht. Der Großbauer hat die arme Bevölkerung in der Hand, nur er kann den Tagelöhnern Arbeit verschaffen. Er zwingt sie zu unmenschlichen Anstrengungen, so auch den Vater der kleinen Leni. Bei einem gefährlichen Auftrag verunglückt er tödlich, für Leni ist der Tag seiner Beerdigung ein Schlüsselerlebnis. Sie erkennt zum 1. Mal den Unterschied zwischen "denen da oben" und "denen da unten" und schwört sich insgeheim, einmal zu den Reichen und Mächtigen zu gehören.
Jahre später ist Leni zu einem bildschönen Mädchen herangewachsen - ein Kapital, das sie zu nutzen weiß. Ein gutverdienender Holzschnitzer, wegen seiner Schwächlichkeit "Muckerl" genannt, verliebt sich in sie. Er gibt all seine Ersparnisse aus, um Leni für das Dorffest herauszuputzen. Lenis Plan verläuft nach Wunsch, Toni der Erbe des Sternsteinhofes fängt bei ihrem ersten Auftritt im Dorf Feuer. Er stellt ihr ausdauernd nach, aber sie entzieht sich ihm kühl berechnend, bis er ihr ein schriftliches Heiratsversprechen gibt. Für Leni der ersehnte Schlüssel zum Sternsteinhof.
Der Sternhofbauer bleibt hart, als das schwangere Mädchen auf Einlösung pocht. Er schickt seinen verliebten Sohn zum Militär, wo er sich abkühlen soll. Er droht ihm sogar mit Enterbung, sollte er die hergelaufene Tagelöhnerin zur Frau nehmen. Er hat längst eine passende Frau ausgesucht - die kränkliche Sali, einzige Tochter des reichen Nachbarbauern. Leni scheint weiter von ihrem Ziel entfernt als je zuvor. Doch sie ist zu allem entschlossen, auch wenn sie für ihren Lebenstraum buchstäblich über Leichen gehen muss.
Das mehrfach ausgezeichnete Heimatdrama entstand nach dem Bauernroman "Der Sternsteinhof" des österr. Schriftstellers Ludwig Anzengruber (1839-1889). Seine Geschichte vom unbedingten Aufstiegswillen einer Tagelöhnerin hat nichts mit der verlogenen Idylle und Bergromantik zu tun, mit der der Heimatroman oft verwechselt wird.
Anzengruber gehört mit seinen couragiert sozialkritischen Werken zu den Vorläufern des Naturalismus eines Gerhart Hauptmann.
Fazit: UNBEDINGT SEHENSWERT von daher KLARE KAUFEMPFEHLUNG !!!
P.S.:
Wo bleibt die "RUMPLHANNI" ??? Ich warte seit Jahren!
Darsteller: Monika Baumgartner, Karl Obermayr, Enzi Fuchs, Maria Singer, Hansi Kraus, Maria Stadler
Regie: Rainer Wolffhardt