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Der Steppenwolf [Audiobook] [Audio CD]

Hermann Hesse , Christiane Ohaus , Manfred Zapatka , Dieter Mann , Rolf Hoppe
4.5 von 5 Sternen  Alle Rezensionen anzeigen (217 Kundenrezensionen)

Erhältlich bei diesen Anbietern.


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Produktbeschreibungen

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Nur für Verrückte?
Als Der Steppenwolf vor siebzig Jahren erschien, wurde er von vielen angegriffen, von anderen begeistert aufgenommen. Vierzig Jahre später, in den bewegten sechziger Jahren, wurde er zum Kultbuch einer Generation. Und auch heute, auf der Schwelle zum neuen Jahrtausend, begeistert er junge Leser, die in Harry Haller den Seelenverwandten erkennen.

Harry Haller, der Steppenwolf, leidet an seiner Zerissenheit, empfindet halb als Mensch, halb als Wolf. Er sehnt sich nach Zugehörigkeit, nach Harmonie und Liebe, will aber auch unabhängig und frei sein und verabscheut alles Normale. Dieser Zwiespalt führt ihn immer tiefer in eine existenzielle Krise, in der er Selbstmord als einzigen Ausweg sieht. Doch Hermine, eine Prostituierte, und das Magische Theater helfen ihm, sich selbst zu erkennen und das Leben leichter zu nehmen.

Der Steppenwolf ist so vielschichtig, daß man immer wieder neue Aspekte entdecken kann. Als ich ihn vor zwanzig Jahren kennenlernte, stand für mich die Einsamkeit und die Ablehnung der verlogenen Bürgerlichkeit im Vordergrund. Das Lebensgefühl des Unverstandenen, der seine Ideale lebt, war mir vertraut. Dem seichten Alltag die extremen Gefühle vorzuziehen, schien auch mir erstrebenswert. Nicht lauwarm, sondern heiß und kalt. Damit spricht Hesse noch immer die Jugend an.

Heute lese und verstehe ich ihn anders. Der Mensch, der sich das Leben so schwer macht, tut mir leid, weil er nicht merkt, daß er ebenso borniert ist wie die, von denen er sich unterscheiden will. Er nimmt sich selbst zu ernst, rennt Idealen von Schönheit und Menschlichkeit hinterher und verachtet dabei die Menschen. Erst im Magischen Theater werden ihm die Augen geöffnet.

Der Steppenwolf ist in Hesses Leben und Werk ein Wendepunkt. Eine langjährige Krise kommt zum Höhepunkt und wird überwunden -- durch das Lachen über sich selbst. Für mich ist an diesem Roman faszinierend, daß er "mitwächst" und mir auch nach zwanzig Jahren noch etwas zu sagen hat. Der Steppenwolf ist siebzig Jahre alt und noch immer jung. --Roswitha Schmaltz -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .

Pressestimmen

"Gradios." (MAGDEBUGER VOLKSSTIMME)

"So lässt sich der Steppenwolf wunderbar (wieder-)entdecken: als Hörspiel, das beispielhaft zeigt, wie man mit diesem Medium Literatur vertont." (HÖRBÜCHER) -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Audio CD .

Rezension

„Der Steppenwolf“ zählt mit zu den bekanntesten deutschen literarischen Exportgütern. Die Geschichte vom gänzlich sich entfremdeten Harry Haller wurde in 36 Sprachen übersetzt; die Gesamtauflage beläuft sich heute auf 2,5 Millionen. Der 1927 erschienene Roman übt(e) vor allem auch in den USA eine bemerkenswerte Faszination aus. Verständlich, bietet „Der Steppenwolf“ doch alles, was ein Kultbuch benötigt: Entfremdungsproblematik, Sinnkrise, Zeit- und Individualneurosen, Warnung vor Kriegshetzern und das Ausweichen in neue Erlebniswelten.

Harry Haller ist der Prototyp des melancholischen Intellektuellen. Er leidet unter sich selbst, unter seiner sinnlich-geistigen Doppelnatur und unter dem bürgerlich-langweiligen Lebensangebot. Er lebt einsam. Auf einem seiner Streifzüge wird ihm ein Büchlein zugespielt: Der Traktat vom Steppenwolf. Jetzt beginnt ein Entwicklungsprozess, der Harry vieles lehrt ...

Dass der Roman in einer höchst anspruchsvollen experimentellen Form geschrieben ist, erweist sich gerade für das Medium „Hörspiel“ als adäquat. Pablos „Magisches Labyrinth“, eine zentrale Stufe auf Harrys Weg, beispielsweise kann eindringlich vermittelt werden. Mit den Möglichkeiten des Stimmenspiels und der Einsätze von Cello, Saxophon und Klarinette gelingt es, diese surreale und visionäre Spurensuche durch die Persönlichkeit des Protagonisten mit einer suggestiven Kraft für den Hörer erlebbar zu machen. Unvergesslich ist sicher die Autojagd: Harry schießt zusammen mit einem Kumpan vorüberfahrende Autos ab! Das „Magische Theater“, das nur für Verrückte seine Türen öffnet, hält unzählige psychologische Angebote bereit: „eine Anleitung zum Aufbau der Persönlichkeit“ vor dem Hintergrund der Schizophrenie, unzählige tiefenpsychologische Wünsche und schließlich die Lektion „Wie man durch Liebe tötet“.

Brillant ist die Traktatstimme Dieter Manns: Wie aus einer anderen Welt, aus der Warte einer höheren Instanz analysiert er das Selbstverständnis des Intellektuellen Harry Haller. Die unterschiedlichen Bewusstseinsebenen durch den Gebrauch von Drogen sowie die Begegnung mit den geistigen Größen Mozart und Goethe werden in dem Hörspiel anschaulich dargestellt. Durchweg gelungen ist die Leistung von Manfred Zapatka als Harry Haller, Anna Thalbach (Hermine) und den vielen anderen Sprechern. Die Produktion von HR und Radio Bremen präsentiert eine sehr anspruchsvolle Bearbeitung des wahrscheinlich größten Erfolgs Hermann Hesses. Absolut hörenswert! Hörspiel mit Musik, Spieldauer: ca. 200 Minuten, 3 CD. Auch als MC erhältlich. Mit Booklet.

-- culture.text

Synopsis

A critique of bourgeois society as perceived by a lonely and sensitive man through his partly beautiful, partly diseased fantasies. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Über den Autor und weitere Mitwirkende

Hermann Hesse, am 2. Juli 1877 in Calw/Württemberg als Sohn eines baltendeutschen Missionars und der Tochter eines württembergischen Indologen geboren, starb am 9. August 1962 in Montagnola bei Lugano. Er wurde 1946 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet. Nach einer Buchhändlerlehre war er seit 1904 freier Schriftsteller, zunächst in Gaienhofen am Bodensee, später im Tessin. Er ist einer der bekanntesten deutschen Autoren des 20. Jahrhunderts. -- Dieser Text bezieht sich auf eine vergriffene oder nicht verfügbare Ausgabe dieses Titels.

Leseprobe. Abdruck erfolgt mit freundlicher Genehmigung der Rechteinhaber. Alle Rechte vorbehalten.

Der Tag war vergangen, wie eben die Tage so vergehen; ich hatte ihn herumgebracht, hatte ihn sanft umgebracht, mit meiner primitiven und schüchternen Art von Lebenskunst; ich hatte einige Stunden gearbeitet, alte Bücher gewälzt, ich hatte zwei Stunden lang Schmerzen gehabt, wie ältere Leute sie eben haben, hatte ein Pulver genommen und mich gefreut, daß die Schmerzen sich überlisten ließen hatte in einem heißen Bad gelegen und die liebe Wärme eingezogen, hatte dreimal die Post empfangen, und all die entbehrlichen Briefe und Drucksachen durchgesehen, hatte meine Atemübungen gemacht, die Gedankenübungen aber heut aus Bequemlichkeit weggelassen, war eine Stunde spazieren gewesen und hatte, schöne, zarte, kostbare Federwölkchenmuster in den Himmel gezeichnet gefunden. Das war sehr hübsch, ebenso wie das Lesen in den alten Büchern wie das Liegen im warmen Bad, aber alles in allem - war es nicht gerade ein entzückender, nicht eben ein strahlender, ein Glücks- und Freudentag gewesen, sondern eben einer von diesen Tagen, wie sie für mich nun seit langer Zeit die normalen und gewohnten sein sollten... -- Dieser Text bezieht sich auf eine andere Ausgabe: Broschiert .
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