Skagen lebt in einem Fischerdorf. Sein Vater ist das Oberhaupt und Skagen soll irgendwann mal seinen Posten übernehmen. Eines Tages läuft das Schiff des Großherzogs aufs Riff auf. Die Leute können gerettet werden, und so gibt es ein Fest. Dort spielt der Hofbarde Aventin und verzaubert alle Leute. Skagen ist beeindruckt, er möchte auch so gut sein, doch sein eigenes Können muss er sich mühsam selber beibringen.
Der Barde erkennt in Skagen die Eigenschaften eines Bardens und fordert ihn auf mit ihm zu kommen. Doch sein Vater hält nichts von der Welt ausserhalb des Dorfes und so muss Skagen widerwillig in Dorf bleiben. Doch er übt und versucht sich am gemeinschaftlichen Lagerfeuer an einem Lied. Die Bewohner möchten aber nur Sauflieder hören und sein Vater ist nur noch enttäuscht und ärgerlich. Weil er so übergangen wird, schmeisst Skagen die Harfe ins Feuer und rennt davon. Er schläft im Wald, obwohl der Winter naht und am nächsten Tag geht er weiter weg. Dabei bemerkt er einen Raben der fest hängt. Als er ihn befreit hat, verwandelt er sich in eine leicht verrückte Zauberin, die ihn 3 Wünsche gewährt. Er will natürlich Barde sein und an Hof des Königs spielen. Ormuz bringt ihn in das Schloss der Zauberer, denn dort gibt es einen Stein, der Skagen helfen könnte.
Im Besitz des Steines macht er sich dann auf den Weg ein großer Barde zu sein, gewinnt einige Gefährten und erfüllt sich seinen Traum. Doch der Besitz des Steines ist nicht zu unterschätzen und er muss feststellen, dass er doch nicht so glücklich ist. Ausserdem fallen ausgerechnet zu dieser Zeit Trolle in das Land ein und die Zukunft ist ungewiss...
Die Geschichte ist nicht schlecht, aber leider dauert die Reise des Jungen ziemlich lange und während dieser Reise kann das Buch nicht wirklich fesseln und da fand ich es etwas fade.
Erst so nach der Hälfte des Buches, wenn er den Stein wieder loswerden will und der Krieg im Gange ist, kommt mal ein bischen Schwung in die Geschichte und auch etwas Spannung auf.
Gut, es ist mehr für Jugendliche gedacht, aber trotzdem finde ich den Anfang etwas zu lang gezogen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die lange, recht ereignislose Reise Jugendliche fesseln kann.
Zur Altersangabe muss ich sagen, 12 Jahre ist sicher minimum. Es kommen zwar keine schwierigen Wörter oder besonders grausame Stellen vor, doch die Handlung ist für jüngere Kinder vermutlich eher uninteressant.
Insgesamt hat das Buch gute Ideen, es wird ab der Hälfte auch immer besser, doch der Renner ist es nicht. Man kann es durchaus einmal lesen, aber für mehr hat es leider nicht gereicht. Unter Berücksichtigung, dass es noch mind. einen Nachfolgeband geben wird, vergebe ich hier mal 3 Sterne und eine eingeschränkte Kaufempfehlung. Hier muss man wirklich durchhalten um zum interessanten Teil zu kommen.